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Sonntag, 31. Mai 2015

125 jähriges Jubiläum der Münsterspitze in Ulm

Das Ulmer Münster, wie es heute aussieht
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Das Ulmer Münster ist eine im gotischen Baustil errichtete Kirche in Ulm, einer ehemals freien Reichsstadt. Der 1890 vollendete 161,53 Meter hohe Turm ist der höchste Kirchturm der Welt.

Das Ulmer Münster ist eines der größten gotischen Gebäude in Süddeutschland und Kulturdenkmal. Es hat mit 161,53 m Höhe den bis heute höchsten Kirchturm der Welt.

Im Mai jährt sich das 125. Mal die Fertigstellung des höchsten Kirchturms der Welt. Der 31. Mai ist der Tag, an dem im Jahr 1890 der Schlussstein in der freien Reichsstadt Ulm gesetzt worden ist.

Der Jahrestag der Vollendung des Weltrekord-Turmes soll nun den Grund liefern, Ulm auf der Welt stärker als sonst wahrzunehmen. 161,53 gebaute Meter sollten ein wenig Glanz und Gloria abwerfen auf die Stadt des imposanten Münsters.

Freitag, 29. Mai 2015

Gary Brooker 70. Geburtstag

Gary Brooker

Gary Brooker wurde am 29. Mai 1945 in Hackney bei London geboren. Gary Brooker ist ein britischer Rockmusiker für Gesang und Klavier und Vertreter des sogenannten „Baroque Rock“. Brooker stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass in seltenen Fällen die Symbiose aus Orchester- und Rockmusik  gelingen kann.

Sein Metier war die Adaption klassischer Lieder, aus denen er mit seinen Interpretationen eigene Songs machte. Weltweite Berühmtheit erlangte er als Pianist, Sänger und Gründer von »Procol Harum« mit dem von ihm und Keith Reid komponierten, 1967 veröffentlichten Song-Klassiker »A Whiter Shade Of Pale«.

Gary Brooker

Im Frühjahr 1967 war »Procol Harum« weniger eine Band als ein Song. »A Whiter Shade Of Pale« (»Ein Schatten weißer als bleich«), vom damals 20-jährigen Keith Reid getextet und von Gary Brooker nach Motiven einer Bach-Kantate komponiert, wurde zum Song-Klassiker.


»A Whiter Shade Of Pale« besitzt die tönernde Erdenschwere eines Barock-Songs. Musikwissenschaftlich gehört der Song mit dem getragenen Orgelsound wegen seines klassischen Einflusses zum sogenannten „Baroque Rock“, ebenso wie etwa Eleanor Rigby von den Beatles.



Näher liegt der Vergleich mit Bachs »Air« aus der »Suite D-Dur«, da der getragene 4/4-Takt, die lange Note zu Beginn und der diatonische Abstieg der Basslinie zu erkennen sind (Takt 5 der »Air« mit Takten 2 und 3 des Songs, jeweils in eine andere Tonart gesetzt). Eine langsam absteigende, schwere Basslinie wird von den Harmonien C-Dur, a-Moll, F-Dur, d-Moll, G-Dur und e-Moll getragen.

Nach der Band-Auflösung von »Procul Harum« im Jahr 1977 begann Gary Brooker eine Solokarriere und veröffentlichte danach die Album-Klassiker »No more Fear to Flying« und »Lead Me To The Water«.

Bei »Lead Me To The Water« handelt es sich um das zweite Solo-Album des Procol Harum-Keyboarders und Songwriters. Das Album entstand mit Hilfe von prominenten Gästen wie Eric Clapton, George Harrison, Phil Collins oder Albert Lee, und es bietet unglaubliche Songs wie "Mineral Man", "Sympathy For The Hard Of Hearing" und "The Cycle". Inkl. einem Bonus Track.

Donnerstag, 28. Mai 2015

Kloster Corvey nun offiziell Weltkulturerbe



Vor einem Jahr wurde das Benediktinerkloster Corvey zum UNESCO-Welterbe erklärt. Am Dienstag übergab Außenminister Frank-Walter Steinmeier die Ernennungsurkunde.

Am Dienstag übergaben Außenminister Frank-Walter Steinmeier und die Vorsitzende des Welterbekomitees, Staatsministerin Maria Böhmer, die Urkunden feierlich an die Eigentümer. Anschließend wurde die Welterbeplakette im Atrium enthüllt. Die ehemalige Benediktinerabtei mit dem berühmten Westwerk war im Juni 2014 von der UN-Kulturorganisation UNESCO zum Weltkurlturerbe erklärt worden.

"Nichts bleibt so selbstverständlich, wenn wir uns nicht aktiv darum bemühen, es zu bewahren", mahnte Steinmeier. Das Kloster Corvey sei wie die von der Terrormiliz bedrohte Oasenstadt Palmyra in Syrien eine Stätte, an der bewusst werde, "woher wir kommen, auf welchen Schultern wir stehen, wo die entscheidenden Entwicklungsschritte der Menscheit stattgefunden haben".

Das Kloster Corvey im westfälischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Höxter" target="blank">Höxter</a>, eine im Jahr 822 gegründete Benediktinerabtei wurde am 21. Juni 2014 in Doha im Golfstaat Katar von dem Komitee des Weltkulturerbes auf die Liste der für die Menschheit wertvollen Stätten aufgenommen. Damit hat Deutschland nun 39 Weltkulturerbestätten (siehe auch Welterbe in Deutschland.

Insgesamt gibt es weltweit 1007 Welterbestätten, 39 davon in Deutschland. Das Benediktinerkloster Corvey wurde 822 von der Herrscherfamilie der Karolinger gegründet. Die Abtei gehörte zum geistigen und religiösen Zentrum des damaligen Frankenreichs. Bis heute erinnert das im 12. Jahrhundert umgestaltete und nahezu original erhaltene Westwerk mit den beiden flankierenden Türmen an Prachtentfaltung und Machtanspruch der Erbauer. Die roten Türme überragen die langgestreckten weißen Gebäude der übrigen Klosteranlage, die im 19. Jahrhundert in ein Schloss umgewandelt wurde.

Heute ist das Schloss Corvey im Besitz der Herzoglichen Familie von Ratibor, die barock ausgestattete Abteikirche gehört der katholischen Kirchengemeinde Sankt Stephanus und Vitus. Beiden Privatbesitzern obliegt es nun, dieses Erbe zu erhalten: Vier Millionen Euro Fördergelder sollen bis Ende 2018 in die Denkmalpflege und den Ausbau der touristischen Infrastruktur fließen, wie die Eigentümer ankündigten. Bereits vor der Ernennung zum Welterbe zählte die Anlage jährlich bis zu 100.000 Besucher.

Weblinks:

Kloster Corvey nun offiziell Weltkulturerbe - www.dw.de

Kloster Corvey in Liste des Weltkulturerbes aufgenommen - Kulturwelt-Blog - kulturwelt.blog.de

Weitere Weblinks:

Reichsabtei Corvey ist UNESCO-Weltkulturerbe - www.unesco.de

UNESCO-Welterbe - Wikipedia.org http://de.wikipedia.org

Reichsabtei Corvey ist UNESCO-Weltkulturerbe - www.archaeologie-online.de

Schloss Corvey UNESCO-Weltkulturerbe - www.schloss-corvey.de

Montag, 25. Mai 2015

Freundschaft von Goethe und Schiller

Goethe Schiller-Denkamal im Weimar

In Weimar stehen Goethe und Schiller auf Augenhöhe im Siegerkranz vereint auf ihrem Podest. Das hat seinen Grund. Sie waren von dem Gefühl ihrer Freundschaft so sehr beseelt, dass keiner, wie Goethe später schrieb, "ohne den Andern leben konnte". Hier sind es zwei Künstlernaturen, die zueinander gefunden haben. Es ist die außergewöhnlichste Freundschaft in der Geschichte des Geistes. Goethes und Schillers Freundschaft gilt als Traumpaarung der deutschen Klassik, als Sternstunde des Geistes.

Die Wahlverwandschaft ist die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft in einer Zeit der dramatischen Umbrüche: Politisch hatte die französische Revolution das Ancien Régime blutig hinweggefegt und schickte sich an, auf die anderen europäischen Staaten überzugreifen. Gesetzmäßigkeiten, seit Jahrhunderten wie in Stein gemeißelt, änderten sich innerhalb kürzester Zeit. Kulturell und geistig wich das Zeitalter der Aufklärung und der Klassik einem aufkommenden Mystizismus, einer Neuentdeckung der Natur, der Romantik und der Leidenschaften.

Vor diesem Hintergrund beschreibt Safranski, wie sich Goethe und Schiller, die beiden ungleichen Persönlichkeiten, langsam aneinander annäherten, sich quasi beschnupperten, misstrauisch beäugten, schließlich Gefallen aneinander fanden. Und wie daraus eine der produktivsten Freundschaften der Geschichte entstand.

Goethes und Schillers Freundschaft gilt als Traumpaarung der deutschen Klassik, als Sternstunde des Geistes. Doch ganz konfliktfrei war ihr Verhältnis nicht. Obwohl sie sich gegenseitig halfen und inspirierten, beneidete Schiller den großen Goethe und fürchtete sich Goethe vor dem Aufstieg Schillers. In seinem spannend zu lesenden Buch erzählt Rüdiger Safranski die gemeinsame Geschichte der beiden Geistesheroen von der ersten Begegnung 1779 in Stuttgart bis zu Schillers Beerdigung in Weimar, der Goethe fernblieb.

Andere National-Literaturen haben ihre großen Einzelnen, die Engländer ihren Shakespeare, die Franzosen ihren Voltaire, die Russen Puschkin. Hier sind es zwei, die sich zu einem enormen Projekt zusammengeschlossen hatten: zur ästhetischen Erziehung der Nation, des großen Lümmels. Es gibt diese beiden, und sonst lange nichts.

Goethe und Schiller: Geschichte einer Freundschaft


Wie die beiden Geistesheroen sich umkreisen und voreinander fliehen, sich beschimpfen und schließlich zusammenfinden, das ist nun zum ersten Mal für ein breites Publikum von Rüdiger Safranski umfassend beschrieben worden*. Dabei hätten die beiden Naturen unterschiedlicher nicht sein können.

Entgegengesetze Eigenschaften machen eine innigere Vereinigung möglich. Goethe als Genie der Intuition, Schiller als das der Reflexion, gemeinsam angetreten, um ein Ideal zu beschreiben, das leuchtet bis heute: die Versöhnung von Vernunft und Natur, von Pflicht und Neigung, von Stil und Persönlichkeit.

Dass sie sich überhaupt zusammenfanden und wie sie es taten, ist eines der großen Rätsel, denn sie hätten nicht unterschiedlicher sein können: der ewig kränkelnde Schiller und die robuste Natur Goethe, der eine von Seelenfeuern und Tabak und vom Geruch fauler Äpfel vorwärtsgetrieben, der andere in sich ruhend, Geheimer Rat und Naturforscher und Dichter aus Neigung. Der eine kämpft, der andere wird gehätschelt.

So unterschiedlich beide Naturen auch waren, so hatten sie doch ein gemeinsames Ziel: die ästethische Erziehung des Menschen. Beide Geistesgrößen sollten sich zusammentun, um ein gemeinsames Projekt zu realisieren.

Goethe als Genie der Intuition, Schiller als das der Reflexion, waren gemeinsam angetreten, um ein Ideal zu beschreiben, das leuchtet bis heute: die Versöhnung von Vernunft und Natur, von Pflicht und Neigung, von Stil und Persönlichkeit.

Beide sind auf ihre Art missverstanden worden von den Deutschen, zum Teil grotesk. Schiller als Dichter des bieder Bürgerlichen oder Dämonischen, Goethe als Repräsentant des deutschen Reichs.

Biografie, die man gelesen haben sollte:

Goethe und Schiller: Geschichte einer Freundschaft
Goethe und Schiller: Geschichte einer Freundschaft
von Rüdiger Safranski

Weblink:

Die Verschwörer von Weimar - www.spiegel.de

Das Weimar-Gefühl - kaffeehaussitzer.de -->

Sonntag, 24. Mai 2015

Henrik Ibsens »John Gabriel Borkman« am Deutsches Schauspielhaus in Hamburg

»John Gabriel Borkman« von Henrik Ibsen wird zur Zeit am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg in der Inszenierung von Karin Henkel aufgeführt.

Das Stück blickt in den Abgrund einer Familie. Die Handlung des Ibsen-Stückes: Ein Banker reißt seine Familie durch wilde Spekulationen ins Unglück. Interessanter sind die seelischen Verstrickungen der Hauptakteure, die nur noch zu warten scheinen. Auf was? Auf Rache, dass die Zeiten besser werden, auf die große Liebe? Aber sie warten nur und tun nichts.

Während der ehemalige Bankdirektor John Gabriel Borkman über seine verpatzte Karriere brütet, bekämpfen sich seine Frau und deren Zwillingsschwester bis aufs Messer.

Schwester Ella unterhält mit ihrem Vermögen die ganze Familie. Nun ist sie tot krank und will ihre letzten Monate nicht ohne den geliebten Neffen verbringen. Mutter Gunhild setzt alles daran, dieses zu verhindern. Dem jungen Erhart bleibt nur eins, und zwar die Flucht mit seiner 17 Jahre älteren Geliebten.

Karin Henkels Inszenierung für das Schauspielhaus Hamburg macht aus dem Ibsen-Klassiker eine groteske Monster-Komödie. Im Zentrum stehen die beiden Schwestern Ella und Gunhild, deren Kampf um den verweichlichten Erhart kein Klischee der psychologisch manipulierenden und dominanten Übermutter auslässt.

Die 34-jährige Schauspielerin Lina Beckmann erhielt am Samstag, 9. Mai, den mit 10.000 Euro dotierten 3sat-Preis beim Berliner Theatertreffen für ihre grandiose Darstellung der Ella. Sie spiele "robust und feinstofflich zugleich ohne Rücksicht auf eigene Verluste, auf Gefällig-Sein und vorteilhafte Erscheinung", so begründet die Jury ihre Wahl.

Samstag, 23. Mai 2015

Kriminalistische Schnitzeljagd in der Jungfrau-Region

In der Schweizer Jungfrau-Region gehen vom 23. bis 25. Mai mehrere Hundert Hobby-Detektive auf Verbrecherjagd, denn die Region wandelt sich in disem Wochenende zu einem Tatort, der seine Gäste zur Verbrechersuche einlädt.

»Tatort Jungfrau« heißt das Event, bei dem mehr als zehn Schauspieler in die Rolle von Zeugen und Verdächtigen schlüpfen.

Die Gäste ziehen von Tatort zu Tatort und ermitteln den Mörder. Ein interaktives Theater soll das Programm sein, schreibt die Tourismusvertretung. Gaststar ist in diesem Jahr die Moderatorin Lilo Wanders. Tickets gibt es unter www.tatortjungfrau.ch.

Weblink:

Tatort Jungfrau www.tatortjungfrau.ch

Auferstehung des Lukas in der Münchner Theatinerkirche



Im Zentrum am Altar die vier Evanglisten: Johannes, Markus, Lukas, Matthäus - geschaffen von Baltahsasr Ableitner, dem Hofbildhauer des Kurfürsten - wie choreografiert auf einer Bühne.

Die Auferstehung des Lukas in der Münchner Theatinerkirche. Die Skulptur des Lukas in der Münchner Theatinerkirche wurde bei einem Luftangriff im Zweiten Weltkrieg fast vollkommen zerstört. Dank modernster Technik - dem 3D-Scan - kann sie nun nach über 70 Jahren wieder hergestellt werden.

Die Auferstehung des Lukas


Die vier Evangelisten stehen nun wieder geschlossen vor dem Hochaltar der Theatinerkirche, die im Krieg schwer zerstört worden war. Auf Betreiben der Landesdenkmalpflege wurden vorher die drei Evangelistenfiguren wieder in den Altarraum gestellt, die vierte musste aufwendig rekonstruiert werden.

Von der Einweihung der Kirche im Jahr 1675 bis zur Zerstörung des Chorraumes im Zweiten Weltkrieg wechselten vier Hochaltäre ab: Zur Einweihung am 11. Juli 1675 war ein Entwurf des damaligen Bauleiters und Theatiners, Antonio Spinelli, ausgeführt worden.

Münchner Theatinerkirche:

Münchner Theatinerkirche - www.theatinerkirche.de

Das Theatiner-Projekt - www.theatiner-projekt.de

Weblinks:

Die Auferstehung des Lukas - BR-Mediathek - www.br.de/mediathek

Theatinerkirche München: Die Auferstehung des Lukas - Youtube-Video - www.youtube.com

Freitag, 22. Mai 2015

Brig im Jahr 1215 gegründet

Brig Altstadt


Brig ist eine Stadt im Kanton Wallis und bildet das Zentrum im Bereich Oberwallis. Etwa 5.000 Einwohner leben hier in einem bezaubernden Ort, der sich in einem Tal zwischen den Walliser Alpen im Süden und den Berner Alpen im Norden befindet.

Um 1215 gründete der Bischof von Sitten den Marktflecken Brig. Eingangs 16. Jahrhundert wurde Brig Hauptort des gleichnamigen Zenden und Sitz des Zendengerichtes. 1690 schlossen sich die Gemeinden Holzji, Glis und Gamsen zusammen.

Im 17. Jahrhundert war hauptsächlich Kaspar Jodok von Stockalper für die Entwicklung des Ortes verantwortlich. Er wurde auch Stockalper Fugger genannt und brachte den Ort durch seine rege Handelstätigkeit zu beträchtlichem Wohlstand.

Stockalperschlosses




Brig ist ein historisches Städtchen mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten: Stockalperschloss, Patrizierhäuser und heimelige Gaststätten. In den Gässchen weht ein Hauch der nahehegelegenen Bergdörfer und Kurorte.

Die Altstadt von Brig erstreckt sich zwischen dem Stockalperschloss und dem Bahnhof. Die rege Bautätigkeit der Stockalper zeigt sich im Bau des Stockalperschlosses, der Sebastianskapelle und des Jesuitenkollegiums mit dazugehöriger Kirche, Bauwerke die heute noch das Stadtbild von Brig prägen.

Rund um die Stadt erhebt sich eine beeindruckende Bergwelt. Die Stadt liegt an dem bekannten Walliser Sonnenweg. Von Brig aus kann man nach Ausserberg wandern und mit der Bahn zurückfahren.

Zahlreiche weitere Wandertouren warten auf die Gäste, entweder ganz gemütlich oder auch mit hohen Anforderungen, ganz nach Wunsch. Brig ist damit der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen und auch für Wintersportler interessant.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Deutscher Kulturrat lädt zu einem "Tag gegen TTIP" ein

Deutscher Kulturrat mit 'Tag gegen TTIP'


Bei dem geplanten Freihandels-Abkommen TTIP prallen unterschiedliche Kulturen und kulturelle Welten aufeinander, die nahezu unvereinbar erscheinen. Gerade die vollkommen kommerzialisierte Kultur in Amerika unterscheidet sich grundlegend von der staatlich geförderten Kultur in Europa. Hier stellt sich die Frage: Ist die Kultur in Gefahr? Schlimmer noch: Droht der europäischen Kultur gar der Ausverkauf?

Das geplante TTIP-Abkommen gefährdet die Kultur und ihrer Standards - selbst wenn dies einige Politiker nicht einsehen können oder wollen. Es droht der Ausverkauf der Kultur und ihrer kulturellen Werte unter der Nivellierung ökonomischer und sozialer Standards. Die Kultur und ihre Vielfalt läuft Gefahr, durch das Abkommen unterhöhlt und ausverkauft zu werden. Die Gefahr kommt schleichend daher.

Ist die Vielfalt der europäischen Kultur durch TTIP gefährdet? Der Deutsche Kulturrat sagt "Ja!" und stellt sich gegen das Transatlantische Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Am 21. Mai findet daher der "Internationaler Tag der kulturellen Vielfalt" statt. Der Kulturrat lädt an diesem Tag zu einem "Tag gegen TTIP" ein.

Die öffentliche Förderung von Kultur-Institutionen wie Museen, Orchestern und Theatern, die Buchpreisbindung und das föderale Fördersystem der Filmwirtschaft sind Errungenschaften, die bundesweit ein hohes Niveau bezahlbarer Kulturangebote garantieren.

Letztenendes läuft alles auf die Bezahlbarkeit von Kultur für die Menschen hinaus. Und da werden sich einige noch sehr wundern, die TTIP unbedingt einführen wollen.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Tatort Matterhorn



Bei der Erstbesteigung des Matterhorns im Juli 1865 stürzen vier Menschen auf dramatische Weise in den Tod. War es ein Unglück? Sabotage? Oder gar Mord? 150 Jahre nach dem Drama am Berg untersucht die Dokumentation “Tatort Matterhorn” eines der letzten Rätsel der Alpen.

Eine bunt zusammengewürfelte Seilschaft aus verschiedenen Ländern bewang im Juli 1865 den Gipfel des Matterhorns. Vier Engländer, ein Franzose und zwei Schweizer standen als Erstbesteiger gemeinsam auf dem Gipfel des Matterhorns. Es ist dies eine Sternstunde der Menschheit.

Doch der Triumph wurde beim Abstieg rasch zur Tragödie: Beim Abstieg rutschte einer der Bergsteiger aus und zog drei seiner Seilgefährten mit in den Tod. Dann riß das Seil, oder wurde es gar zerschnitten? War dieses erste Unglück am Matterhorn ein Unfall oder war es Mord? Der Vorgang dieser Tragödie am Berg blieb ungeklärt.

Die Nachkommen der Erstbesteiger des Matterhorns Pen Hadow und Benedikt Perren sind überzeugt, dass ihre Vorfahren zu Sündenböcken gemacht wurden: Douglas Hadow vom Walliser Gericht, Peter Taugwalder von Edward Whymper, der ihn in seinen Büchern der Sabotage bezichtigte. Gemeinsam versuchen die beiden herauszufinden, was damals wirklich geschah. Sie treffen Spezialisten, konsultieren Quellen und - um letzte Fragen zu klären - besuchen sie das gefährliche Absturzgelände in der Nordwand des Matterhorns.

Der Route der Erstbesteiger folgend besteigen sieben erfahrene Bergführer des 21. Jahrhunderts das Matterhorn mit einer Ausrüstung wie 1865. Sie spielen verschiedene Szenarien des Unfallhergangs nach, um am Berg abzuklären, was geschehen sein könnte. Warum band sich Peter Taugwalder mit dem dünnsten Seil an seinem Seilgefährten Lord Douglas fest?

Bei der Untersuchung des Unglücksseils kommen zum ersten Mal moderne forensische Methoden zum Einsatz. Riss das Seil unter der Last der Fallenden? Wurde es zerschnitten?

Dienstag, 19. Mai 2015

Humanist Thomas Morus 1535 in London hingerichtet

Humanist Thomas Morus
Zeitgenössisches Porträt des englischen Humanisten Thomas Morus (1477-1535).


Der englische Humanist Thomas Morus ist 1535 in London hingerichtet worden. Thomas Morus war ein englischer Staatsmann und humanistischer Autor. Er ist ein Heiliger und Märtyrer der römisch-katholischen Kirche und Patron der Regierenden und Politiker.

Der Autor von »Utopia« ist bis heute ein Vorbild für Glaubens- und Gewissensfreiheit gegenüber staatlicher Vermessenheit und Willkür.

Der englische König, der seine Ehe mit Katharina von Aragón zugunsten einer neuen Verbindung mit Anne Boleyn auflösen wollte, hatte, weil sich der Papst dem verweigerte, die Priester, Bischöfe und Ordensleute seines Landes gezwungen, ihn als Oberhaupt der Kirche anzuerkennen und sich von Rom loszusagen. Dem widerstand Thomas Morus und starb unter dem Henkerbeil.

Am 19. Mai 1935 ist Morus heilig gesprochen worden. Vorher ist er bereits selig gesprochen worden. Bereits zum Zeitpunkt der Seligsprechung von Thomas Morus 1886 war es um die Unabhängigkeit der Kirche gegangen.

Weblink:

Das Recht auf Widerstand - www.deutschlandradiokultur.de

Sonntag, 17. Mai 2015

»Who I Am« von Pete Townshend

»Who I Am« Die Autobiographie von Pete Townshend
»Who I Am«


Der legendäre Gitarrist und Songwriter von »The Who« Pete Townshend erzählt in seiner Autobiographie »Who I Am« aus seinem Leben. Townshend hat wie viele Rock'n'Roll-Musiker in seiner Autioobiografie »Who I Am« durchaus einiges aus seinem Leben zu berichten, denn mit der Band »The Who« schrieb er Musikgeschichte.

Pete Townshend ist Songwriter, Gitarrist und Mitbegründer der legendären Rockband »The Who«, die mit »My Generation« die Hymne einer ganzen Dekade lieferte. Sein aggressiver Gitarrenstil machte ihn berühmt.

Pete Townshend zählt zu den Stilisten und Innovatoren des Rock, deren künstlerische Ausdrucksfähigkeit die Rock-Kultur wundersam bereicherte und bisweilen nachhaltig veränderte.

Seine Gewohnheit, die Gitarre mit einer Drehbewegung des ausgestreckten Arms anzuschlagen (»Windmühlen-Technik«), sollte ihm zum Markenzeichen gereichen, das tausende Nachahmer fand. »The Who« bescherten der Welt die großartigen Konzeptalben »Tommy« und »Quadrophenia«, die beide höchst erfolgreich verfilmt wurden. Pete Townshend ist der kreative Kopf der Band.



Seine Autobiografie liefert ein Abbild des Rock-'n'-Roll-Lebensstiles:
Zerstörungswut, Egomanie, Rauschmittelgier und Größenwahnwerden hier schonungslos und im Detail abgebildet - am Anfang ist das noch wie erwartet amüsant, aber je weiter man liest, desto klarer wird, dass der viel gepriesene Rock-'n'-Roll-Lebensstil im Grunde nur eine öffentlich zelebrierte, schwere Form von Persönlichkeitsstörung darstellt - gegen Ende der Lektüre hat sich sämtliche Bewunderung in verständnisloses Kopfschütteln gewandelt.

Eine besondere Nähe hatte er seit jeher zum Schreiben, er war Lektor beim Verlag Faber &amp; Faber und verö&#64256;entlichte 1984 sein erstes Buch »Horse’s Neck«. In seiner Autobiographie erweist sich Pete Townshend als großer Erzähler, schonungslos sich selbst gegenüber und umwerfend ehrlich.

Townshend ist eine ehrliche Bestandsaufnahme gelungen, welch spannendes Leben, wie wenig Selbstbeweihräucherung oder unkritische Heldenverehrung, wie in vielen Biographien.

Weblink:

»Who I Am« Die Autobiographie von Pete Townshend
»Who I Am«
- Die Autobiographie von Pete Townshend

Der König des Blues B. B. King ist tot

Der König des Blues B. B. King ist tot

Der König des Blues B. B. King ist tot . B.B. King machte den Blues, dem lange das "Arme-Schlucker-aus-dem-Schwarzen-Ghetto"-Image anhaftete, populär. Am 14. Mai 2015 starb der "King of the Blues" im Alter von 89 Jahren in Las Vegas.

Im Mai 2015 starb B.B. King - ein paar Monate vor seinem 90. Geburtstag am 16. September. Er war der Angelpunkt zwischen Blues und Jazz - und den neueren Stilen schwarzer amerikanischer Musik, die mit dem Rock'n'Roll kamen.

Er beeinflusste Generationen von Rock- und Bluesmusikern. Seine Schallplatten wurden mit insgesamt 15 Grammys ausgezeichnet.] Das „B. B.“ in seinem Namen steht für "Blues Boy". Er war ein Unermüdlicher, der bis zuletzt auftrat und sang.

Der kraftvolle Anschlag aus dem Handgelenk und die langen Läufe auf seiner Gitarre "Lucille" waren sein Markenzeichen. Hits wie "The Thrill Is Gone"(1970), "Rock Me Baby" (1964) oder "Ask Me No Questions" (1971) machten ihn berühmt: B. B. King.

Als Riley B. King wurde er am 16. September 1925 als Kind armer Plantagenarbeiter in Indianola im US-Bundesstaat Mississippi geboren. Der Vater verließ die Familie, als King vier Jahre alt war. Die Mutter starb wenige Jahre später. King lebte zunächst bei seiner Großmutter, musste aber, als diese 1940 starb, seinen Lebensunterhalt durch schwere Feldarbeit verdienen.

»Der Blues berührt die Seelen, wenn man Glück hat.«

B.B. King
In seiner Freizeit sang Riley King im Gospelchor und brachte sich selbst das Gitarrespielen bei. Schließlich zog er für ein paar Dollar von einer Kaschemme zur nächsten. 1947 bekam Riley B. King in Memphis, Tennessee, zehn Minuten Sendezeit in einer Radio-Show. Unter dem Pseudonym "Beale Street Blues Boy" - woraus später die Initialen B.B. King entstanden - verlas er unter anderem Werbespots.

1949 nahm B.B. King zusammen mit der Tuff Green Band seine erste Schallplatte auf und nur zwei Jahre später gelang ihm mit der Single "Three O'Clock Blues" der Sprung auf Platz Eins der US-amerikanischen "Rhythm & Blues"-Charts. Mit seiner eigenen Band spielte er Anfang der 1950er Jahre zunächst in kleineren Clubs in den Südstaaten, dann folgten ausgedehnte Tourneen durch die USA. In den nächsten Jahrzehnten spielte B.B. King zwischen 250 und 300 Konzerte pro Jahr - auf allen Kontinenten. Den Titel "The King of the Blues" legte er sich 1960 mit seinem gleichnamigen Album selbst zu.

Hatte sich B.B. King bis Ende der 1960er Jahre noch eher dem reinen Blues gewidmet, so öffnete er sich in den folgenden Jahren immer wieder auch anderen Musikrichtungen. Puristen sahen das als Verrat, doch durch seine Offenheit erreichte B.B. King ein breites Publikum und machte den Blues, dem lange das "Arme-Schlucker-aus-dem-Schwarzen-Ghetto"-Image anhaftete, populär.

Weblink:

König des Blues - B. B. King ist tot - Kulturzeit - www.kulturzeit.de

Samstag, 16. Mai 2015

56. Kunstbiennale Venedig eröffnet

Die »Kunstbiennale Venedig« ist die weltweit wichtigste Schau für zeitgenössische Kunst. Die 56. Internationale Kunstausstellung der »Biennale Venedig« beginnt in diesem Jahr ausnahmsweise schon einen Monat früher, am 9. Mai 2015.

Die zentrale internationale Ausstellung unter dem Motto »All the World's Futures« wird von Okwui Enwezor kuratiert und umfasst 136 Teilnehmer. Orte der Veranstaltung sind Arsenale und Zentraler Pavillon, Giardini.

Auf der Venedig Biennale geht es um Perspektiven einer globalisierten Welt. Die Kunstschau thamatisiert lebendige Ausstellungen, schrumpfende Welten und kapitalistische Systeme.

Für Venedig hat sich Okwui Enwezor viel vorgenommen. Unter dem Titel »All the World’s Futures« plant der Biennale-Direktor Live-Lesungen des "Kapitals", Chorgesänge, Videoberichte aus Syrien. Doch es soll auch ein visuelles Feuerwerk werden.

Der kaum beachtete Pavillon von Armenien gewinnt den »Goldenen Löwen« der 56. Venedig Biennale. Die Preise sind der Schluss-Akkord eines Festivals. El Anatsui erhält einen »Goldenen Löwen« für sein Lebenswerk.

Von Mitte Mai bis Ende November findet in Venedig die größte Kunstschau des Jahres statt. Die internationale zeitgenössische Kunstschau 56. Biennale Venedig dauert vom 9. Mai bis zum 22. November 2015.

Weblinks:

<a href="http://universes-in-universe.org/deu/bien/biennale_venedig/2015" target="blank">Kunstbiennale Venedig</a> - Biennale Übersicht - universes-in-universe.org

<a href="http://www.art-magazin.de/extra/biennale" target="blank">Venedig Biennale</a> - Biennale Übersicht - www.art-magazin.de

Freitag, 15. Mai 2015

Werner Tübkes Panoramabild des Bauernkrieges

Werner Tübkes Panoramabild des Bauernkrieges


Für den Arbeiter-und-Bauernstaat DDR war der Bauernkrieg ein zentraler Bestandteil der eigenen Geschichte. Die Aufständischen im thüringischen Bad Frankenhausen wurden blutig niedergeschlagen - es gab 6.000 Tote an dem Tag der entscheidenden Schlacht vor den Toren der Stadt.

Werner Tübkes Panoramabild des Bauernkrieges im thüringischen Bad Frankenhausen entstand als offizielles Auftragswerk der DDR-Regierung zum Gedenken an die Bauernaufstände vor 500 Jahren. Der Staat wollte ein Geschichtsbild, der Maler ein Kunstwerk.

Tübke und seine Maler malten in elfjähriger Arbeit an einem Geschichtsbild, daß der DDR zum Ruhm gereichen sollte. Das gigantische Panoramabild des Leipziger Malers und Kunstprofessors sollte historischen Glanz für die DDR und ein heroisches sozialistisches Geschichtsbild vermitteln. Fertig wurde das monumentale Werk nach elfjähriger Arbeit, als gerade ganz andere Aufstände der DDR ein Ende machten. Es wurde damit zur Allegorie auf den Untergang des Arbeiter- und Bauernstaates, zu dessen Gründungslegende eben die Schlacht bei Frankenhausen diente.

Werner Tübkes Panoramabild des Bauernkrieges


Das Jahr 1989 war anlässlich des 500. Geburtstages Thomas Müntzers von der Staatsführung zum Thomas-Müntzer-Jahr erklärt worden. Aus diesem Anlass wurde die Gedenkstätte „Frühbürgerliche Revolution in Deutschland“ mit dem monumentalen Panoramabild am 14. September des Jahres offiziell eröffnet.

Dienstag, 12. Mai 2015

Kathedrale in Reims - Drei neue Fenster

Im Ersten Weltkrieg wurde die Kathedrale von Reims, das Nationalheiligtum der Franzosen, von den Deutschen zerstört. Die Kathedrale im französischen Reims hat mehr als 100 Jahre nach der Bombardierung durch deutsche Truppen aus Deutschland drei neue Buntglasfenster als Fenster der Versöhnung bekommen.

Der deutsche Künstler Imi Knoebel hatte wiederum die Ehre, die neuen Glasfenster zu gestalten. Jetzt wurden sie eingeweiht. Die Fenster - ein Werk des deutschen Künstlers Imi Knoebel - wurden am Montag offiziell ihrer Bestimmung übergeben. An dem Festakt nahmen auch die Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Laurent Fabius teil. Steinmeier sagte, damit sei jetzt eine „Narbe“ geschlossen worden.

Knoebel, 1940 in Dessau geboren und heute in Düsseldorf zuhause, verzichtete auf ein Honorar. Finanziert wurde das Vorhaben vom Auswärtigen Amt, das insgesamt 900.000 Euro beitrug, und der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen.

Die Kathedrale von Reims ist seit einem gemeinsamen Gottesdienst von Kanzler Konrad Adenauer und General Charles de Gaulle 1962 Symbol deutsch-französischer Aussöhnung.

»Die Moldau« zu Beginn des Frühlingsfestes








Bedrich Smetana Moldau

Bedrich Smetana gilt als tschechischer Nationalkomponist. Er war einer der ersten nationalen Musik-Komponisten des Landes. Smetana war ein typischer Komponist der Romantik, dessen Leben zu Anfang auch wirklich romantisch verlief.

Seine besondere melodische Großzügigkeit, der Reichtum seiner Melodien, sein fantastisches Gespür für Drama und Sinfonie zeichnet ihn aus und lies ihn einzigarige Tondichtungen schaffen.



»Die Moldau« ist der zweite Teil eines siebenteiligen Zyklus, den Smetana »Má Vlast« (»Mein Vaterland«) taufte. Eine magische – in Sinfonie vewandelte - Flussreise udn ein Stück Nationalkultur. Mit diesem einzigariogen Klangwerk, in dem er den Lauf der Moldau von den Höhen des Böhmerwaldes bis zur Mündung bei Melnik musikalisch nachzeichnete und in Tonkunst verwandelte, hat er die sinfonische Kunst zur Vollendung gebracht. Der tschechische Komponist schenkte dem Musikfreund ein besonderes Klangerlebnis, welches dem Zuhörer den Gemuß verleiht, dem Lauf der Moldau symphonisch zu folgen.



Das symphonische Stück zeichnet musikalisch den Verlauf des Flusses Moldau von seiner Quelle bis zu seiner Mündung in die Elbe nach, vorbei an Bauernhochzeiten, Ritterburgen und dem herrschaftlichen Prag. Wer genau zuhört, kann also dem Verlauf der Moldau musikalisch folgen.

Mit seiner großen Fluss-Symphonie »Die Moldau« hat der tschechische Komponist Friedrich Smetana dem großen Fluss seiner Heimat ein musikalisches Denkmal gesetzt, das man überall auf der Welt kennt. Zudem hat der Komponist tschechische Nationalmusik komponiert.



Noch heute wird »Die Moldau« jedes Jahr zu Beginn des Frühlingsfestes am Todestag des Komponisten - dem 12. Mai - gespielt. An Smetanas Todestag am 12. Mai wird jedes Jahr das internationale Musikfest »Prager Frühling« eröffnet. Traditionell wird dabei der Zyklus symphonischer Dichtungen »Mein Vaterland« aufgeführt.

Weblink:

Bedřich Smetana – tschechischer Nationalkomponist zwischen Mythos und Realität - Radio CZ - www.radio.cz

Die Moldau
Die Moldau
von Friedrich Smetana

Die Moldau mit CD: Eine Geschichte zur Musik von Friedrich Smetana
Die Moldau mit CD: Eine Geschichte zur Musik von Friedrich Smetana

von Marko Simsa und Doris Eisenburger

Samstag, 9. Mai 2015

Friedrich Schiller 210. Todestag

Friedrich Schiller

Der Dichter, Dramatiker und Philosoph Friedrich Schiller starb vor 210 Jahren 9. Mai 1805 in Weimar an seinem Tuberkulose-Leiden, das ihn seit Jahren immer wieder gequält hatte. Friedrich Schiller war Dichter und Philosoph, Historiker, Arzt und Hochschulprofessor. Vor allem aber gilt er als einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker. Schiller gilt neben Goethe als Vertreter der deutschen Klassik, die zusamamen mit Herder ihren Höhepunkt erlebte. Friedrich Schiller läutete mit seinem Enthusiasmus die Epoche der deutschen Geistesgeschichte ein, die man später den "Deutschen Idealismus" genannt hat. Seinen nachhaltigsten Ruf aber erwarb sich Schiller als Dichter und Dramatiker. Schon sein erstes Stück sollte ein großer Wurf werden, wo ein Theaterdonner durch das Land hallte. „Die Räuber“ erscheinen 1782 in Schillers Selbstverlag und wurden am Mannheimer Hof- und Nationaltheater mit überwältigendem Erfolg aufgeführt. Herzog Karl Eugen untersagte Schiller dichterische Betätigung. 1783 floh er nach Mannheim.

Goethe und Schiller: Geschichte einer Freundschaft

Schiller zählt zu den bekanntesten deutschen Dichtern. Seine frühe Schaffensphase ist in der Zeit des Sturms und Drangs. Die Zeit der Weimarer Klassik (ca. 1794-1805), als Goethe und Schiller, gewissermaßen im befreundeten Wettstreit, ihre Meisterwerke schrieben, gilt als Höhepunkt der idealistischen Dichtung. Charakteristisch für Schillers Werke ist die Macht der Sprache, die für Emotion und Freiheitsdrang zu einer Zeit absolutistischer Herrschaft steht. Der „Fiesco“ und „Kabale und Liebe“ wurden 1784 mit riesigem Erfolg uraufgeführt.

Zudem gilt er als wichtigster deutschsprachiger Balladendichter - u. a. wegen seiner berühmten Gedichte "Die Bürgschaft", "Der Taucher", "Kassandra", "Ibycus", "Zerstörung von Troja", u. a. Das Jahr 1797 war Schillers Jahr der Balladen, die Bewunderung all des Griechischen verband ihn mit Hölderlin. Prägend für das späte Werk Schillers wurde der Gedankenaustausch mit Geistesgrößen wie Goethe, Herder und Lessing während seiner letzten sechs Lebensjahre im thüringischen Weimar. Schiller begegnete im Jahr 1788 Goethe - Freunde wurde die beiden Geistesgrößen ab 1794 - und wurde „unbesoldeter“ Professor für Geschichte in Jena.

Schiller hatte maßgeblichen Einfluss auf die Romantiker, vor allem durch seine Briefe zur ästhetischen Erziehung des Menschengeschlechts.



Für Schiller begründete sich im Theater der Hang nach dem Neuen und Ausserordentlichen.
Sein Ideal vom Menschen, der Wahrheit und der Sittlichkeit prägten das Werk und den Charakter Friedrich Schillers.

Der Dichter, Dramatiker und Philosoph Friedrich Schiller am 10. November 1759 als Sohn einers Offiziers im Dienst des Herzogs von Württembergin Marbach am Neckar geboren.


Weblinks:

Friedrich Schiller-Biografie

-

Biografien-Portal

- www.die-biografien.de

Friedrich Schiller-Zitate

-

Zitate-Portal

- www.die-zitate.de


Schiller-Literatur:

Goethe und Schiller: Geschichte einer Freundschaft
Goethe und Schiller: Geschichte einer Freundschaft
von Rüdiger Safranski

Schiller: oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus
Schiller: oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus
von Rüdiger Safranski

Freitag, 8. Mai 2015

Russland feiert seinen Nationalkomponisten Tschaikowsky

Peter Ttschaikowsky



Peter Tschaikowsky (1840 - 1893) feiert am 7. Mai seinen 175. Geburtstag. Ausgiebig feiert die Klaviernation Russland den 175. Geburtstag seines berühmtesten Komponisten. Es gibt zu seinen Ehren Feste, Ausstellungen und jede Menge Klassik-Konzerte mit Weltstars. Nur das Privatleben des Genies soll weiter tabu sein.


Die Liebe der Russen zu ihrem Peter Tschaikowsky ist in diesen Tagen allgegenwärtig. Vor dem am 7. Mai gefeierten 175. Geburtstag des Musikgenies ist das größte Land der Erde in Hochstimmung. Zentral gefeiert wird im malerischen Provinzort Klin, der wegen des Ansturms von Fans aus den Nähten platzt.




Dort erholte sich der Komponist zu Zarenzeiten vom Leben in den Kulturmetropolen Moskau und St. Petersburg und von seinen Weltreisen. Alles und jeder vereinnahmt den berühmtesten Klassiker des Landes im Jubiläumsjahr - für Konzerte, Ausstellungen und Festivals. Und dennoch fehlt etwas.

Tschaikowsky war einer der ersten Tondichter, der russische Nationalmusik komponiert hat. Seine besondere melodische Großzügigkeit, der Reichtum seiner Melodien, sein fantastisches Gespür für Drama und Sinfonie zeichnet ihn aus und lies ihn einzigartige Ton- und Ballettdichtungen schaffen.

Weblink:

Russland feiert Ikone Tschaikowsky - www.rp-online.de/panorama

Sinfonien, die man gehört haben sollte:

Peter Iljitsch Tschaikowsky: Sämtliche Sinfonien / Sinfonische Dichtungen
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Sämtliche Sinfonien / Sinfonische Dichtungen
von Peter Iljitsch Tschaikowsky

Peter Iljitsch Tschaikowsky: Die Sinfonien
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Die Sinfonien
von Peter Iljitsch Tschaikowsky

Peter Tschaikowsky 175. Geburtstag

Peter Ttschaikowsky


Peter Tschaikowski wurde vor 175 Jahren geboren. Peter Tschaikowsky zählt zu den bedeutendsten russischen Komponisten. Der Klangzauberer schuf Sinfonien und sinfonische Dichtungen wie »Schwanensee«, »Nussknacker«, »Dornröschen« - diese Ballettmusik des russischen Komponisten Peter Tschaikowsky gehört zu den Klassikern.

Ausgiebig feiert Russland den 175. Geburtstag seines berühmtesten Komponisten. Es gibt zu seinen Ehren Feste, Ausstellungen und jede Menge Klassik-Konzerte mit Weltstars. Nur das Privatleben des Genies soll weiter tabu sein.



Tschaikowsky war einer der ersten, der russische Nationalmusik komponiert hat. Seine besondere melodische Großzügigkeit, der Reichtum seiner Melodien, sein fantastisches Gespür für Drama und Sinfonie zeichnet ihn aus und lies ihn einzigartige Ton- und Ballettdichtungen schaffen.

Zu seinen bedeutendsten Werken zählen vor allem seine Ballette: »Dornröschen«, »Der Nussknacker« und »Schwanensee« - dem beliebtesten Ballettklassiker aller Zeiten.

Zu seinen Meisterstücken zählen aber auch Werke außerhalb der Ballettszene. Mit seiner Oper »Eugen Onegin« etwa, seinem Violinkonzert, der »Ouvertüre solennelle 1812« und seinem 1. Klavierkonzert op. 23 in b-Moll schrieb Tschaikowsky Musikgeschichte.

In mehr als 200 Werken zauberte der Komponist und Klangvirtuose mit seiner Musik Landschaften, Märchen und Geschichten, die noch heute ein breites Publikum in ihren Bann ziehen.

Peter Iljitsch Tschaikowsky ist bis heute einer der meistgespielten russischen Komponisten. Die Tondichtungen des russischen Romantikers erfeuen sich großer Beliebtheit. Tschaikowskys Musik begeistert auch heute noch, zum Beispiel mit dem an »Schwanensee« angelehnten Hollywood-Psychothriller »Black Swan«.

Musik:

Peter Iljitsch Tschaikowsky: Sämtliche Sinfonien / Sinfonische Dichtungen
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Sämtliche Sinfonien / Sinfonische Dichtungen
von Peter Iljitsch Tschaikowsky
< Peter Iljitsch Tschaikowsky: Die Sinfonien
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Die Sinfonien
von Peter Iljitsch Tschaikowsky

Mittwoch, 6. Mai 2015

Orson Welles 100. Geburtstag

Orson Welles



Orson Welles wurde vor 100 Jahren am 6. Mai 1915 in Kenosha im amerikanischen Bundesstaat Wisconsin geboren. Orson Welles war ein berühmter amerikanischer Schauspieler, Filmregisseur und Drehbuchautor des 20. Jahrhunderts. Orson Welles hat Film-, Theater- und Hörspielgeschichte geschrieben. Welles war ein ewiges Wunderkind, ein Sensationsmacher, eine Skandalfigur, ein Zauberer und ein Spieler.

Die Welt geriet ihm schon früh zur zauberhaften Illusion. Schon in frühen Jahren ging der begabte Illusionär nach New York, wo er am Broadway in zahlreichen klassischen Theaterstücken und als Bühnenregisseur großartige Erfolge feierte.



Im Oktober 1938 wurde Orson Welles schlagartig durch eine Radioübertragung des Hörspiels »Krieg der Welten« bekannt, welches von der Landung der Marsmenschen auf der Erde in einer dokumentarischen Radiosendung kündete. Welles stellte die Handlung während der Übertragung dabei so authentisch dar, dass das im Radio übertragene Hörspiel im zahlreichen amerikanischen Grossstädten an der Ostküste für Panik sorgte.

In der Halloween-Nacht 1938 geriet dem Sensationsmacher die Welt zum großen Spektakel. Es war der Geniestreich des jungen Orson Welles, der mit diesem Hörspiel-Spektakel Mediengeschichte schrieb. Der Weg nach Hollywood stand ihm nun offen und er bekam bei dem großen Filmstudio RKO als Regisseur freie Hand für seine Produktionen.



Als eine Parabel auf das Leben des amerikanischen Zeitungsverlegers Randolph Hearst entstand Wells' berühmtester Film »Citizen Kane« (1941), der bis heute als Meilenstein in der Filmgeschichte gilt. Der Hauptdarsteller John Foster Kane besitzt einen Verlag, ein grosses Schloss und materiellen Reichtum, doch das Rätsel die Kindheitsinnerung seiner Jugend, der Schlitten Rosebud, bleibt unerfüllt und ungelöst.

Nach dem Erfolg dieses Filmklassikers stürzte sich Welles als Regisseur gleich in mehrere Filmprojekte gleichzeitig, von denen er nur eines - »Der Ruhm des Hauses Amberson« - zu Ende bringen konnte. Sein Ruf in Hollywood hatte danach sehr gelitten.

»Hollywood ist schon in Ordnung.
Nur die Filme sind halt so schlecht.«
Orson Welles


Nach drei Filmen in Hollywood hatte Welles bereits seinen Ruf als Regisseur verspielt. Als Schauspieler hatte er noch Chancen, wenngleich es schwer war, ihn passend zu besetzen. Von Hollywood enttäuscht verlies er 1948 Hollywood und ging nach dem Krieg nach Europa, um sich dort filmischen Produktionen zu widmen.

Die Rolle seines Lebens spielte der Schauspieler Orson Welles 1949 als Harry Lime in dem düsteren Film »Der dritte Mann«, der im geteilten Wien der Nachkriegszeit im Schiebermilieu spielt. Am Tag der Ankunft seines Freundes Holly Martins wird Lime auf dem Wiener Zentralfriedhof beerdigt. Von einem britischen Offizier erfährt Martins, dass ausgerechnet sein alter Schulfreund Lime ein skrupelloser Schwarzhändler gewesen sei.

Ende der 1940er und Anfang der 50er Jahre verfilmte Welles - ein Mann mit der Präsenz einer Shakespeare-Figur - einige historische Shakespeare-Stücke wie "Macbeth" (1948) und "Othello" (1951). In Las Vegas trat er in den 1950er Jahren als Varieté-Künstler als der Magier "The Great Orsino" auf.

Welles versuchte in Europa seine Film-Projekte selbst zu realisieren. Er mußte nun als unabhängiger Produzent das Geld zur Finanzierung seiner Filme selbst beschaffen und auf Kosten seiner eigenen Existenz arbeiten.

Um das Geld dafür zu verdienen, spielte er in über 100 Filmen mit. Dass er dabei auch an minderwertigen Projekten mitwirkte – er spielte in Werbespots mit und synchronisierte billige Zeichentrickserien – ließ sein Ansehen in der Öffentlichkeit weiter sinken.



Orson Welles

Orson Welles gilt dennoch das ewige Wunderkind als einer der besten Schauspieler und Regisseure des 20. Jahrhunderts. Orson Welles starb am 20. Oktober 1985 in Los Angeles nach einem wechselvollen Leben an Herzversagen.

Seine letzte Ruhestätte fand der Schauspieler in der südandalusischen Stadt Ronda, die er in den 50er Jahren bei Filmarbeiten kennengelernt hatte. Dort fand er seine letzte Ruhestätte auf einem Privatgrundstück. In dem romantischen Honeymoon-Städtchen ist eine Passage nach ihm benannt.

Dreißig Jahre nach seinem Tod gilt Orson Welles als einer der wenigen Universalkünstler des Kinos, als eine zentrale Figur des 20. Jahrhunderts und Persönlichkeit der Zeitgeschichte.

Biografie: Orson Welles: Genie im Labyrinth
Orson Welles: Genie im Labyrinth
von dem österreichischen Filmkritiker Bert Rebhandl

»Royal Albert Hall London May 2-3-5-6« von »Cream«



»Cream« gehört zu den einflussreichsten Bands der Sechzigerjahre. Eric Clapton, Jack Bruce und Ginger Baker waren allesamt Virtuosen auf ihrem Instrument. Sie erweiterten die Grenzen der Rockmusik, indem sie jazzige Komponenten in ihre röhrenden Blues-Jams einführten.

Kaum ein Fan hatte noch an die »Cream-Reunion« geglaubt, doch im Mai 2005 fand sie tatsächlich statt und enttäuschte auch die strengsten Kritiker nicht.

An vier Abenden gingen Eric Clapton, Jack Bruce und Ginger Baker auf die Bühne der altehrwürdigen Royal Albert Hall in London und spielten erstmals seit 36 Jahren wieder gemeinsam komplette Cream-Sets.

Die Doppel-CD »Royal Albert Hall London May 2-3-5-6« präsentiert die 19 Highlights der Konzerte in brillantem, erdigem Sound ohne Netz und doppelten Boden. Als wären seit dem Bandsplit 1968 nur wenige Monate vergangen, brennt das Power-Trio ein inspiriertes, energiegeladenes Progressive-Bluesrock-Feuerwerk ab.

Eric Clapton, kurz vor seinem 60-sten Geburtstag, Jack Bruce (62) und Ginger Baker (65) spielten zwar nicht mehr so ungestühm, roh und kompromisslos wie in alten Tagen, dafür aber technisch versiert, kontrolliert und beinahe schon entspannt.

Ginger Baker swingt mit unwiderstehlichen Grooves, Bruce malträtiert seinen Bass trotz angeschlagener Gesundheit mit enormer Kraft und Finesse, Eric Clapton zockt so rockig wie seit Jahrzehnten nicht mehr, und auch der Gesang der beiden Frontleute ist über jeden Zweifel erhaben.

Egal ob vergessene Perlen oder unsterbliche Hits wie "Crossroads", "White Room" und "Sunshine Of Your Love": Diese Doppel-CD zeigt eine der wichtigsten Bands der <i>»British Invasion«</i> in blendender Spiellaune . Konzert-Aufnahme: Royal Albert Hall London May 2-3-5-6 2005
Royal Albert Hall London May 2-3-5-6 2005
Doppel-CD von Cream

Dienstag, 5. Mai 2015

»Cream« Live in der »Royal Albert Hall« 2005

»Cream« gehört zu den einflussreichsten Bands der Sechzigerjahre. Eric Clapton, Jack Bruce und Ginger Baker waren allesamt Virtuosen auf ihrem Instrument. Sie erweiterten die Grenzen der Rockmusik, indem sie jazzige Komponenten in ihre röhrenden Blues-Jams einführten. »Cream« wurde als erste sogenannte "Supergroup" zusammengestellt und existierte nur gerade mal zwei Jahre von 1966 bis 1968. Kaum ein Fan hatte noch an die Cream-Reunion geglaubt, doch im Mai 2005 fand sie tatsächlich statt und enttäuschte auch die strengsten Kritiker nicht. An vier Abenden gingen Eric Clapton, Jack Bruce und Ginger Baker auf die Bühne der altehrwürdigen Royal Albert Hall in London und spielten erstmals seit 36 Jahren wieder gemeinsam komplette Cream-Sets.


Im Mai 2005 stand das legendäre Trio der Band »Cream« in London bei einem Reunion-Concert; in der »Royal Albert Hall« ein letztes Mal in einer 4-tägigen Konzertfolge gemeinsam auf der Bühne.




Über 36 Jahre dauerte es, bis sich die drei Musiker Zeit ließen für ihr Comeback. Die Reunion fand genau in der Halle statt, wo am 26. November 1968 die Rocklegende »Cream«" ihren Bühnenabschied gab.

An den nachfolgenden Konzertabenden wurden die bekanntesten Songs der Band wie "Spoonful", "Badge", "Crossroads", "White Room" oder "Sunshine Of Your Love" gespielt. Trotz der vielen Jahre, die dazwischenlagen, klang der Sound der Ausnahmemusiker wie damals in den Sechzigern.

Weblink:

Cream - Royal Albert Hall, London - »The Guardian« - www.theguardian.com Konzertaufnahme: Royal Albert Hall London May 2-3-5-6 2005
Royal Albert Hall London May 2-3-5-6 2005
von Cream

Freitag, 1. Mai 2015

Premiere von "Citizen Kane" 1941

Dreharbeiten zu Citizen Kane

Vor 70 Jahren fand die Uraufgeführung von Orson Welles' Filmdebüt "Citizen Kane" am 1. Mai 1941 in New York statt. "Citizen Kane" ist das Erstlingswerk des erst 25 Jahre alten Orson Welles, der zwei Jahre zuvor mit seiner Hörspielfassung vom "Kampf der Welten" ganz New York in Aufruhr versetzt hatte.

Der Film ist ein Meilenstein der Filmgeschichte: in seiner assoziativen und anekdotischen Erzähltechnik, seiner ausgefeilten Bildsprache, der glänzenden Montage, der neuartigen Tonmischung und der dichten Dramaturgie.

Das von ihm selbst geschriebene Werk, in dem er die Hauptrolle übernahm und Regie führte, gilt als einer der besten und einflussreichsten Filme aller Zeiten, war jedoch nach der Kino-Premiere in New York nur in wenigen amerikanischen Kinos zu sehen und wurde somit zu einem kommerziellen Misserfolg.



In seinem Schloss Xanadu stirbt Charles Foster Kane, vielfacher Millionär und Beherrscher der öffentlichen Meinung. Er stirbt mit einem seltsamen Wort auf den Lippen: "Rosebud". Ein Reporter zieht aus, um die verborgene Bedeutung dieses Wortes zu ergründen.

Durch die Berichte der verschiedenen Menschen, die Kane kannten, ergibt sich eine fast lückenlose Rekonstruktion seines außergewöhnlichen Lebens.

Kane, der mit acht Jahren ein Vermögen erbt, wird gegen seinen Willen von seinem Elternhaus getrennt, um in der Stadt eine angemessene Erziehung zu erhalten. Mit 25 Jahren übernimmt er die Redaktion einer kleinen Tageszeitung, des "New York Daily Inquirer". Ohne Rücksicht auf seine eigenen geschäftlichen Interessen entlarvt er Korruption und Unehrlichkeit im öffentlichen Leben und wird bald von Tausenden verehrt - aber auch gehasst.

Kane gewinnt zunehmend Einfluss auf andere Zeitungen, doch dieser gigantische Aufstieg verändert ihn. An die Stelle seines Kampfes für die Wahrheit tritt das Verlangen nach weiteren, größeren Erfolgen.

"Citizen Kane" ist das Erstlingswerk des erst 25 Jahre alten Orson Welles, der zwei Jahre zuvor mit seiner Hörspielfassung vom "Kampf der Welten" ganz New York in Aufruhr versetzt hatte. Der Film ist ein Meilenstein der Filmgeschichte: in seiner assoziativen und anekdotischen Erzähltechnik, seiner ausgefeilten Bildsprache, der glänzenden Montage, der neuartigen Tonmischung und der dichten Dramaturgie.

Durch die Zusammenarbeit Welles' mit Gregg Toland, einem der renommiertesten Kameramänner seiner Zeit, konnten die Bilder entstehen, die das Leben des Medienmoguls Kane so facettenreich beleuchten. Nominiert für insgesamt elf Oscars, erhielt "Citizen Kane" lediglich einen Oscar für das "Beste Originaldrehbuch" zugesprochen. Welles' Meisterwerk steht bis heute ganz oben auf den internationalen Listen der besten Filme aller Zeiten.

Der kommerziell wenig erfolgreiche Film erzählt die Geschichte des Aufstiegs des Medien-Tycoons Kane, dargestellt und inszeniert von dem jungen Orson Welles. Der Zeitungsverleger William Randolph Hearst, der in dem Streifen porträtiert wird, versuchte die Veröffentlichung mit allen Mitteln zu verhindern. Hearst schaffte es, die breit angelegte Aufführung von "Citizen Kane" zu stoppen.

Bei der "Oscar-Verleihung" 1942 wurde Welles ausgebuht und erhielt, obwohl für neun "Academy Awards" nominiert, nur eine verdiente Auszeichnung für die beste Regie. Zudem hatte Welles nach "Citizen Kane" erhebliche Schwierigkeiten weitere Filme zu drehen.

Weblink:

Citizen Kane - Spielfilm, USA 1940