St. Petersburg war Residenz der Zaren und trägt voller Stolz wieder den historischen Namen ihres herrschaftlichen Gründers: Zar Peter der Große.
Die prächtige Stadt an der Newa versprüht den imperialen Glanz des Zarenreiches. Die historische Innenstadt mit 2.300 Palästen, Prunkbauten und Schlössern ist seit 1991 als Weltkulturerbe der UNESCO. In dieser Vielfalt ist St. Petersburg weltweit nur noch mit der Lagunenstadt Venedig vergleichbar. »Venedig des Nordens« wird die Stadt daher auch genannt.
Die Stadt geht auf die Gründung des Zaren Peter des Großen zurück, der sein Land dem Westen öffnen wollte. Der geltungssüchtige Zar wollte hier ein Fenster zum Westen öffnen. Die Peter-Paul-Festung ist der Geburtsort der Stadt. Peter der Große und seine Nachfolger wollten mit St. Petersburg unbedingt die schönste Stadt des Landes schaffen.
Der »Palio di Siena« ist eines der härtesten Pferderennen der Welt. Er wird auf dem zentralen Platz der Stadt ausgetragen, der »Piazza del Campo«. In diesem Rennen treten die heute 17 »Contraden«, die Stadtteile Sienas, im Wettbewerb gegeneinander an.
Der Name Palio kommt aus dem lateinischen pallium. Pallium bedeutet Tuch oder Umhang. Später bekam das Wort auch die Bedeutung Fahne bzw. Standarte. So bekommt auch der Sieger des »Palio di Siena« als Preis eine bunte Standarte - bezeichnet als »Palio« - die jährlich neu gestaltet wird. Diese Standarte ist ein Seidenbanner an einer Hellebarde. Verwendete Motive sind die Madonna und die Symbole der teilnehmenden Contraden.
Palio bezeichnet in Italien allgemein einen Wettkampf zwischen benachbarten Gebieten, der mit Pferden ausgetragen wird.Der Palio von Siena ist weit mehr als ein Pferderennen. Zweimal im Jahr treten die Stadtteile zu einem der bekanntesten und zugleich härtesten Rennen Europas an – und das voller Leidenschaft und tief verwurzelter Animositäten.
Ungesattelte Pferde und mittelalterliche Kostüme, Fahnenschwenker und Trommler, alte Rituale und die ungezügelten Emotionen mehrerer Zehntausend Menschen charakterisieren den Palio.Jedes Jahr am 2. Juli und 16. August wandelt sich der wohl schönste Platz Italiens in eine brodelnde Wettkampfarena, der Palio ist eine ernste Angelegenheit. Fernsehsender übertragen das Rennen, bei dem der große Platz von Pferd und Reiter dreimal umrundet wird,
Der »Palio von Siena« wird seit dem Mittelalter zweimal jährlich im Sommer zu kirchlichen Festen veranstaltet und ist das wichigste Ereignis des Jahres in Siena. Das Rennen am 2. Juli findet zu Ehren der »Madonna di Provenzano« statt und heisst »Palio di Provenzano«, das am 16. August zu Ehren der Maria Himmelfahrt, welches »Palio dell'Assunta« genannt wird.
Der Kölner Dom zählt zu den weltweit größten Kathedralen im gotischen Baustil. Der Kölner Dom ist mit 157,38 Metern Höhe nach dem Ulmer Münster das zweithöchste Kirchengebäude Europas sowie das dritthöchste der Welt. Das imposante Bauwerk ist zudem die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands.
Der Kölner Dom wurde am 15. Oktober 1880 mehr als 600 Jahre nach der Grundsteinlegung im Jahr 1248 am Rhein feierlich vollendet. Zwischendurch hatte es in der wechselvollen Geschichte des Bauwerkes immer wieder längere Pausen gegeben. Das Geld war alle, der architektonische Geschmack änderte sich, die Kölner hatten keine Lust mehr auf den Dom.
Schon 1864 waren die beiden Querhausfassaden und die Obergadenzone von Langhaus und Querschiff fertig. Der hölzerne Dachstuhl über dem mittelalterlichen Chor wurde durch eine eiserne Konstruktion über dem Gesamtbau ersetzt, die zu den fortschrittlichsten dieser Zeit gehörte. 1880 wurden dann auch die Türme fertig gestellt.
Das Ende des Dombaus wurde am 15. Oktober 1880 mit einem Fest gefeiert, das Wilhelm I. als Mittel zur öffentlichen Repräsentation und als identitätsstiftendes Element des neun Jahre zuvor gegründeten Reiches nutzte.
Fertiggestellt wurde das gothische Gotteshaus unter der Regie von Kaiser Wilhelm I. mitten im Kulturkampf Preussens gegen die katholische Kirche. Der Kölner Dom wurde 1996 von der UNESCO als eines der europäischen Meisterwerke gotischer Architektur eingestuft und zum Weltkulturerbe erklärt.
Die spektakuläre Abfahrt von der »Streif« in Kitzbühel ist berühmt, berüchtigt, gefürchtet und geliebt und der jährliche Höhepunkt des Ski-Weltcups.
Seit der Einführung des Weltcups 1967 finden die Rennen in Kitzbühel im Rahmen dieser Rennserie statt. In diesem Winter findet das 80. Hahnenkamm-Rennen vom 21. bis 24. Januar 2020 statt.
Das Rennen auf dem berüchtigten Hahnenkamm ist wie der Ritt auf einer Rasierklinge. Der kleinste Fehler wird sofort bestraft auf der »Streif« in Kitzbühel, der wohl schwierigsten Ski-Abfahrt der Welt. Die Sieger werden wie Helden gefeiert und mit einer eigenen Gondel geehrt, die Platzierten sind die, die das Nachsehen bei diesem Spektakel haben.
Zum weltbekannten Hahnenkamm-Rennen am Kitzbüheler Hausberg kommen jährlich zehntausende Besucher aus vielen Ländern um die besten Skifahrer der Welt anzufeuern. Wer heil unten ankommt, ist bereits ein Sieger. 1928 wurde die Seilbahn auf den Hahnenkamm gebaut. Das erste Internationale Hahnenkamm-Rennen fand 1930/31 statt. Der Organisator des HKR seit den ersten Rennen 1931 ist der »Kitzbüheler Ski Club«.
Der Kinofilm »Streif – One Hell Of A Ride« wirft einen Blick hinter die Kulissen des Mega-Events. Der Film begleitet fünf Athleten bei ihrer zwölfmonatigen Vorbereitung auf das wichtigste Rennen ihrer Karriere.
Soglio ist das vermutlich bekannteste Dorf des Bergells. Das hat
viel damit zu tun, dass es von Malern wie Giovanni Segantini verewigt,
von Dichtern wie Rainer Maria Rilke besungen oder in Briefwechseln in
höchsten Tönen gelobt wurde.
Was aber macht Soglio so einzigartig? Wie viele Bergdörfer liegt es
weit über dem Flusslauf des Tals auf 1090 m, aber wenige dürften eine
solch spektakuläre Aussicht bieten. Von Soglio aus schaut man nach
Südosten direkt hinein ins Bondascatal, auf die Sciora-Gruppe, den Piz
Cengalo (3369m) und den Piz Badile (3305m). Wild türmen sich diese
Spitzen, die bis in den Sommer hinein schneebedeckt sind, in den blauen
Himmel. Als Kontrast fangen sie die sanften Weiden und Wälder Richtung
Erde auf.
Soglio mit Blick auf die Sciora-Gruppe
Für solche Aussichten muss man normalerweise ins Hochgebirge, in
Soglio fügen sie sich ins Dorfbild wie eine Fototapete. Und auch der
Blick nach Westen ist nicht zu verachten: Gerne sitzt man am späten
Nachmittag bis in den Abend hier und geniesst den Blick ins Val
Chiavenna und auf die Bergkette, die es vom Schweizer Misox trennt. Und
man kann oft in der Sonne sitzen: Soglio liegt auf einer Sonnenterrasse,
die von morgens bis abends, im Sommer und im Winter mit Licht und Wärme
verwöhnt wird, während viele Tallagen im Schatten bleiben (besonders im
Winter).
Weiss der Palazzo Salis rechts, links alte Salis-Häuser, hinten Casa Alta
Wie ein Märchenschloss: die Rückseite der Casa Antonio (privat, nicht zugänglich)
Vom Tal aus kann man den Ort kaum sehen, hoch über der Porta ist er
bis heute gut versteckt. Nur die Kirche und die Casa 1, der einzige Bau
aus dem späten 19. Jahrhundert, ragen etwas vorwitzig über den Hügel.
Vielleicht ist Soglio deshalb neben Vicosoprano der
geschichtsträchtigste Ort des Bergells: Hier ist der Stammsitz der
Familie von Salis, die im 13. Jahrhundert vermutlich aus Como
einwanderte. Heute noch stehen eindrucksvolle Palazzi aus dem 17. und
18. Jahrhundert: Der älteste ist die Casa Mezzo (1696), links daneben
die Casa Battista (1701), die seit 1876 ein Gasthaus ist und damit den
Tourismus im Bergell initiierte. Heute heisst sie Palazzo Salis
und noch immer kann man hier in historischen Betten übernachten. In
privatem Besitz ist die Casa Antonio, hier kann man nur von der
Rückseite einen Blick in den wunderschönen Garten werfen. Dazwischen
liegt noch der «Stallazo» – der fürstliche ehemalige Stall für die
Rösser.
Soglio kann gelegentlich sehr eng sein, trotzdem sind die Gassen geschmückt
Wie in einem Vogelnest drängen sich die Häuser aneinander,
unterbrochen von einigen Gärten und steingepflasterten Wegen. Soglio
kann gelegentlich sehr eng sein, aber dann muss man sich auf den Weg
machen, Wanderungen gibt es genug – zum Beispiel auf den Panoramico, der hier endet, oder vielleicht auch hoch zu den Alpen Tombal und Plän Vest?
Von Soglio aus zu gehen heisst meist, einen Auf- oder Abstieg in Kauf
zu nehmen – Spazierwege, die eben verlaufen, gibt es fast nicht, bis auf
die kurze Strecke nach Dasciun. Eher denn ein Aufbruchsort ist es einer
für die Ankunft, nicht zuletzt auch für die grossen Passwanderungen aus
dem Averstal oder über die Val da la Duana.
Unterhalb von Soglio beginnen die Kastanienhaine – eine
Kulturpflanze, die von dem Römern ins Bergell gebracht und dort gepflegt
wurde. Sie gehört aber eher den mediteranen Talkultur an als den
luftigen Höhen, Soglio liegt klimatisch auf einer Schwelle (und
vielleicht eben auch auf der Schwelle zum Paradies, wie Segantini einst
gesagt haben soll).
Moderne in Soglio: Umbau eines Stalls durch Ruinelli Associati
... die in Strenge und Klarheit wiederum Durchblicke eröffnet.
Spannend ist auch, wie sich hier die traditionelle mit moderner
Baukunst verbindet – dafür steht nicht zuletzt der hier heimische
Architekt Armando Ruinelli.
Er hat einerseits alten Gebäuden wie Ställen völlig neue Funktionen
gegeben (sehr schön, wie die Holzlatten im Stall als Sichtschutz
funktionieren, gleichzeitig das Licht durchlassen), aber auch Neubauten
realisiert, die sich mit ihrer Strenge elegant ins das Bild fügen.
Zur Verbindung zwischen Tradition und Moderne gehören auch wirtschaftliche Innovationen. Hier ist die Soglio-Kosmetik
ein wichtiger Faktor. Basierend auf wertvollen Rohstoffen aus den
Berggebieten entstehen in Castasegna verschiedenste Cremes,
Waschlotionen & Seifen, Shampoos und auch Parfums. Die Marke gilt
als hervorragendes Beispiel neuen regionalen Wirtschaftens und
innovativer Inwertsetzung im Alpengebiet.
Ronda ist eine Stadt mit einer einzigartigen Lage auf einem Felsplateau im andalusischen Hinterland. Weiß getünchte Häuser liegen malerisch einem Felsplateau. Ronda ist ein bei Touristen sehr beliebter Ferienort. Als Rainer Maria Rilke im Dezember 1912 in das Städtchen Ronda im andalusischen Hinterland kam, war er auf Anhieb verzückt. Der Dichter Rilke nannte Ronda aufgrund seiner einzigartigen Lage »die geträumte Stadt«.
Ronda liegt hoch auf einem mächtigen Felsplateau, geteilt durch eine 160 m tefe, schwindelerregende Schlcuht. Überspannt wird die bis zu 90 m breite Kluft durch zwei Brücken, wobei die vierbogige Puente Nuevo auf 150 m hohen Säulen den gewaltigsten Bogen zwischen den beiden Stadtteilen spannt. Unterhalb der malerisch geleenen Stadt befinden sich Weinberge aif einer Hanglage.
Unter den vielen hervorragenden Sehenswürdigkeiten ist Spaniens älteste Stierkampfarna, die Plaza de Toros, das grandioseste. Die Arena wurde 1785 erbaut. Zwei Sitzplatz-Arakdengänge werden von hunderten zierlichen Säulen getragen und umruden die Arena.
Die legendäre Stierkampfarena, die 1785 im spätbarocken schlichten Stil erbaut wurde und als eine der ältesten, zugleich schönsten in Spanien gilt. Ronda ist für den Stierkampf ein geradezu mythischer Ort.
Schön ist auch die weitläufige Plaza del Sorocco mit ihren wunderschönen Palästen und vornehmen Stadthäusern. Auf dem höchsten Punkt der Stadt befindet sich die Kirche Santa Maria. Schräg gegenüber befindet sich das Rathaus, eine ehemalige Garnison. Schatten finden die Besucher in der Parkananlage unter Bäumen.
Da ist der verführerische Gartenpark im "Reina Victoria", wo man 1966 Rilke ein Denkmal gesetzt hat. Er führt direkt an die beeindruckende Tajo-Schlucht heran. Und gibt diesen weiten Blick frei auf eine aufregend zerklüftete Berglandschaft. Das Rilke-Denkmal im Rücken, fällt es nicht schwer, den in sich gekehrten Dichter in seinem hellen Dreiteiler regelrecht vor sich zu sehen, an diesem Ort für Übungen in mondän-geistiger Versenkung. Ganz so empfindet es diese deutsche Besucherin.
Rilkes bis heute existierendes Hotel mit dem klingenden Namen "Reina Victoria" ist jetzt ein 4-Sterne-Etablissement, natürlich modernisiert. Bis vor Kurzem hatte man Rilkes Zimmer im Originalzustand konserviert. Die letzte Modernisierung vor einigen Jahren hat das Mini-Museum allerdings nicht überlebt. Geblieben ist ein stilisierter Raum im Hotelfoyer: ein paar Möbel aus der Rilke-Zeit, Buchausgaben in mehreren Sprachen, Faksimiles und Porträts sind da zu besichtigen.
Später war auch Ernest Hemingway hier und hat im "Reina Victoria" genächtigt, und die Urne mit Orson Welles´ sterblichen Überresten ruht seit 1987, seinem Wunsch gemäß, ganz in der Nähe von Ronda auf der Finca eines Stierkämpfers, mit dem der Filmemacher befreundet war.
Die Stadt Český Krumlov liegt an beiden Ufern der Moldau, die an dieser Stelle eine Flussschleife bildet, von der sich die Ortsbezeichnung „krumme Au“ ableitet, auf einer Höhe von 509 m über dem Meeresspiegel, etwa 58 km nördlich der österreichischen Stadt Linz. An dem Schleifenbogen liegt die Altstadt und auf dem Felsen thronend gegenüber das Schloß.
Das historische Stadtzentrum ist seit 1992 Weltkulturerbe.Die Innenstadt befindet sich rechtsseitig des Flusses in der Flussschleife; nördlich davon liegen linksseitig der Moldau auf dem Sporn zwischen der Moldau und ihrem Zufluss Polečnice (Blätterbach) das Schloss.
Nur wenige Städte auf der Welt haben sich wie Böhmisch Krumau ihren mittelalterlichen Renaissance-Charme bewahrt.
Das Städtchen, über dem die prächtige Burg thront, hütet bis heute zahlreiche uralte Geheimnisse und an jeder Ecke sind stumme Zeugen ruhmreicher Ereignisse zu sehen. Dazu gehören auch die Abenteuer des mächtigsten böhmischen Adelsgeschlechts, der Herren von Rosenberg, die wegen ihres schönen Wappens, auf dem eine fünfblättrige Rose dargestellt ist, auffallen. Dreihundert Jahre residierte dieses Adelsgeschlecht auf der Burg in Böhmisch Krumau und machte aus ihr einen prächtigen Renaissance-Herrschaftssitz, der der Prager Burg in nichts nachstand.
Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören Schloss Český Krumlov, die St. Veri-Kirche, das Minoriten- und Klarissenkloster, das Rathaus und die Mantelbrücke.
Das Schloss Český Krumlov ist nach der Prager Burg der zweitgrößte historische Bau in Tschechien und umfasst eine Gesamtfläche von zehn Hektar.
Die Sankt-Veit-Kirche von 1309 wurde 1407 bis 1439 umgebaut. Der Chor wurde vor 1500 von der Bauhütte des Hans Gezinger errichtet, die seit 1497 in Krumau tätig war. Der Hauptaltar wurde 1673–1683 neu geschaffen und die Kirche 1725–1726 barockisiert. In der Kirche befand sich die Plastik der „Krumauer Madonna“, die um 1390 geschaffen wurde und die sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet.
Das Minoriten- und Klarissenkloster mit der Kirche Corpus Christi und Mariä Schmerzen wurde im 14. Jahrhundert errichtet und 1649–1681 barock umgestaltet.
Das Rathaus entstand um 1580 durch die Verbindung zweier älterer Häuser.
Die Mariensäule auf dem Marktplatz wurde 1716 errichtet.
Die Mantelbrücke wurde 1767 als ein dreigeschossiger Verbindungsgang zwischen Residenz, Garten und Theater geschaffen.
Die mittelalterliche Stadt bietet eine Zeitreise in die Vergangenheit. Die in uralten Kellergewölben untergebrachten Kneipen erinnern ebenfalls an das raue Mittelalter und ermöglichen so eine Zeitreise in die Vergangenheit.
Weblink:
https://czechtourism.com/tourists/stories/cesky-krumlov/?lang=de-DE Ein unendliches Märchen
St. Petersburg liegt im Nordwesten Russlands am Ostende des Finnischen Meerbusens - dort, wo die Newa in den Finnischen Meerbusen mündet. Es ist die nördlichste Millionenstadt der Welt. Die Stadt St. Petersburg trägt voller Stolz wieder den historischen Namen ihres herrschaftlichen Gründers: Zar Peter der Große.
Die prächtige Stadt an der Newa versprüht den imperialen Glanz des Zarenreiches. Die historische Innenstadt mit 2.300 Palästen, Prunkbauten und Schlössern ist seit 1991 als Weltkulturerbe der UNESCO. In dieser Vielfalt ist St. Petersburg weltweit nur noch mit der Lagunenstadt Venedig vergleichbar. »Venedig des Nordens« wird die Stadt daher auch genannt.
Die Stadt geht auf die Gründung des Zaren Peter des Großen zurück, der sein Land dem Westen öffnen wollte. Der geltungssüchtige Zar wollte hier ein Fenster zum Westen öffnen. Die Peter-Paul-Festung ist der Geburtsort der Stadt. Peter der Große und seine Nachfolger wollten mit St. Petersburg unbedingt die schönste Stadt des Landes schaffen.
St. Petersburg ist am Wasser gebaut und das Wasser ist ihr eigentliches Element. Die Metropole auf dem Wasser entfaltet vor allem im Sommer ihre Schönheit. In der Zeit der Sommersonnenwende umhüllt weißes Licht St. Petersburg. Dann lohnt sich ein Besuch des Newa-Ufers, wo im Sommer allnächtlich zwischen 2 und 5 Uhr die Brücken hochgeklappt werden, um den Schiffsverkehr passieren zu lassen – während den Weissen Nächten ein beliebtes Spektakel, das sich Touristen nicht entgehen lassen sollten.
Sankt Petersburg ist eine Stadt reich an Kultur, in der Kunstsammlungen, Theater, Literatur, Ballett und Musik Weltgeltung besitzen. Die Stadt weist nach eigenen Angaben 221 Museen auf. Darüber hinaus gibt es 45 Galerien und Ausstellungshallen sowie 80 Kulturhäuser.
Die Eremitage am Ufer der Newa gelegen, ist mit drei bis vier Millionen Besuchern im Jahr der bestbesuchte und wohl international wichtigste Ausstellungskomplex. Sie gehört zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Sie beherbergt eine immens große Sammlung der europäischen bildenden Kunst bis 1917 sowie die weltweit größte Juwelensammlung. Das Museum nimmt fünf Bauten in Anspruch mit einer Gesamtausstellungsfläche von 57.475 m² und einer Lagerfläche von 45.000 m². Der Winterpalast, in dem sich ein Großteil der Sammlung befindet, ist dabei eine eigene Sehenswürdigkeit.
Dreißig südlich von Sankt Petersburg liegt der Peterhof, die Sommerresidenz des Zaren, in einem weitläufigem Park gelegen.
Sankt Petersburg war einer der Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Hierzu wurde in der Stadt das neue Krestowski-Stadion errichtet, das ebenfalls für den FIFA-Konföderationen-Pokal 2017 genutzt wurde.
Reichtum und Armut bedingen sich gegenseitig in São Paulo, d.h. wo viel Reichtum ist, herrscht auch viel Kriminalität. Es gibt sicherlich unsichere und gefährlichere Orte in Brasilien wie die Mega-Metropole São Paulo. Sicherheit ist in dieser Stadt ein Relativum. Doch sich auch wirklich sicher kann man sich auch hier nicht fühlen und sollte unbedingt die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen walten lassen.
Die Kriminalitätsrate in São Paulo sank allgemein seit Ende des 20. Jahrhunderts. Sie ist im Vergleich zu anderen brasilianischen Großstädten relativ niedrig. Unter den Hauptstädten der brasilianischen Bundesstaaten haben nur Palmas, Boa Vista und Natal eine niedrigere Kriminalität. Trotzdem bereiten Diebstahl, Gewalt, Raub, Mord und Drogenkonsum weiter Probleme.
São Paulos Mordrate ist auf dem Stand des Jahres 2011 auf 11,9 Tötungsdeliekte pro 100.000 Einwohner gefallen, was einen Rückgang von über 80 % innerhalb von 10 Jahren bedeutet. Damit hat São Paulo die mit Abstand niedrigste Mordrate unter den 27 Hauptstädten der brasilianischen Bundesstaaten.
Der Rückgang der Morde begann 1999 und wird auf eine verbesserte Ermittlungsarbeit der Polizei zurückgeführt, die zu einer höheren Anzahl von Festnahmen und Verurteilungen führte. Auch eine stärkere Zusammenarbeit zwischen der Bevölkerung und der Polizei sowie die Verminderung der sich in Umlauf befindlichen Handfeuerwaffen ließen die Anzahl der Tötungsdelikte zurückgehen.
Vincent van Gogh verbrachte seine Zeit in Arles vom 20. Februar 1888 bis zum 8. Mai 1889. Van Gogh lebte zunächst in einer Pension. Im April mietete er ein Atelier im Gelben Haus, wo er ab September auch wohnte.
"Dieser Mann wird entweder verrückt oder er lässt uns alle weit hinter sich“, prophezeite bereits Camille Pissarro: Vincent van Gogh. Geschwungene Linien und leuchtende Farben sprechen in eindrucksvoller Sprache von der Strahlkraft seiner Werke. Mehr Licht und Freiheit suchend, ging er 1888 nach Arles in Südfrankreich, wo die berühmtesten Bilder van Goghs entstanden. Ein leuchtendes Beispiel ist die "Sternennacht über der Rhône"
In künstlerischer Hinsicht war der Arleser Aufenthalt besonders produktiv. In sechzehn Monaten schuf van Gogh 187 Gemälde. In Ermangelung von Modellen wandte er sich zunächst der Landschaft zu. Nach der Brücke von Langlois malte er im Frühling eine Serie blühender Obstgärten und andere Motive aus der Umgebung von Arles. Im Mai machte van Gogh einen mehrtägigen Ausflug nach Saintes-Maries-de-la-Mer, von wo er unter anderem die Skizzen für das später angefertigte Gemälde Fischerboote am Strand von Les Saintes-Maries mit nach Hause brachte.
Nach einiger Zeit begann van Gogh, Bekanntschaften zu machen, darunter verschiedener Maler, die vorübergehend in der Gegend lebten. Große Sympathie brachte er Eugène Boch entgegen, den er porträtierte. Auch zu Arleser Mitbürgern entwickelten sich Kontakte, die sich in Porträts niederschlugen. Von besonderer Bedeutung war die Freundschaft mit dem Postmeister Joseph Roulin. Van Gogh malte sämtliche Mitglieder der fünfköpfigen Familie Roulin mehrfach, darunter den Postmeister allein sechsmal.
Nachdem im September seine Wohnung fertig möbliert war, konnte van Gogh daran denken, einen lang gehegten Traum zu verwirklichen: Das Atelier des Südens, in dem Künstler gemeinsam lebten und arbeiteten. Einzig Paul Gauguin erklärte sich jedoch nach langem Zögern bereit zu kommen, nachdem Theo van Gogh ihm die Übernahme der Reisekosten sowie eine monatliche Unterstützung zugesagt hatte. Van Gogh sah dem Eintreffen Gauguins sowohl freudig als auch mit Anspannung entgegen. Um den Kollegen zu beeindrucken und das für ihn gedachte Zimmer auszuschmücken, malte er in kurzer Zeit zahlreiche Bilder, darunter die bekannten Sonnenblumenbilder. Er malte auch deshalb unermüdlich, um Theo, in dessen Schuld er sich zutiefst fühlte, einen Gegenwert für die kontinuierlichen Zahlungen zu bieten. Vor Gauguins Ankunft klagte van Gogh über gesundheitliche Probleme durch Erschöpfung.
Am 23. Oktober traf Paul Gauguin in Arles ein. Schon wenig später war die Beziehung der beiden schwierigen Charaktere von Konflikten belastet. Das Zusammenleben endete genau zwei Monate später mit einem nie völlig geklärten Vorfall, in dessen Verlauf van Gogh sich nach einem Streit mit Gauguin einen großen Teil seines linken Ohres abgeschnitten haben soll, wie Paul Gauguin berichtete. Dieser kommt allerdings auch selbst als Täter in Betracht. Man fand van Gogh am nächsten Morgen, bewusstlos und geschwächt vom Blutverlust. Die Arteria auricularis posterior wurde nach Vincents Brief vom 7./8. Januar 1889 durchtrennt, welches den beträchtlichen Blutverlust zur Folge hatte. Gauguin benachrichtigte Theo und fuhr nach Paris.
Als sein Freund Paul Gauguin ihn in Arles verließ, stürzte van Gogh in eine tiefe seelische Krise.
Der Maler Vincent van Gogh verletzte sich in seinem Haus in Arles am 23. Dezember 1888 unter ungeklärten Umständen am rechten Ohr und überreicht einen Teil des Ohres später einer Prostituierten.
Vincent van Gogh hat in einem Anfall von Zorn oder Wahn sein Rasiermesser genommen und er verfolgte seinen Freund durch die Gassen der kleinen Stadt Arles. Was dann passierte, wissen wir nicht genau. Aber das Ergebnis ist bekannt, er hat sein Ohrläppchen abgeschnitten, nur das Läppchen, nicht das ganze Ohr, und hat es in ein Taschentuch gelegt.“
Bild: Van Goghs Schlafzimmer in Arles (1888)
„Ich steckte mein Herz und meine Seele in meine Arbeit und habe dabei meinen Verstand verloren.“ ― Vincent van Gogh
Nischnij Nowgorod ist die fünftgrößte Stadt Russlands. Sie liegt rund 400 km östlich von Moskau an der Einmündung der Oka in die Wolga und ist die Hauptstadt der Oblast Nischni Nowgorod sowie des Föderationskreises Wolga.
Im Jahr 1817 wurde die Messe von Makarjew, einer der lebhaftesten Handelsmärkte der damaligen Welt, nach Nischni Nowgorod verlagert, was seit dieser Zeit Jahr für Jahr Millionen von Besuchern in die Stadt lockte. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sie sich als die Handelsstadt des Russischen Reiches etabliert. Weitere Wirtschaftszweige begannen sich zu entwickeln, und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Stadt auch eines der wichtigsten Industriezentren des Landes.
Das trostlose Leben des Proletariats in dieser Stadt wird in den Romanen von Maxim Gorki, der in Nischni Nowgorod geboren wurde, realistisch beschrieben. Eine berühmte Redensart, die Nischni Nowgorods Bedeutung als Handelsstadt widerspiegelt, lautet: Moskau ist das Herz Russlands, Petersburg der Kopf und Nischni Nowgorod seine Tasche.
Die für die russische Geschichte bedeutsame Stadt entwickelte sich um 1850 zur Drehscheibe des russischen Handels und während der Zeit der Sowjetunion zu einer bedeutsamen Industrie-Metropole. Nischni Nowgorod ist heute ein wichtiges politisches, wirtschaftliches, wissenschaftliches und kulturelles Zentrum Russlands. Es ist der größte Verkehrsknotenpunkt und Regierungszentrum der Föderationskreises Wolga und eines der Hauptziele des Flusstourismus in Russland. Im Stadtzentrum befinden sich Universitäten, Kirchen, Museen und Theater. Der Kreml ist das wichtigste Zentrum der Stadt. Auf seinem Territorium konzentrieren sich die städtischen Behörden.
Einst war die Metropole vor Fremden verschlossen. Heute lockt sie mit entspanntem Flair, historischer Architektur und vielen Sonnenstunden an den Ufern des größten Stroms Europas. Erhaben ragt der Kreml über den Promenaden am Wolga-Ufer, urtümliche Kirchen stimmen nachdenklich, zauberhafte Holzhäuschen erfreuen die Gemüter, in den Straßen der Altstadt herrscht buntes Treiben – bis 1991 waren diese Kostbarkeiten für Touristen unzugänglich: Wegen der Rüstungsindustrie unterlag ganz Nischni Nowgorod – damals Gorki – der Geheimhaltung.
Der Nischni Nowgoroder Kreml ist das historische Zentrum der Stadt. Der Bau begann 1501 mit dem Iwanowskaja-Turm. 1508 folgten weitere Baumaßnahmen, die 1515 abgeschlossen wurden. Der Komplex umfasst 13 Türme, fünf davon mit Toren und einem quadratischen Grundriss, acht mit runder Form. Die Türme sind zwischen 18 und 30 Meter hoch und durch bis zu fünf Meter dicke, 12 bis 20 Meter lange Mauern verbunden. Auf dem Gelände des Kremls befindet sich die Erzengel-Michael-Kathedrale, errichtet in den Jahren zwischen 1628 und 1631 von Lawrenti Wosoulin und A. Konstantinow.
Eine besondere Stellung genießt das Kunstmuseum mit über 12.000 Exponaten, darunter Werken von bedeutenden russischen Künstlern wie Wiktor Michailowitsch Wasnezow, Karl Pawlowitsch Brjullow, Iwan Iwanowitsch Schischkin, Iwan Nikolajewitsch Kramskoi, Ilja Jefimowitsch Repin, Isaak Iljitsch Lewitan, Ernst Iossifowitsch Neiswestny, Wassili Iwanowitsch Surikow, Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski, und größeren Sammlungen von Boris Michailowitsch Kustodijew und Nicholas Roerich.
Das Museum beherbergt ferner eine große Sammlung westeuropäischer Kunst mit Werken von David Teniers dem Jüngeren, Bernardo Bellotto, Lucas Cranach dem Älteren, Pieter de Grebber, Giuseppe Maria Crespi, einer Vedute von Giovanni Battista Piranesi und vielen mehr.
Das griechische Elefsina ist Kulturhauptstadt Europas 2023. Das griechische Eleusis, das ungarische Veszprem und das rumänische Timișoara bilden das diverse Hauptstadttrio im diesem Jahr.
Mit drei Kulturhauptstädten, die so mancher Kulturfreund nicht sofort auf der Europakarte zuordnen könnte, wird 2023 das Kulturhauptstadtjahr bestritten. Gebildet wird das Trio aus dem westrumänischen Timișoara (Temeswar), dem schmucken Veszprém nahe dem ungarischen Plattensee und die in der Antike für ihre Mysterien berühmte griechische Stadt Eleusis.
Elefsina - auch Eleusis genannt - ist eine Athener Vorstadt. Eleusis mit seinen heute rund 30.000 Einwohnern war immer mit der rund 20 Kilometer östlich liegenden griechischen Hauptstadt verbunden - und stand stets in deren Schatten. Nun ist man bestrebt, sich aus dieser Randlage zu befreien und eigenständig zu werden.
Elefsina ist nicht gerade glamourös und präsentiert sich als Industriestadt. Die Stadt will eher entdeckt werden als offen schön zu sein. Elefsina ist eine Stadt mit zwei Gesichtern: das antike Eleusis mit seinem großen Naturtheater und den Feiern der Mysterien. In der Neuzeit eine heruntergekommene Industriestadt mit dahindümpelnden rostigen Schiffswracks im Hafen.
»Geheimnisse des Übergangs« (»Mysteries of Transition«) lautet das Motto der Athener Vorstadt Elefsina. Kulturdirektor Michail Marmarinos verspricht eine "noch nie dagewesene Variante der Institution Kulturhauptstadt Europas", sie wird am 9. Februar eröffnet.
Schon im Altertum spielte Eleusis nur eine Nebenrolle, bot aber eine Besonderheit: Hier fanden damals die "Mysterien von Eleusis" statt, eine Art Geheimkult, mit dem jährlich die Neugeburt der Natur gefeiert wurde. Diese Riten zogen damals Tausende Athener an. Die letzte Blütezeit erlebte Eleusis im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Als Kornkammer der Region und wegen des Hafens war es eines der wichtigsten Industriezentren Griechenlands. Schiffbau, Zementfabriken, Manufakturen und Lebensmittelindustrie liefen auf Hochtouren.
Dann aber kam der Untergang: Piräus und Athen absorbierten so gut wie alle Wirtschaftszweige. Der Hafen von Eleusis verkam zum Friedhof für Schiffe. Von den Wracks sind noch heute Dutzende vorhanden. Genau das alles will die Stadt nun als Kulturhauptstadt Europas überwinden.
Ein Höhepunkt des Kulturhauptstadtjahres dabei soll die szenische Gestaltung von Brahms' "Deutschem Requiem" Ende September sein, für die Jochen Sandig verantwortlich zeichnet. Michael Hanekes Sohn, der Regisseur David Haneke, wird daraus einen Film konzipieren.
Die Kulturhauptstadt Europas 2023 Elefsina versucht, die unsichtbare Seite von Elefsina zu enthüllen und läutet eine neue Ära für die Stadt und ihre Menschen ein, zeigen sich die Organisatoren motiviert.
Das ungarische Veszprem ist Kulturhauptstadt Europas 2023. Das ungarische Veszprem, das rumänische Timișoara, und das griechische Eleusis bilden das diverse Hauptstadttrio im diesem Jahr.
Mit drei Kulturhauptstädten, die so mancher Kulturfreund nicht sofort auf der Europakarte zuordnen könnte, wird 2023 das Kulturhauptstadtjahr bestritten. Gebildet wird das Trio aus dem westrumänischen Timișoara (Temeswar), dem schmucken Veszprém nahe dem ungarischen Plattensee und die in der Antike für ihre Mysterien berühmte griechische Stadt Eleusis.
Veszprém befindet sich nördlich des Balatons (Plattensee) auf Hügeln und in Tälern, die das Flüsschen Bach Séd umgeben. Die Stadt wurde nach der Überlieferung auf fünf Bergen erbaut.
Veszprem ist wegen seines attraktiven Stadtbilds und der Nähe zum Balaton ein beliebtes Fremdenverkehrszentrum, sowie eine bedeutende Universitätsstadt.
Attraktiv ist die Stadt mit 60.000 Einwohnern allein schon durch ihre Lage. Sie erhebt sich auf fünf Hügeln, dazwischen schlängelt sich das Flüsschen Sed.
Der Stadtkern aus dem 18. und 19. Jahrhundert vermittelt Heimeligkeit. Die Renovierung der imposanten Burg auf einem Berg soll zumindest im Außenbereich bis Anfang 2023 fertig werden. Sehr schön über der Stadt gelegen ist das Burgviertel. Der Sankt-Michael-Dom – im Jahr 1001 als doppeltürmige romanische Basilika errichtet, in den Türkenkriegen zerstört, erst im 18. Jahrhundert teils im Spätbarock wieder aufgebaut.
Bisher konnte sich Veszprém nur mit Musikfestivals - von Klassik über Jazz und Chormusik bis zu Straßenmusik - überregional positionieren. Musik soll auch im Kulturhauptstadtjahr den Ton angeben – ebenso wie Gastronomie und Wein.
Schwung für den Tourismus erhofft sich auch Gyula Porga, Bürgermeister im westungarischen Veszprém. Zur Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres soll es am 21. Januar ein großes Spektakel geben, unter dem Namen "Veszprém - Balaton 2023". "Kulturhauptstadt heißt, kulturelle Antworten auf die Herausforderungen der Zeit zu finden", meinte Porga im Gespräch mit Journalisten. Als Problem nannte er etwa die Abwanderung der Jungen und die schwankende Wertschöpfung des Fremdenverkehrsmagneten Plattensee, die sich auf wenige Sommermonate beschränke. Mit Kultur hingegen könne man sich das ganze Jahr hindurch attraktiv machen.
Der Erfurter Weihnachtsmarkt gehört zu den schönsten Weihnachtsmärkten Deutschlands und ist der größte in Thüringen. Die mittelalterliche Altstadt Erfurts um den Domplatz bietet die ideale Kulisse für eine stimmungsvolle Weihnachtszeit.
Traditionelles Handwerk und Thüringer Spezialitäten sind ebenso zu finden wie eine riesige, kerzengeschmückte Weihnachtstanne mit Krippenhaus und handgeschnitzte, fast lebensgroße Figuren sowie viele Geschäfte nach Schaustellerart. Die gesamte Innenstadt liegt im Lichterglanz, Geschäfte und Kaufhäuser haben Adventsschmuck angelegt. Weihnachtsmelodien erklingen, und der Duft von Glühwein und Pfefferkuchen liegt in der Luft.
Bemerkenswert sind auch die ca. 25 Meter hohe, festlich beleuchtete Weihnachtstanne und die 12 Meter hohe Weihnachtspyramide. Besonders an den Adventswochenenden wird ein reiches Veranstaltungsprogramm geboten.
Der 172. Erfurter Weihnachtsmarkt findet vom 22.11. bis 22.12.2022 auf dem Domplatz statt.
Die Wiener Ringstraße entstand als Zeichen einer neuen Ära: Als 1858 mit dem Abbruch der Stadtmauer begonnen wurde, sahen die Wiener zu, wie aus einer alten Residenzstadt eine Metropole wurde.
In vier Kilometern Länge und 57 Metern Breite führt die Ringstraße rund um die alte Innenstadt Wiens. Prunkbauten wie das Kunsthistorische und das Naturhistorische Museum, das Burgtheater und die Oper, das Parlament und das Rathaus - all das steht an der Ringstraße.
Zwar waren dort auch das Kaiserhaus und die Hocharistokratie vertreten, doch die Mehrzahl der Hausbesitzer zählte zur sogenannten "zweiten" Gesellschaft der Bankiers und Großhändler, der Industriellen, Kaufleute und Gewerbetreibenden. An dieser Straße haben sie gezeigt, wozu sie wirtschaftlich in der Lage waren.
Weimar ist die Stadt der deutschen Klassiker. Das kleine ländliche Residenzstädtchen an der Ilm war das Zentrum der deutschen Literatur. Weimar stellte zur Zeit Goethes den Mittelpunkt des deutschen Geisteslebens dar. Als Wahlheimat von Goethe und Schiller wurde die Stadt zum Zentrum der deutschen Klassik. Die »Deutsche Klassik« wurde durch das berühmte Vierergestirn Goethe, Schiller, Herder und Wieland in Weimar begründet.
Mit Goethe, Schiller, Herder, Wieland und dem Gedankenaustausch Goethes mit Johann Gottlieb Fichte und den Brüdern Humboldt wurde Weimar das geistige Zentrum Deutschlands.
Als herzogliches Kleinterritorium während des Alten Reiches und bis 1918 profitierte dieses Gebiet und insbesondere die Stadt Weimar von der kulturellen Aufgeschlossenheit seiner Herrscher. Anders als andere Fürsten, welche militärische Prioritäten setzten, legten die Herzöge (später als Grossherzöge) von Sachsen-Weimar das Hauptgewicht auf die Kultur. Da sie politisch immer mehr an Bedeutung verloren, hofften sie so kulturell aufzusteigen. Speziell die kunstinteressierten Ernst August Constantin und insbesondere dessen Frau Anna Amalia waren massgebend am kulturellen Aufstieg Weimars beteiligt.
Weimar ist die Stadt, die zu Beginn des 19.Jahrhunderts einen beispiellosen kulturellen Aufstieg erlebte und Dichter und Literaten magnetisch angezogen hat und in der Goethe, Schiller, Herder und Wieland wohnten. Wer als Dichter damals etwas auf sich hielt, der zog nach Weimar. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren nahezu alle literarischen Geistesgrössen in Weimar versammelt. Sie alle waren Weimarer Institutionen. Neben seinen kulturellen Aktivitäten wirkte Goethe auch in hoher politischer Funktion, wo er mithalf die Stadt Weimar zu gestalten. So wurde Weimar auf vielen Gebieten zum Vorreiter in Deutschland.
Wieland war eine Weimarer Institution. Er war der erste Dichter, der in die Stadt gekommen war. 1772 berief ihn die verwitwete Herzogin Anna Amalie von Sachsen-Weimar zur Erziehung ihrer beiden Söhne an den Hof nach Weimar. Der Aufklärer Wieland war sicher kein Freund des Absolutismus, jedoch reizte ihn die Möglichkeit, auf den künftigen Herzog Einfluss nehmen zu können, und er sagte zu.
Auf Einladung der Herzogin Anna Amalia zog Herder im Jahr 1776 nach Weimar, das zur Zeit Goethes den Mittelpunkt des deutschen Geisteslebens darstellte. Dort konnte er auch Freundschaft mit Schiller und Wieland schließen und wurde in diesem Kreise zum Mitbegründer der »Weimarer Klassik«. Auf Einladung der Herzogin Anna Amalia zog Goethe im Jahr 1776 nach Weimar.
Zusammen mit Goethe, Schiller, Wieland, Fichte und den Brüdern Humboldt wurde Weimar das geistige Zentrum Deutschlands und durch diesen erlauchten Personenkreis gelangte die Stadt an der Ilm zu großer kultureller Blüte.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts herrschte in Weimar ein reger literarischer Betrieb. Goethe hatte hier seinen »Tasso und »Wilhelm Meisters Lehrjahre«« geschrieben. Schiller, der 1799 endgültig nach Weimar übergesiedelt war, hatte hier den »Wallenstein« vollendet, »Maria Stuart« und »Die Jungfrau von Orleans« waren entstanden. »«
Goethe leitete das Hoftheater und führte dort Stücke wie »Wallenstein« oder »Der zerbrochene Krug« auf.
Ab November 1802 war Kleist zu Besuch in Weimar. Kleist blieb vier Monate in Weimar.
Franz Liszt fühlte sich von der Aura Weimars magisch angezogen. Der geistig umnachtete Friedrich Nietzsche wurde nach Weimar geholt, damit er sich in die Reihe der Klassiker einfüge.
In Rudolstadt in Südthüringen findet in diesem Jahr das traditionelle Rudolstädter Vogelschießen zum 300. Male auf der Bleichwiese statt. Die Jubliläusmausgabe gilt als das größte Volksfest in Thüringen und Rummelveranstaltung. Hauptbestandteil des Festes ist das Armbrust-Schießen auf einen hölzernen Vogel.
Das traditionelle Rudolstädter Vogelschießen erlebt in diesem Jahr seine 300. Auflage. Im Jahr 1722 wurde zum ersten Mal auf den hölzernen Vogel geschossen.
Der Startschuss für das erste Rudolstädter Vogelschießen fiel am 28. August 1722, zu dem die Besucher von Schützen, Gauklern und Musikanten unterhalten wurden. Das "fahrende Volk" gesellte sich in späteren Jahren hinzu. Damals wurden den Gästen auch lukullische Genüsse, Bälle und Feuerwerk geboten.
Das traditionelle Rudolstädter Vogelschießen ist offensichtlich der Grund dafür, dass Rudolstadt heute ein Theater besitzt. Im Jahr 1792 ordnete Fürst Friedrich Karl von Schwarzburg-Rudolstadt die Errichtung eines Komödienhauses an, das den Bürgern für die Zeit des beliebten Volksfestes Bildung und Kultur vermitteln sollte und 1793 eröffnet wurde.
Selbst Johann Wolfgang von Goethe gastierte mit seiner Schauspieltruppe aus Weimar, die damals die allererste Adresse in Deutschland war, in Rudolstadt. Er übernahm im Jahr 1794 sowie von 1796 bis 1803 sogar die Intendanz des Rudolstädter Theaters und zeigte dem Publikum das Neueste und Aufregendste, was Theater zu seiner Zeit zu bieten hatte.
Dazu gehörten seine eigenen Werke, aber vor allem die neuen Dramen Schillers.
Es war in Rudolstadt, wo sich Friedrich Schiller und Goethe am 7. September 1788 das erste Mal persönlich begegneten.
Der Dichterfürst liebte es, mit einem Mädchen aus dem Volke in der einen und mit einer Bratwurst in der anderen Hand über den Festplatz zu lustwandeln.
Sein Dichterkollege Friedrich Schiller gehörte der Rudolstädter Schützengilde an und stellte 1788 fest:
"Das Vogelschießen ist die einzige gesellschaftliche Anstalt im Jahr für den Hof und seine Stadtleute."
Austragungsort des Vogelschießens war bis 1952 der Oberanger, direkt neben dem Theater.
Seit 1953 entwickelte es sich auf der Bleichwiese zu einem der beliebtesten Volksfeste in der ehemaligen DDR.
Nach der Grenzöffnung hat sich die Popularität auch in den alten Bundesländern herumgesprochen.
Seit der Platzvergrößerung im Jahr 1996 lockt eine ausgewogene Mischung aus nostalgischen und modernen Schaustellerbetrieben sowie attraktiven Neuheiten jährlich über eine halbe Million Besucher auf die Bleichwiese.
Zwei unterschiedlich geprägte Festzelte mit abwechslungsreichen Programmen und Live-Musik sorgen für stimmungsvolle Unterhaltung. Die Rudolstädter Schützenvereine beleben alte Traditionen, zu denen ein Festumzug und das traditionelle Armbrustschießen auf den Holzvogel am letzten Sonntag gehören. Unser Volksfest hat ein unverwechselbares Profil bekommen. Wie im Theater wird alles wohldurchdacht in Szene gesetzt. Hier erleben die Besucher kein beliebiges Fest mit Schaustellern als schmückendes Beiwerk, sondern ein traditionelles Volksfest mit besonderer Prägung.
Das Jubiläumsfest des Rudolstädter Vogelschießens beginnt am Freitag, dem 19. August, und endet am Sonntag, dem 28. August.
Das Internationale Filmfestival von Locarno findet seit 1946 jedes Jahr im August in der Stadt Locarno, im Kanton Tessin in der Schweiz statt. Im Laufe seiner 75-jährigen Geschichte hat sich das Festival del film Locarno eine zentrale Stellung im Panorama der grossen Filmfestivals erobert. In diesem Jahr findet die 75. Auflage des Filmfestivals von Locarno vom 2. bis 12. August 2022 statt.
Das Filmfestival in der Stadt im Tessin gehört zu den ältestender Welt. Das Filmfestival am Lago Maggiore gehört nach den Filmfestspielen von Venedig und dem Moskauer Filmfestival, die beide bereits in den 1930er Jahren gegründet wurden, und neben den Filmfestspielen von Cannes und dem Filmfestival Karlovy Vary, welche beide 1946 gegründet wurden - zu den ältesten Filmfestspielen der Welt.
Das Filmfestival an der Piazza Grande ist ein beliebter Treffpunkt der Liebhaber des Autorenkinos.
Das Festival hatte recht bescheiden begonnen: Gegründet von Regisseuren wie Charlie Chaplin und Sergej Eisenstein, lockten die Aufführungen in den ersten Jahren einige Hundert Zuschauer in den mediterranen Garten des Grand Hotels von Locarno. Von Anfang an waren die Freiluft-Projektionen unterm Sternenzelt der Clou - sie sind es noch heute. Inzwischen kommen allabendlich etwa 8.000 Zuschauer auf die Piazza Grande des malerischen Ortes.
Seit den 1960er Jahren hat sich das Festival vor allem als Sprungbrett für junge Autoren und Regisseure etabliert. Heute weltberühmte Filmemacher wie Woody Allen aus den USA, der Pole Krzysztof Zanussi, der Russe Andrei Tarkowski, der Kanadier Atom Egoyan oder der Italiener Daniele Luchetti haben ihre internationalen Karrieren mit Auszeichnungen in Locarno begonnen.
Innerhalb von elf Tagen werden hunderte Filme in diversen Reihen, Retrospektiven und im Wettbewerb um den Goldenen Leoparden gezeigt. Etliche Filmvorführungen finden als Freiluftveranstaltung auf der Piazza Grande in der Altstadt Locarnos auf einer Grossleinwand (26 × 14 m) statt.
Das Filmfestival von Locarno hat eine lange Tradition im Autorenfilm. Dies sind jene Filme, in denen der Regisseur sämtliche künstlerischen Aspekte des Films wie Drehbuch oder Schnitt wesentlich bestimmt und als (alleiniger) Autor des Filmwerks angesehen wird. Zum 70. Jubiläum kommt Kinoprominenz aus aller Welt in den idyllischen Ort am Schweizer Ufer des Lago Maggiore.
Am Ende des Filmfestivals in der Stadt im Tessin wird als Höhepunkt der »Goldene Leopard« und der Publikumspreis auf der Piazza Grande verliehen.
Das Bardentreffen ist ein jährlich im Sommer stattfindendes, dreitägiges Open-Air-Musikfestival in Nürnberg. Es beginnt am ersten Freitag der bayerischen Sommerferien.
Über 200.000 Besucherinnen und Besucher jeden Alters strömen jährlich, zu Beginn der Bayerischen Schulferien Ende Juli, Anfang August zu den malerischen Plätzen und in die historischen Innenhöfe der Altstadt, um, bei freiem Eintritt, Liedersänger und Gruppen aus der ganzen Welt zu erleben. Das Bardentreffen ist Nürnbergs Open-Air-Höhepunkt und als Festival der Weltmusik d e r Klassiker.
Das Bardentreffen in Nürnberg ist vielleicht eines der charmantesten Musikfestivals überhaupt. Es findet einmal jährlich in der Altstadt Nürnbergs auf verschiedenen Freilichtbühnen statt. Beim Bardentreffen werden an den zahlreichen Veranstaltungsorten Künstler aus 20 verschiedenen Ländern spielen.
Mit Thomas Gottschalk als Moderator und Sängern wie Heinz Rudolf Kunze, Klaus Lage und Thommie Bayer als Debütanten, entstand des Bardentreffen 1976 als Liedermacher-Wettbewerb zum 400. Todestag des Nürnberger Schuster und Poeten Hans Sachs, der als Bühnenfigur in Richard Wagners „Meistersinger“-Oper bis heute fortlebt.
Mittlerweile ist es die „kulturelle Magnetveranstaltung“ (Die Zeit). Das musikalisch-inhaltliche Konzept steht auf den drei Säulen „Traditionen“, „Trends“ und „Experimente“, der Songwriter hat ebenso seinen Platz wie traditionelle Volksmusiken und deren zeitgemäße Weiterentwicklungen und Experimente.
Das alte Dorf Vézelay mit historischer Vergangenheit im Burgund schmiegt sich sanft um einen Hügel, auf dessen Kuppe die Kirche liegt. Vezelay ist ein Zentrum des Christentums seit dem Mittelalter und ist auch ein Sammelpunkt der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela.
Das Dorf befand sich ursprünglich in der Nähe einer Benediktinerabtei, die angeblich die Überreste von Maria Magdalena enthielt. 873 wurde die Abtei von Normannen geplündert, die die Seine, die Yonne und die Cure hinauffuhren. Die Abtei wurde dann auf einen Hügel verlegt, und Benediktinermönche ersetzten die Nonnen. Die Stadt litt während der Revolution, und die Abtei wurde 1796 als Nationalschatz verkauft. Später rettete der Architekt Viollet-le-Duc sie im 19. Jahrhundert vor dem Untergang und der Vergessenheit und erlangte ihre frühere Pracht und Pracht zurück.
Die Basilika Sainte-Madeleine und das Dorf sind als Weltkulturerbe von der UNESCO klassifiziert. Vézelay ist Teil der "schönsten Dörfer Frankreichs". Das Städtchen darf sich "un des plus beaux villages de France" nennen - eines der schönsten Dörfer Frankreichs.
Die über tausendjährige Geschichte des Ortes begann im Jahr 858/859 mit der Gründung einer Benediktinerabtei durch Gerhard (Girard) II., Graf von Vienne, in einer Tallage unterhalb des heutigen Ortes (heute Saint-Père sous Vézelay). Das Kloster, zu Anfang ein Frauenkloster, wurde gemäß der Gründungsurkunde zu Ehren Christi und der Jungfrau Maria errichtet, als Schutzheilige kamen bereits in früher Zeit auch die Apostel Petrus und Paulus hinzu. Ausgestattet mit königlichen und päpstlichen Privilegien und von Papst Nikolaus I. mit Reliquien der Heiligen Pontianus und Andeolus beschenkt, wurde es in den folgenden Jahren in ein Männerkloster umgewandelt.