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Samstag, 20. Juni 2026

St. Petersburg - Residenz des Zaren








St. Petersburg

St. Petersburg war Residenz der Zaren und trägt voller Stolz wieder den historischen Namen ihres herrschaftlichen Gründers: Zar Peter der Große.

Die prächtige Stadt an der Newa versprüht den imperialen Glanz des Zarenreiches. Die historische Innenstadt mit 2.300 Palästen, Prunkbauten und Schlössern ist seit 1991 als Weltkulturerbe der UNESCO. In dieser Vielfalt ist St. Petersburg weltweit nur noch mit der Lagunenstadt Venedig vergleichbar. »Venedig des Nordens« wird die Stadt daher auch genannt.

St. Petersburg

Die Stadt geht auf die Gründung des Zaren Peter des Großen zurück, der sein Land dem Westen öffnen wollte. Der geltungssüchtige Zar wollte hier ein Fenster zum Westen öffnen. Die Peter-Paul-Festung ist der Geburtsort der Stadt. Peter der Große und seine Nachfolger wollten mit St. Petersburg unbedingt die schönste Stadt des Landes schaffen.


Die Stadt des Zaren

Samstag, 28. Juni 2025

Theaterstücke des Anton Tschechow

Porträt von Anton Pawlowitsch Tschechow im schwarzen Anzug sitzend auf den grünen Sessel

Anton Tschechow (1860 – 1904) gilt als ein bedeutender russischer Schriftsteller und Dramatiker. Anton Tschechow wurde mit seinen Stücken, darunter »Die Möwe«, »Drei Schwestern«, »Der Kirschgarten«, zu einem der berühmtesten und bis heute meistgespielten Autoren der Theatergeschichte. Mit seinen humorvollen Kurzgeschichten bringt er die Leser heute noch zum Lachen.

Tschechow schrieb zeitlose Stücke über die russische Gesellschaft, das Leben und die Menschen in der Provinz, die ihn nicht nur zu einem berühmten Schriftsteller, sondern auch zu einem der berühmtesten und bis heute meistgespielten Autoren der Theatergeschichte gemacht haben. Seine zeitlosen Werke sind ein Spiegel der Gesellschaft.


Der russische Schriftsteller Anton Tschechow wurde mit seinen Stücken zu einem der berühmtesten und bis heute meistgespielten Autoren der Theatergeschichte. Als Bühnenautor feiert Tschechow mit seinen Theaterstücken bis heute große Erfolge auf dne Theaterbühnen dieser Welt.

Seine seriösen Erzählungen animieren zum Nachdenken über die Rolle des Menschen in dieser Welt. Tschechows Dramen wie »Der Kirschgarten«, »Onkel Wanja«, »Drei Schwestern« und »Die Möwe« zählen zu den meistgespielten Theaterstücken weltweit. Sie werden noch heute auf den Bühnen dieser Welt landauf landab gespielt.


Lebenslustig und witzig, hatte Anton Tschechow einen scharfen Sinn für Humor und konnte große Gesellschaften mühelos unterhalten. Gleichzeitig war er einsam und ernst. Er glaubte, dass nur jemand, der viel und hart arbeitet und so für das Wohl anderer sorgt, ein anständiger Mensch sein kann.

Tschechow hat stets einen Blick für gesellschaftliche Veränderungen, die sich in seinen Werken bereits abzeichnen, bevor sie später Realität wurden.

Auf der Bühne schafft Tschechow eine sehr emotionale spannende Stimmung, die eine kommende Veränderung vorahnen lässt. Es gibt nicht viel Action. Die Spannung wird hauptsächlich durch Dialoge und Emotionen der Charaktere erzeugt.



»Drei Schwestern« ist ein ein typisches Drama von Tschechow. Der Traum vom Leben in Moskau ist ausgeträumt. Irina nimmt sich vor zu arbeiten. Es ist die letzte Hoffnung in ihrem Leben. Die drei Schwestern leben das Bild vor, dass man sich in späteren Zeiten an die Leute erinnern wird, die gelebt haben. Die Melancholie bleibt. Maschas Frage nach dem Sinn im Leben findet keine Erwiderung.

Die drei Schwestern Olga, Mascha, Irina so unterschiedlich Tschechow sie auch zeichnet, so tragen sie alle jene Melancholie in sich, die seine Bühnenfiguren prägen.

Auf der Bühne schafft Tschechow eine sehr emotionale spannende Stimmung, die eine kommende Veränderung vorahnen lässt. Es gibt nicht viel Action. Die Spannung wird hauptsächlich durch Dialoge und Emotionen der Charaktere erzeugt.

Eine Karikatur auf die Langeweile und die Schicht, die sich diese leisten kann,

Literatur:

Der Kirschgarten
Der Kirschgarten
von Anton Tschechow

Der Kirschgarten
Der Kirschgarten
von Anton Tschechow

Drei Schwestern
Drei Schwestern
von Anton Tschechow

Drei Schwestern
Drei Schwestern
von Anton Tschechow

Samstag, 12. Oktober 2024

»Oblomow« von Iwan Gontscharow

Iwan Gontscharow

Der im Jahr 1859 erschienene Roman »Oblomow« von Iwan Gontscharow (1812–1891) ist zum Inbegriff des Lasters geworden. Mit der Figur des lebensuntüchtigen und lasterhaften Oblomow, der lieber seine Tagträume pflegt, als Ordnung in seinem Leben zu schaffen, hat Gontscharow eine Figur auf dem Weg zum Übergang in die literarische Moderne geschaffen.

Der russische Seelenroman über das Scheitern erzählt die tragische Tiefe von Schicksal des Iilja Iljitsch Oblomow. Iwan Gontscharow beschreibt den Typus des überflüssigen Menschen - begabt und gebildet, aber weltfern und vor allem wirkungslos, der seine Zeit vorwiegend in liegender Haltung, in Schlafrock und Pantoffeln verbringt.

Den Dienst als Beamter hat er quittiert. So denkt er überflüssige Gedanken, schmiedet er Pläne, die von vornherein zum Scheitern veurteilt sind, er isst und trinkt und schläft. Und er "singt" auf diese Weise ein Lob der Faulheit. Kurz, er leidet an Oblomowerei, einer "Krankheit", die er sozusagen erfunden und durchlebt hat. Und die zu allen Zeiten immer wieder ansteckend gewirkt hat.

Aus seiner Lethargie, kann ihn nichts und niemand reißen, seine Faulheit ist sprichwörtlich. Auch sein "Gegenspieler" und Freund, der deutsche Halbrusse Andrej Iwanowitsch Stolz aber nicht. Stolz ist ein Muster an Tatkraft, ist ein "lebendiger Mensch", und das ganze Gegenteil von Oblomow.

Mit dieser brillanten Vorstellung des Iilja Iljitsch Oblomow hat Iwan Gontscharow seinen "Unhelden", denn Heldenhaftes hatte dieser Gutsbesitzer, dieser Tagträumer und unnütze Mensch beileibe nicht, zugleich charakterisiert.

Und weil dieser Oblomow nicht nur eine private Person ist, sondern auch ein Vertreter der zaristischen Gesellschaft seiner Zeit, ist der Roman von Iwan Gontscharow, 1859 erschienen, auch ein Spiegelbild dieser Gesellschaft.

Der Roman ist Teil einer Trilogie, denn die drei im Abstand von jeweils einem Jahrzehnt erschienenen Romane Gontscharows »Eine alltägliche Geschichte« 1847, »Oblomow« (1859) und »Die Schlucht« 1869 bilden eine thematische Einheit.

Weblink:

Oblomow
Oblomow
von Iwan Gontscharow

Freitag, 21. Juni 2024

St. Petersburg - die Stadt Zar Peters des Großen








St. Petersburg

St. Petersburg liegt im Nordwesten Russlands am Ostende des Finnischen Meerbusens - dort, wo die Newa in den Finnischen Meerbusen mündet. Es ist die nördlichste Millionenstadt der Welt. Die Stadt St. Petersburg trägt voller Stolz wieder den historischen Namen ihres herrschaftlichen Gründers: Zar Peter der Große.

Die prächtige Stadt an der Newa versprüht den imperialen Glanz des Zarenreiches. Die historische Innenstadt mit 2.300 Palästen, Prunkbauten und Schlössern ist seit 1991 als Weltkulturerbe der UNESCO. In dieser Vielfalt ist St. Petersburg weltweit nur noch mit der Lagunenstadt Venedig vergleichbar. »Venedig des Nordens« wird die Stadt daher auch genannt.

St. Petersburg

Die Stadt geht auf die Gründung des Zaren Peter des Großen zurück, der sein Land dem Westen öffnen wollte. Der geltungssüchtige Zar wollte hier ein Fenster zum Westen öffnen. Die Peter-Paul-Festung ist der Geburtsort der Stadt. Peter der Große und seine Nachfolger wollten mit St. Petersburg unbedingt die schönste Stadt des Landes schaffen.


St. Petersburg ist am Wasser gebaut und das Wasser ist ihr eigentliches Element. Die Metropole auf dem Wasser entfaltet vor allem im Sommer ihre Schönheit. In der Zeit der Sommersonnenwende umhüllt weißes Licht St. Petersburg. Dann lohnt sich ein Besuch des Newa-Ufers, wo im Sommer allnächtlich zwischen 2 und 5 Uhr die Brücken hochgeklappt werden, um den Schiffsverkehr passieren zu lassen – während den Weissen Nächten ein beliebtes Spektakel, das sich Touristen nicht entgehen lassen sollten.

Sankt Petersburg ist eine Stadt reich an Kultur, in der Kunstsammlungen, Theater, Literatur, Ballett und Musik Weltgeltung besitzen. Die Stadt weist nach eigenen Angaben 221 Museen auf. Darüber hinaus gibt es 45 Galerien und Ausstellungshallen sowie 80 Kulturhäuser.

Die Eremitage am Ufer der Newa gelegen, ist mit drei bis vier Millionen Besuchern im Jahr der bestbesuchte und wohl international wichtigste Ausstellungskomplex. Sie gehört zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Sie beherbergt eine immens große Sammlung der europäischen bildenden Kunst bis 1917 sowie die weltweit größte Juwelensammlung. Das Museum nimmt fünf Bauten in Anspruch mit einer Gesamtausstellungsfläche von 57.475 m² und einer Lagerfläche von 45.000 m². Der Winterpalast, in dem sich ein Großteil der Sammlung befindet, ist dabei eine eigene Sehenswürdigkeit.

Dreißig südlich von Sankt Petersburg liegt der Peterhof, die Sommerresidenz des Zaren, in einem weitläufigem Park gelegen.

Sankt Petersburg war einer der Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Hierzu wurde in der Stadt das neue Krestowski-Stadion errichtet, das ebenfalls für den FIFA-Konföderationen-Pokal 2017 genutzt wurde.

Literatur:

St. Petersburg MM-City: Reisehandbuch mit vielen praktischen Tipps
St. Petersburg MM-City: Reisehandbuch mit vielen praktischen Tipps
von Marcus X. Schmid

Vis a Vis Reiseführer Sankt Petersburg
Vis a Vis Reiseführer Sankt Petersburg
von Christopher Rice, Melanie Rice und Demetrio Carrasco

St. Petersburg
St. Petersburg
von Otto Luthardt (Autor) und Max Galli (Fotograf)



Samstag, 24. Juni 2023

Nischnij Nowgorod - die geheime Stadt an der Wolga


Nischnij Nowgorod ist die fünftgrößte Stadt Russlands. Sie liegt rund 400 km östlich von Moskau an der Einmündung der Oka in die Wolga und ist die Hauptstadt der Oblast Nischni Nowgorod sowie des Föderationskreises Wolga.

Im Jahr 1817 wurde die Messe von Makarjew, einer der lebhaftesten Handelsmärkte der damaligen Welt, nach Nischni Nowgorod verlagert, was seit dieser Zeit Jahr für Jahr Millionen von Besuchern in die Stadt lockte. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sie sich als die Handelsstadt des Russischen Reiches etabliert. Weitere Wirtschaftszweige begannen sich zu entwickeln, und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Stadt auch eines der wichtigsten Industriezentren des Landes.

Das trostlose Leben des Proletariats in dieser Stadt wird in den Romanen von Maxim Gorki, der in Nischni Nowgorod geboren wurde, realistisch beschrieben. Eine berühmte Redensart, die Nischni Nowgorods Bedeutung als Handelsstadt widerspiegelt, lautet: Moskau ist das Herz Russlands, Petersburg der Kopf und Nischni Nowgorod seine Tasche.


Die für die russische Geschichte bedeutsame Stadt entwickelte sich um 1850 zur Drehscheibe des russischen Handels und während der Zeit der Sowjetunion zu einer bedeutsamen Industrie-Metropole. Nischni Nowgorod ist heute ein wichtiges politisches, wirtschaftliches, wissenschaftliches und kulturelles Zentrum Russlands. Es ist der größte Verkehrsknotenpunkt und Regierungszentrum der Föderationskreises Wolga und eines der Hauptziele des Flusstourismus in Russland. Im Stadtzentrum befinden sich Universitäten, Kirchen, Museen und Theater. Der Kreml ist das wichtigste Zentrum der Stadt. Auf seinem Territorium konzentrieren sich die städtischen Behörden.

Einst war die Metropole vor Fremden verschlossen. Heute lockt sie mit entspanntem Flair, historischer Architektur und vielen Sonnenstunden an den Ufern des größten Stroms Europas. Erhaben ragt der Kreml über den Promenaden am Wolga-Ufer, urtümliche Kirchen stimmen nachdenklich, zauberhafte Holzhäuschen erfreuen die Gemüter, in den Straßen der Altstadt herrscht buntes Treiben – bis 1991 waren diese Kostbarkeiten für Touristen unzugänglich: Wegen der Rüstungsindustrie unterlag ganz Nischni Nowgorod – damals Gorki – der Geheimhaltung.


Der Nischni Nowgoroder Kreml ist das historische Zentrum der Stadt. Der Bau begann 1501 mit dem Iwanowskaja-Turm. 1508 folgten weitere Baumaßnahmen, die 1515 abgeschlossen wurden. Der Komplex umfasst 13 Türme, fünf davon mit Toren und einem quadratischen Grundriss, acht mit runder Form. Die Türme sind zwischen 18 und 30 Meter hoch und durch bis zu fünf Meter dicke, 12 bis 20 Meter lange Mauern verbunden. Auf dem Gelände des Kremls befindet sich die Erzengel-Michael-Kathedrale, errichtet in den Jahren zwischen 1628 und 1631 von Lawrenti Wosoulin und A. Konstantinow.

Eine besondere Stellung genießt das Kunstmuseum mit über 12.000 Exponaten, darunter Werken von bedeutenden russischen Künstlern wie Wiktor Michailowitsch Wasnezow, Karl Pawlowitsch Brjullow, Iwan Iwanowitsch Schischkin, Iwan Nikolajewitsch Kramskoi, Ilja Jefimowitsch Repin, Isaak Iljitsch Lewitan, Ernst Iossifowitsch Neiswestny, Wassili Iwanowitsch Surikow, Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski, und größeren Sammlungen von Boris Michailowitsch Kustodijew und Nicholas Roerich.

Das Museum beherbergt ferner eine große Sammlung westeuropäischer Kunst mit Werken von David Teniers dem Jüngeren, Bernardo Bellotto, Lucas Cranach dem Älteren, Pieter de Grebber, Giuseppe Maria Crespi, einer Vedute von Giovanni Battista Piranesi und vielen mehr.

Weliki Nowgorod – Wiege der russischen Staatlichkeit (K)


Weliki Nowgorod kommt ein bedeutender Beitrag zur Bildung und Erhaltung der russischen Staatlichkeit zu.

Im Jahre 862 bildeten die Häuptlinge der slawischen und finno-ugrischen Völker, die im weiten Gebiet des Ilmensees siedelten, einen Staat. Zur Erfüllung der Gerichts- und Rechtsschutzaufgaben wurde dorthin ein skandinavischer Fürst eingeladen, der als Begründer der Rjurikiden-Dynastie gilt. Das Nowgoroder Land wurde von dieser Dynastie über 700 Jahre regiert.

Die Ereignisse, die mit der sogenannten „Berufung der Waräger” und der Bildung der Staatsgrenzen der Rus verbunden sind, gelten als Entstehungszeit des russischen Staates.

Zur Erinnerung an die Regierungszeit von Rjurik wurde aus der Initiative vom Kaiser Alexander II. im Jahre 1862 im Zentrum des Nowgoroder Kremls ein großartiges Denkmal errichtet: „Tausend Jahre Russland“. Auch heute schmückt es das Zentrum der alten Stadt und bestätigt eine alte Redewendung: „Nowgorod – der Vater, Kiew – die Mutter, und Moskau – das Herz der russischen Städte“.

Weblink:

Weliki Nowgorod - Wiege Russlands - Visitnovgorod.de


Samstag, 1. April 2023

Sergej Rachmaninow 150. Geburtstag


Sergej Rachmaninow wurde vor 150 Jahren am 1. April 1873. auf dem Landgut Semjonowo bei Staraja Russa im Gouvernement Nowgorod geboren. Sergej Rachmaninow war ein russischer Pianist, Komponist und Dirigent in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sergej Rachmaninow ist einer der größten Pianisten seiner Zeit und einer der "letzten Romantiker" der Musikgeschichte.

Rachmaninow stammt aus wohlhabenden Verhältnissen, wurde 1873 auf einem der Landgüter der Familie nahe Nowgorod geboren. Doch sein Vater war ein Taugenichts, der die Besitztümer nach und nach durchbrachte. Schließlich zogen die Rachmaninows nach St. Petersburg, weil sie auch das letzte Gut verkaufen mussten.

Die Ehe der Eltern zerbrach und das musikalisch begabte, aber völlig verängstigte Trennungskind Sergej scheiterte am Petersburger Konservatorium. Doch der Pianist Alexander Siloti, ein Neffe der Mutter und Schüler des großen Franz Liszt, glaubte an den jungen Musiker und ebnete ihm den Weg nach Moskau. Am dortigen Konservatorium arbeitete Rachmaninow wie ein Besessener und entwickelte seinen flammenden, kraftvollen Klavierstil.

Zahlreiche Lieder und eine Oper entstanden, auch die erste von insgesamt vier Sinfonien. Zu ihrer Uraufführung kehrte er in die damalige Hauptstadt St. Petersburg zurück. Diese geriet jedoch zum Fiasko, weil der Dirigent Alexander Glasunow angeblich betrunken zur Premiere erschien. Die Kritiker verrissen Rachmaninows Werk und der 24-Jährige fiel danach in eine tiefe Depression.

Seine 1. Sinfonie in d-Moll, uraufgeführt am 15. März 1897 in Sankt Petersburg unter der Leitung von Alexander Glasunow, fiel bei Kritikern und Publikum durch. Das Werk stieß beim Publikum auf Ablehnung und stürzte den 23-jährigen Komponisten in eiene tiefe Schafffenskrise.

Im Jahre 1904 wurde Rachmaninow Dirigent am Bolschoi-Theater. Zwei Jahre sollte diese Tätigkeit dauern.

Ab 1906 und in den zwei Folgejahren verbrachte die Familie Rachmaninow die Wintermonate in Dresden. Rachmaninow würdigte das musikalische Kapital der Stadt wie der Region überhaupt, die Arbeit an neuen Kompositionen verband er mit Besuchen der Semperoper und des Leipziger Gewandhauses.

In Dresden entstanden die 2. Sinfonie op. 27, die 1. Klaviersonate op. 28 und die sinfonische Dichtung Die Toteninsel op. 29.

Im Winter 1917 wollte Sergej Rachmaninow nur noch raus aus Russland. Die Wirren der bolschewistischen Oktoberrevolution schüchtern den Komponisten dermaßen ein, dass er eine Konzerteinladung nach Stockholm nutzt, um mit seiner Familie für immer zu emigrieren.

Mit der Bahn und dem Schlitten gelangen sie nach Schweden, später mit dem Ozeandampfer in die USA - zusammen mit Hunderttausenden anderen russischen Flüchtlingen. Doch auch aus der Ferne bleibt der Musiker seiner Heimat, ihren Melodien und ihrem latenten Hang zur Melancholie stets treu.

Sergej Rachmaninow starb vor 80 Jahren am 28. März 1943 in Beverly Hills, Kalifornien.

Dienstag, 28. März 2023

Sergej Rachmaninow 80. Todestag


Sergej Rachmaninow starb vor 80 Jahren am 28. März 1943 in Beverly Hills, Kalifornien. Im Rachmaninow-Gedenkjahr wird der 80. Todestag und der 150. Geburtstag gefeiert. Sergej Rachmaninow war ein russischer Pianist, Komponist und Dirigent in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sergej Rachmaninow ist einer der größten Pianisten seiner Zeit und einer der "letzten Romantiker" der Musikgeschichte.

Rachmaninow stammt aus wohlhabenden Verhältnissen, wird 1873 auf einem der Landgüter der Familie nahe Nowgorod geboren. Doch sein Vater war ein Taugenichts, der die Besitztümer nach und nach durchbrachte. Schließlich zogen die Rachmaninows nach St. Petersburg, weil sie auch das letzte Gut verkaufen müssen.

Die Ehe der Eltern zerbrach und das musikalisch begabte, aber völlig verängstigte Trennungskind Sergej scheiterte am Petersburger Konservatorium. Doch der Pianist Alexander Siloti, ein Neffe der Mutter und Schüler des großen Franz Liszt, glaubte an den jungen Musiker und ebnete ihm den Weg nach Moskau. Am dortigen Konservatorium arbeitete Rachmaninow wie ein Besessener und entwickelt seinen flammenden, kraftvollen Klavierstil.

Zahlreiche Lieder und eine Oper entstanden, auch die erste von insgesamt vier Sinfonien. Zu ihrer Uraufführung kehrte er in die damalige Hauptstadt St. Petersburg zurück. Diese geriet jedoch zum Fiasko, weil der Dirigent Alexander Glasunow angeblich betrunken zur Premiere erschien. Die Kritiker verrissen Rachmaninows Werk und der 24-Jährige fiel in eine tiefe Depression.

Seine 1. Sinfonie in d-Moll, uraufgeführt am 15. März 1897 in Sankt Petersburg unter der Leitung von Alexander Glasunow, fiel bei Kritikern und Publikum durch. Das Werk stieß beim Publikum auf Ablehnung und stürzte den 23-jährigen Komponisten in eiene tiefe Schafffenskrise.

Im Jahre 1904 wurde Rachmaninow Dirigent am Bolschoi-Theater. Zwei Jahre sollte diese Tätigkeit dauern.

Ab 1906 und in den zwei Folgejahren verbrachte die Familie Rachmaninow die Wintermonate in Dresden. Rachmaninow würdigte das musikalische Kapital der Stadt wie der Region überhaupt, die Arbeit an neuen Kompositionen verband er mit Besuchen der Semperoper und des Leipziger Gewandhauses.

In Dresden entstanden die 2. Sinfonie op. 27, die 1. Klaviersonate op. 28 und die sinfonische Dichtung Die Toteninsel op. 29.

Im Winter 1917 wollte Sergej Rachmaninow nur noch raus aus Russland. Die Wirren der bolschewistischen Oktoberrevolution schüchtern den Komponisten dermaßen ein, dass er eine Konzerteinladung nach Stockholm nutzt, um mit seiner Familie für immer zu emigrieren.

Mit der Bahn und dem Schlitten gelangen sie nach Schweden, später mit dem Ozeandampfer in die USA - zusammen mit Hunderttausenden anderen russischen Flüchtlingen. Doch auch aus der Ferne bleibt der Musiker seiner Heimat, ihren Melodien und ihrem latenten Hang zur Melancholie stets treu.

Sergej Rachmaninow wurde vor 150 Jahren am 1. April 1873. auf dem Landgut Semjonowo bei Staraja Russa im Gouvernement Nowgorod geboren.

Samstag, 4. Februar 2023

»Mutter-Heimat-Statue« Mamajew-Hügel


Die »Mutter-Heimat-Statue« (»Skulptura Rodina-mat«) auf dem Mamajew-Hügel im südrussischen Wolgograd (bis 1961 Stalingrad) ist eine Kolossalstatue, die von der Sowjetunion zum Gedenken an den Sieg der sowjetischen Streitkräfte im »Großen Vaterländischen Krieg« errichtet wurde.

Der russische Name der Statue lautet »Rodina-mat sowjot!«, (deutsch: »Mutter-Heimat ruft!« oder auch: »Das Mutterland ruft!«).

Sie wurde 1967 nach einem Entwurf des Bildhauers Jewgeni Wutschetitsch errichtet und erinnert an die Schlacht von Stalingrad. Realisiert wurde der Bau durch Nikolai Nikitin. Die Statue hat eine Gesamthöhe von 85 Metern, gemessen von der Fußsohle bis zur Schwertspitze. Das Schwert allein misst 33 Meter und wiegt 14 Tonnen. Die Figur misst 52 Meter. Das Fundament für die Statue bildet ein 16 Meter hoher Betonsockel; von diesem sind nur ca. 2 Meter sichtbar, während sich der Großteil unterhalb der Erdoberfläche befindet.

Die Statue besteht aus Betonblöcken. Das Gesamtgewicht ohne den Sockel beträgt 7.900 Tonnen, davon ca. 5.500 Tonnen Beton und 2.400 Tonnen Metall.

Die neoklassizistische Gestaltung der Monumental-Statue orientiert sich deutlich an der Allegorie Frankreichs in dem berühmten Relief »Der Auszug der Freiwilligen im Jahr 1792«, die der französische Bildhauer François Rude im Jahr 1833 im Auftrag von König Louis-Philippe I. für den »Arc de Triomphe de l’Étoile« in Paris geschaffen hatte.

Weblinks:

Wolgograd - Wikipedia.org

Schlacht von Stalingrad - Wikipedia.org


Sonntag, 13. Februar 2022

Karl Schranz - oder wie die Winterspiele 2014 nach Sotschi kamen


Die Austragung der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 geht auf eine Freundschaft zurück, welche 2001 in St. Anton geschlossen wurde.

Als Mitglied des Ski-Club Arlberg trug Karl Schranz maßgeblich dazu bei, dass die Alpinen Skiweltmeisterschaften 2001 in St. Anton am Arlberg stattfanden.

Seit er 2001 am Arlberg den russischen Präsidenten Wladimir Putin kennengelernt hatte, entwickelte er sich zu einem der engsten und einflussreichsten Berater Putins für die Austragung der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014.

Ohne die Beratung von Karl Schranz hätten die Winterspiele in Sotschi 2014 nicht stattfinden können.

Weblink:

  Pulver, Schnee und eine Traumaussicht. - www.sueddeutsche.de/sport

Mittwoch, 10. November 2021

Fjodor Dostojewskis St. Petersburg

Fjodor Dostojewskis St. Petersburg


Es ist unmöglich, sich Sankt Petersburg des 19. Jahrhunderts ohne den großen russischen Schriftsteller Fjodor Dostojewski vorzustellen, der hier fast sein ganzes Leben verbrachte.

Obwohl Fjodor Dostojewski in Moskau geboren wurde, wo er die ersten 16 Jahre seines Lebens verbrachte, es war Sankt-Petersburg, das die Stadt seines Leben wurde.

Fjodor Dostojewskis St. Petersburg

In der Stadt an der Newa schrieb er seine wichtigsten Romane und in dieser Stadt lebten auch die Mehrheit seiner Helden. Vor allem aber wurde die Stadt aber selbst ein echter Held seiner Romane.

Alle frühen Romane und Erzählungen bis zu den großen Werken - wie »Schuld und Sühne und »Der Jüngling« sind in St. Petersburg angesiedelt. Die aus dem Nichts geschaffene Stadt Peters des Großen ist der eigentliche Handlungsraum seiner Helden, ihre Wandlungen und Stimmungen gehen in eigentümlicher Weise konform mit dem Charakter der zu Lebzeiten Dostojewskis russischen Hauptstadt.

Dostojewski hat nie in den aristokratischen Stadtteilen von Sankt Petersburg, wie Newski Prospekt oder Schlossplatz gelebt und sie wurden daher in seinen Werken auch nicht beschrieben - man sucht sie dort vergebens.

Seine Stadt war die Stadt der armen Beamten, die Stadt der Armen und Obdachlosen. Diese Stadtteile sind niemals Bestandteil von normalen Stadtrundfahrten, aber Touristen zeigen ein besonderes Interesse daran, obwohl diese Gegenden sich seit der Zeit von Dostojewski sehr verändert haben.

Samstag, 26. Juni 2021

Nischni Nowgorod vor 800 Jahren gegründet

Nishni Nowgorod


Nischni Nowgorod feiert die 800-jährige Stadtgründung. Die Stadt wurde im Jahr 1221 von Juri II. Wsewolodowitsch, dem Großfürsten von Wladimir-Susdal, am Zusammenfluss der beiden wichtigsten Flüsse seines Herrschaftsgebiets, der Wolga und der Oka, gegründet. Die wörtliche Übersetzung von Nischni Nowgorod lautet „Untere Neustadt“. Möglicherweise wurde ihr dieser Name zur Unterscheidung vom älteren Nowgorod gegeben.

Wie auch Moskau und Twer gehörte Nischni Nowgorod zu jenen neugegründeten Städten, die aufgrund ihrer damaligen Bedeutungslosigkeit der Verwüstung durch die Mongolen entgingen, sich dann aber in der Zeit des „Tatarenjochs“ (Herrschaft der Goldenen Horde vom 13. bis zum 15. Jahrhundert) zu wichtigen politischen Zentren entwickelten.

Bedeutung erlangte die Stadt als mittelalterlicher Fürstensitz. Die Bedeutung Nischni Nowgorods stieg weiter, nachdem es 1341 zur Hauptstadt des gleichnamigen Fürstentums erklärt worden war, das sich von Wladimir-Susdal trennte. Der Großfürst Dimitri Konstantinowitsch (1328–1383) war bemüht, die Hauptstadt seines Reiches zu einem ebenbürtigen Rivalen Moskaus zu machen.

Der Nischni Nowgoroder Kreml ist das historische Zentrum der Stadt. Der Bau begann 1501 mit dem Iwanowskaja-Turm. 1508 folgten weitere Baumaßnahmen, die 1515 abgeschlossen wurden. Der Komplex umfasst 13 Türme, fünf davon mit Toren und einem quadratischen Grundriss, acht mit runder Form. Die Türme sind zwischen 18 und 30 Meter hoch und durch bis zu fünf Meter dicke, 12 bis 20 Meter lange Mauern verbunden. Auf dem Gelände des Kremls befindet sich die Erzengel-Michael-Kathedrale, errichtet in den Jahren zwischen 1628 und 1631 von Lawrenti Wosoulin und A. Konstantinow.

Die Stadt an der Wolga wurde 1932 in Gorki (Горький) umbenannt, nachdem Maxim Gorki offiziell als proletarischer Schriftsteller anerkannt worden war. Erst nach der politischen Wende erhielt sie 1990 ihren alten Namen zurück.

Montag, 21. Juni 2021

»Fest der roten Segel« in Sankt Petersburg

Weiße Nächte in Sankt Petersburg, Fest der roten Segel in Sankt Petersburg

Höhepunkt der »Weißen Nächte« ist das »Fest der roten Segel« in der Zeit vom 18. bis 23. Juni. Das Schiff ist eine wahre Berühmtheit in Russland und gerade während der Weißen Nächte hat es hier seinen ganz großen Auftritt. Jedes Jahr zwischen dem 18. und 23. Juni fährt das rote Segelschiff entlang des Newa Flusses und legt zwischen der Eremitage und der Peter-Paul-Festung an.

Anlass für das Event ist die größte Absolventenfeier Russlands. Nach einem großen, pompösen Feuerwerk für die Schüler und Schaulustige, ist die Ankunft des Segelschiffs mit seinen scharlachroten Segeln der Höhepunkt des Abends. Das Spektakel läßt msich am besten vom Newa Ufer aus beobachten, direkt an der Promenade, mit dem Scharlachroten Segel vor den Füßen.


Ein unvergessliches Erlebnis für Verliebte und Romantiker ist eine Bootsfahrt über die Newa und ihre Seitenarme. Anlegestellen gibt es vor der Eremitage, hinter der Auferstehungskirche am Zusammenfluss von Gribojedow-Kanal und Moika sowie vor der Anitschkow-Brücke an der Fontanka.

Überall liegen Boote an der Newa da, wo der Newski-Prospekt eine Wasserstraße kreuzt. Der Preis für einen Privatausflug ist Verhandlungssache und sollte vor der Abfahrt ausgehandelt werden. Eine Stunde kostet ca. 50,- Euro.

Weblinks:

Weiße Nächte in Sankt Petersburg - www.russlandjournal.de

Weiße Nächte in St. Petersburg - www.petersburg-info.de

Literatur:

St. Petersburg
St. Petersburg
von Pia Thauwald

Auf Spurensuche durch die Zarenstädte
Auf Spurensuche durch die Zarenstädte: Eine Fahrt von Moskau über Nowgorod nach St. Petersburg
von Elisabeth Weinschrott

Samstag, 20. Juni 2020

St. Petersburg - das »Venedig des Nordens«









Peter-und-Paul-Festung. In der Mitte die beiden vergoldeten Türme der Peter-und-Paul-Kathedrale

Sankt Petersburg verdankt seine Existenz Zar "Peter dem Großen", der mit der Stadtgründung an der Ostsee ein "Fenster zum Westen" öffnete.

Sankt Petersburg liegt im Nordwesten des Landes an der Mündung der Newa in die Newabucht. Die Metropole ist die nördlichste Millionenstadt der Welt. Die Stadt wurde 1703 von Peter dem Großen auf Sumpfgelände nahe dem Meer gegründet, um den Anspruch Russlands auf Zugang zur Ostsee durchzusetzen.

Anders als oft angenommen, hat Peter der Große die Stadt nicht nach sich selbst benannt, sondern nach seinem Schutzheiligen, dem Apostel Simon Petrus.

Die Stadt war vom 18. bis ins 20. Jahrhundert die Hauptstadt des Russischen Kaiserreiches, ist ein europaweit wichtiges Kulturzentrum und beherbergt den wichtigsten russischen Ostseehafen.


Dass Peter der Große trotz der widrigen Gegebenheiten diesen Ort schließlich für seine neue Hauptstadt auswählte, ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass hier vorzüglich ein Seehafen angelegt werden konnte und zudem der Anschluss an das binnenrussische Flusssystem gegeben war.

Besucher-Magneten sind: "Ermitage", Peter-und-Paul-Festung sowie zahlreiche Paläste. Eine Bootsfahrt erschließt das "Venedig des Nordens" auf dem Wasser.

Beeindruckende Paläste, wunderschöne Kirchen, Kunstsammlungen und historische Plätze - in nur 300 Jahren hat sich St. Petersburg einen ganz besonderen Platz unter den Metropolen der Welt gesichert.
Anders als Moskau entstand die Stadt, die 2003 ihren 300. Geburtstag feierte, auf dem Reißbrett, nach einem einheitlichen, städtebaulich durchdachten Plan.

Die Stadt an der Newa-Mündung entwickelte sich rasch und wurde zum eleganten, beeindruckenden Zentrum des russischen Reiches. Auch heute braucht sie den Vergleich mit dem dynamischen Moskau nicht zu scheuen.

Das »Venedig des Nordens« mit seinen zahlreichen Kanälen, Flussarmen und den mehr als 40 Inseln ist von einem 300 Kilometer langen Wassernetz durchzogen.

Weblinks:

Weiße Nächte in Sankt Petersburg - www.russlandjournal.de

Weiße Nächte in St. Petersburg - www.petersburg-info.de

Literatur:

St. Petersburg
St. Petersburg
von Pia Thauwald

Freitag, 13. Dezember 2019

Wassily Kandinsky 75. Todestag

Wassily Kandinsky

Wassily Kandinsky starb vor 75 Jahren am 13. Dezember 1944 in Neuilly-sur-Seine, Frankreich. Wassily Kandinsky war ein russischer Maler, Grafiker und Kunsttheoretiker, der auch in Deutschland und Frankreich lebte und wirkte. Wassily Kandinsky gilt als einer der bedeutendsten Kunstmaler der Moderne.

Wassily Kandinsky

Kandinsky war ein Künstler des Expressionismus und einer der Wegbereiter der abstrakten Kunst. Er wird häufig nach eigenen Angaben als Schöpfer des ersten abstrakten Bildes der Welt genannt, das aber möglicherweise mit der Angabe des Jahres 1910 statt 1913 vordatiert ist.


Er war ein vielseitiger und experimenteller Künstler. Er gründete zusammen mit Franz Marc die einflussreiche Künstlergruppe »Der Blaue Reiter«, unterrichtete am Bauhaus und produzierte neben seinem schillernden visuellen Werk auch maßgebliche theoretische Abhandlungen wie »Über das Geistige in der Kunst«.

Zusammen mit Franz Marc war er Mitbegründer der Redaktionsgemeinschaft »Der Blaue Reiter«, die am 18. Dezember 1911 ihre erste Ausstellung in München eröffnete. »Der Blaue Reiter« ging aus der 1909 gegründeten »Neuen Künstlervereinigung München« hervor, in der er zeitweise Vorsitzender war.

Kandinsky war nicht nur praktizierender Künstler, sondern auch Lehrer und Theoretiker, der sein Interesse an Musik, Theater, Lyrik, Philosophie, Ethnologie, Mythologie und Okkultem in seine Bilder einfließen ließ. In der Weimarer Republik war er als Lehrer am »Bauhaus« tätig.

In der theoretische Abhandlung »Über das Geistige in der Kunst« propagierte er u.a. die Verbindung zwischen Malerei, Musik und mystischen Erfahrungen und die Reinheit der Kunst, die sich vom materiellen Realismus weg hin zu einer vor allem durch Farbe kondensierten emotionalen Ausdrucksform bewegen sollte.


Im Laufe seiner Karriere veränderte Wassily Kandinsky seinen Stil – und damit den gesamten Verlauf der Kunstgeschichte. Von figürlicher und Landschaftsmalerei ausgehend, setzte er Farben und Formen zunehmend spirituell, emotional und rhythmisch ein und gilt heute als Maler des ersten rein abstrakten Kunstwerks. Zuerst dem Expressionismus zugewandt, änderte sich sein Stil im Laufe der Zeit hin zu abstrakten Gemälden. In diesen Jahren wurden geometrische Formen immer mehr zum Leitbild seines Schaffens.

Wassily Kandinsky wurde am 4. Dezember 1866 in Moskau geboren.

Literatur:

 Wassily
Kandinsky
von Hajo Düchting

Postkartenbuch Wassily Kandinsky
Postkartenbuch Wassily Kandinsky
von Wassily Kandinsky

Mittwoch, 25. Oktober 2017

100 Jahre Oktoberrevolution in Russland


Vor 100 Jahren war Sankt Petersburg Schauplatz der russischen Oktoberrevolution. Die Stadt begeht das Jubiläum aber nicht. Sie vermeidet Sowjet-Nostalgie und setzt stattdessen auf das Erbe der Zarenzeit. Die Oktoberrevolution vom 25. Oktober jul./ 7. November 1917 greg. führte zu der gewaltsamen Machtübernahme durch die kommunistischen Bolschewiki unter Führung Wladimir Iljitsch Lenins in Russland.

Die russische Oktoberrevolution von 1917 gilt als eines der entscheidendsten Ereignisse der jüngeren Weltgeschichte: Nachdem das Zarenregime bereits durch die bürgerlich-liberale Februarrevolution gestürzt wurde, übernahmen in der Oktoberrevolution die kommunistischen Bolschewiki die Macht. Die Folge war ein verheerender Bürgerkrieg zwischen „Roten“ und „Weißen“, der erst 1922 endete. Die siegreichen Bolschewiki gründeten die Sowjetunion, die als Supermacht und Kernstaat des Realsozialismus bis 1991 die Weltpolitik prägen sollte.

Sie beseitigte die aus der Februarrevolution 1917 als politisches Zugeständnis des Zaren hervorgegangene Doppelherrschaft aus sozialistisch-liberaler Übergangsregierung unter Alexander Kerenski und den Sowjets und errichtete einen neuen Staat, der sich selbst als Diktatur des Proletariats verstand. Die Februarrevolution des Jahres 1917 stürzte das Zarenregime. Doch die neue Führung konnte sich nicht zu Frieden und umfassenden Reformen durchringen. Das bot den Bolschewiki die Chance zum Putsch.


In der Nacht zum 25. Oktober jul./ 7. November 1917 greg. nahmen Truppenteile strategische Punkte (Waffenkammer) der Stadt ein. Der Aufstand begann mit dem Sturm auf das Winterpalais. Das Signal für den Sturm auf das Winterpalais gab der Kreuzer Aurora mit einem Platzpatronenschuss aus der Bugkanone.

Eine Nacht später kam es zur Einnahme des Winterpalastes, der als Regierungssitz gedient hatte. Alle Regierungsmitglieder, außer Ministerpräsident Kerenski, der vorher floh, wurden verhaftet. Sie wurden freigelassen, nachdem sie eine Erklärung unterschrieben hatten, dass sie sich aus der Politik zurückziehen würden. Es wurde kein Blut vergossen.

Die Regierung Kerenski wurde durch ein sozialistisches Regime unter Lenin ersetzt. Die Machtübernahme der Bolschewiki erfolgte derart reibungslos und unauffällig, dass viele Bürger über die Geschehnisse erst durch die Zeitung erfuhren.

Die Oktoberrevolution von 1917 öffnete das Fenster in eine neue Zeit und war der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Die Revolution wird im Jahr 2017 unterschiedlich bewertet. Bei der Bundeszentrale für politische Bildung findet man folgende Beschreibung: „Die siegreichen Bolschewiki waren Gewalttäter, die der Krieg hervorgebracht hatte. Ihre Revolution war der Sieg einer vormodernen Gewaltdiktatur über die Freiheitsversprechen des russischen Liberalismus.“

Weblinks:

Sankt Petersburg 100 Jahre nach der russischen Revolution - www.welt.de/reise

100 Jahre Oktoberrevolution: Zwischen Verdrängung und Erinnerung - www.vorwaerts.de

Sonntag, 4. Dezember 2016

Wassily Kandinsky 150. Geburtstag

Wassily Kandinsky

Wassily Kandinsky wurde vor 150 Jahren am 4. Dezember 1866 als Sohn eines wohlhabenden Teehändlers in Moskau geboren. Wassily Kandinsky war ein russischer Maler, Grafiker und Kunsttheoretiker, der auch in Deutschland und Frankreich lebte und wirkte. Wassily Kandinsky gilt als einer der bedeutendsten Kunstmaler der Moderne.

Kandinsky war ein Künstler des Expressionismus und einer der Wegbereiter der abstrakten Kunst. Er wird häufig nach eigenen Angaben als Schöpfer des ersten abstrakten Bildes der Welt genannt, das aber möglicherweise mit der Angabe des Jahres 1910 statt 1913 vordatiert ist.

Kandinsky hat als Maler, Grafiker und Kunsttheoretiker zu einer Revolution in der Kunst beigetragen - der Loslösung vom Gegenstand. Farben und Formen sollten befreit werden, so als folgten sie einer Dynamisierung und Rhythmisierung wie in der Musik. Das war selbst einigen Kunstfreunde zu fortschrittlich.


Er war ein vielseitiger und experimenteller Künstler. Er gründete zusammen mit Franz Marc die einflussreiche Künstlergruppe »Der Blaue Reiter«, unterrichtete am Bauhaus und produzierte neben seinem schillernden visuellen Werk auch maßgebliche theoretische Abhandlungen wie »Über das Geistige in der Kunst«.

Für Kandinskys künstlerische Weiterentwicklung war Murnau am Staffelsee eine entscheidende Station. Dort kam es im Sommer 1908 für ihn und Münter zur bedeutungsvollen Zusammenarbeit mit Marianne von Werefkin und Alexej Jawlensky.

Im Sommer 1911 beschlossen Kandinsky und Marc eine Abspaltung von der »Neuen Künstlervereinigung München«. Insgeheim bereiteten sie für den kommenden Winter eine eigene Gegenausstellung zur Ausstellung der »Neuen Künstlervereinigung München« vor. Zusammen mit Franz Marc war er Mitbegründer der Redaktionsgemeinschaft »Der Blaue Reiter«, die am 18. Dezember 1911 ihre erste Ausstellung in München eröffnete. Am 18. Dezember 1911 wurde die erste Ausstellung der Redaktion »Der Blaue Reiter« in der »Modernen Galerie Thannhauser« in München eröffnet. »Der Blaue Reiter« ging aus der 1909 gegründeten »Neuen Künstlervereinigung München« hervor, in der er zeitweise Vorsitzender war.

Wassily Kandinsky

Kandinsky war nicht nur praktizierender Künstler, sondern auch Lehrer und Theoretiker, der sein Interesse an Musik, Theater, Lyrik, Philosophie, Ethnologie, Mythologie und Okkultem in seine Bilder einfließen ließ. In der Weimarer Republik war er als Lehrer am »Bauhaus« tätig.

In der theoretische Abhandlung »Über das Geistige in der Kunst« propagierte er u.a. die Verbindung zwischen Malerei, Musik und mystischen Erfahrungen und die Reinheit der Kunst, die sich vom materiellen Realismus weg hin zu einer vor allem durch Farbe kondensierten emotionalen Ausdrucksform bewegen sollte.


Im Laufe seiner Karriere veränderte Wassily Kandinsky seinen Stil – und damit den gesamten Verlauf der Kunstgeschichte. Von figürlicher und Landschaftsmalerei ausgehend, setzte er Farben und Formen zunehmend spirituell, emotional und rhythmisch ein und gilt heute als Maler des ersten rein abstrakten Kunstwerks. Zuerst dem Expressionismus zugewandt, änderte sich sein Stil im Laufe der Zeit hin zu abstrakten Gemälden. In diesen Jahren wurden geometrische Formen immer mehr zum Leitbild seines Schaffens.

Wassily Kandinsky starb am 13. Dezember 1944 in Neuilly-sur-Seine, Frankreich.

Literatur:

 Wassily
Kandinsky
von Hajo Düchting

Postkartenbuch Wassily Kandinsky
Postkartenbuch Wassily Kandinsky
von Wassily Kandinsky


Blog-Artikel:

Otto Dix 125. Geburtstag - Kulturwelt-Blog - die-kulturwelt.blogspot.de

Freitag, 4. November 2016

Russischer Zirkusclown Oleg Popow gestorben

Oleg Popow

Der russische Zirkusclown Oleg Popow ist tot. Einer der letzten großen klassischen Zirkusclowns ist im Alter von 86 Jahre gestorben. Bis zum Schluss war er mit dem Zirkus auf Tournee. Nun ist der russische Zirkusartist während einer Tournee im südrussischen Rostow am Don. Popow ist am Mittwoch-Abend vor dem Fernseher friedlich eingeschlafen.


Oleg Popow galt als einer der letzten Großen unter den Zirkusartisten. Er verkörperte in der Manege die Figur des „Iwanuschka“, einem Pendant zum deutschen „Hans im Glück“. Sein Kostüm war weltbekannt: Eine karierte Mütze mit einer blonden Perücke, dazu eine schwarze Samtjacke und eine rote Fliege. Mit seinem Lächeln verzauberte er nicht nur die kleinen Zuschauer.


Popow wurde mit 14 Jahren vom Leiter des Moskauer Staatszirkus bei einer Sportveranstaltung entdeckt. Es folgte eine Ausbildung an der renommierten Staatsschule für Zirkuskunst in Moskau. Das bis zu zehnstündige tägliche Training zahlte sich aus: 1955 bekam er sein erstes Engagement am Moskauer Staatszirkus. Dort schaffte er es als Hauptclown schnell bei den Auslandstourneen zu internationalem Ruhm.

Weblink:

Oleg Popow - www.oleg-popov.com

Montag, 22. Juni 2015

Weiße Nächte in Sankt Petersburg

Weiße Nächte in Sankt Petersburg



Sankt Petersburg für seine "Weißen Nächte" bekannt. Es sind die Nächte, an denen die Sonne in nördlichen Breiten nicht untergeht. In seiner gleichnamigen Erzählung aus dem Jahr 1848 hat Dostojewski die berühmten Weißen Nächte von Sankt Petersburg beschrieben.

Jedes Jahr erlebt St. Petersburg ein einzigartiges Phänomen. Es ist ein Wunder der Natur, bekannt als die "Weißen Nächte" und ist in den Sommermonaten zu sehen. Wenn die Zeit der "Weißen Nächte" anbricht, liegt ein ganz besonderer Zauber über der Stadt an der Newa.

Die prachtvolle Stadt an der Newa bietet dem Naturspektakel eine einmalige Kulisse. Zum Schlafen ist es einfach zu schade. Es wird gefeiert, getanzt, gesungen, gelacht und getrunken. Viele versammeln sich an den Newa-Ufern und lassen Sekt Korken knallen.



Es ist so, als würde ein Zauber den Himmel über den goldenen Kuppeln der Zarenstadt rotgold erleuchten lassen. Ein magisches Licht beherrscht die russische Metropole rund um die Uhr und lässt keinen unberührt. Zu dieser Zeit ist St. Petersburg der romantischste Ort der Welt.

Ende Mai bis Mitte Juli geht die Sonne in St. Petersburg nicht ganz runter, so daß es auch nachts hell bleibt. Der Tag hat durchschnittlich 19 Stunden und die längste Weiße Nacht fällt auf den 21. und 22. Juni.



Ein unvergessliches Erlebnis für Verliebte und Romantiker ist eine Bootsfahrt über die Newa und ihre Seitenarme. Anlegestellen gibt es vor der Eremitage, hinter der Auferstehungskirche am Zusammenfluss von Gribojedow-Kanal und Moika sowie vor der Anitschkow-Brücke an der Fontanka.

Überall liegen Boote an der Newa da, wo der Newski-Prospekt eine Wasserstraße kreuzt. Der Preis für einen Privatausflug ist Verhandlungssache und sollte vor der Abfahrt ausgehandelt werden. Eine Stunde kostet ca. 50,- Euro.

Weblinks:

Weiße Nächte in Sankt Petersburg - www.russlandjournal.de

Weiße Nächte in St. Petersburg - www.petersburg-info.de

Literatur:

St. Petersburg
St. Petersburg
von Pia Thauwald

Auf Spurensuche durch die Zarenstädte
Auf Spurensuche durch die Zarenstädte: Eine Fahrt von Moskau über Nowgorod nach St. Petersburg
von Elisabeth Weinschrott In seiner gleichnamigen Erzählung aus dem Jahr 1848 hat Dostojewski die berühmten Weißen Nächte von Sankt Petersburg beschrieben.

Berühmt sind die Weißen Nächte von Sankt Petersburg, wie sie Dostojewski in seiner gleichnamigen Erzählung aus dem Jahr 1848 beschreibt.