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Donnerstag, 6. Februar 2025

Bob Marley 80. Geburtstag

Bob Marley

Bob Marley wurde vor 80 Jahren am 6. Februar 1945 in der jamaikanischen Kleinstadt Nine Miles geboren, ging aber mit 16 Jahren nach Kingston. Er war ein jamaikanischer Sänger, Gitarrist und Songwriter. Marley war Mitbegründer und einer der bedeutendsten Vertreter des Reggae, der durch ihn und seine Band »The Wailers« ab Mitte der 1970er Jahre international bekannt wurde. Heute gilt er als Reggae-Legende.

1972 gelang ihm mit dem Album »Catch a Fire« der internationale Durchbruch. Ein Jahr später wurde sein Song »I Shot the Sheriff« von Eric Clapton gecovert, was auch Marleys Ansehen in der Musikwelt steigen ließ. Sein Album »Rastamans Vibration« machte ihn 1976 endgültig zum ersten Superstar aus einem Entwicklungsland.

Bob Marley ist für seine sozialkritischen Texte seiner Lieder bekannt. Zu den bekanntesten Songs des Regge-Künstlers zählen »Buffalo Soldier«, »Get Up«, »Stand Up«, »I Shot the Sheriff«, »No Woman No Cry«, »Could You Be Loved?«, »Redemption Song« und »Stir It Up«. Neben seinem musikalischen Werk verbreitete Marley die Botschaft der Rastafari-Bewegung. Für deren Anhänger und für viele Menschen in der Dritten Welt war und ist Marley bis heute eine wichtige Identifikationsfigur.

Im Herbst 1980 sollte Marley im Rahmen einer Tournee mit der Gruppe »The Commodores« und Lionel Richie den endgültigen Durchbruch in den USA schaffen. Nach den ersten USA-Konzerten im September 1980 in Boston, Providence und im Madison Square Garden brach er beim Joggen im Central Park in New York zusammen. Die Diagnose lautete auf einen Tumorbefall der Leber, der Lunge und des Gehirns. Sein letztes Konzert gab er am 23. September 1980 im Benedum Center im Stanley Theater in Pittsburgh, Pennsylvania.

Am 8. Mai beschloss Marley, zum Sterben nach Jamaika zurückzukehren. Bei der Zwischenlandung in Florida in den frühen Morgenstunden des 11. Mai war er jedoch schon zu schwach für den Weiterflug. Marley wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, wo er dann gegen 11:30 Uhr starb. Bob Marley starb am 11. Mai 1981 in Miami, Florida.

Samstag, 13. Juli 2024

TFF Rudolstadt - das Weltmusik-Festival rund um die Heidecksburg


Das TFF Rudolstadt ist ein in seiner Atmosphäre einzigartigen Weltmusik-Festival, das immer am ersten Juli-Wochenende die kleine thüringische Residenzstadt in ein gigantisches Camp zigtausender Musikbegeisterter verwandelt.

Das erste Wochenende im Juli wird auch in 2018 wieder zehntausende Fans, Besucher und Künstler in Rudolstadt versammeln. Am ersten Juliwochenende steht Rudolstadt wieder ganz im Zeichen von Folk- und World Music.

Das TFF Rudolstadt ist Deutschlands größtes und vielfältigstes Festival für Folk, Roots und World Music und eines der wichtigsten seiner Art in Europa. Das Festival erlebt in diesem Jahr seine 28. Auflage.

Heidecksburg Rudolstadt

Das Festivalgelände liegt auf und unterhalb der Heidecksburg, die über der Stadt thront. Die Bühnen dieses bedeutenden Folkfestivals befinden sich in der Altstadt, im benachbarten Heinepark und auf dem Gelände der Heidecksburg aufgebaut, die sich über der Stadt erhebt.

Das TFF ist ein Fest mit musikalischer Tradition. Vorgänger war das Tanzfestival. 1955 wurde das „1. Fest des deutschen Volkstanzes“ in Rudolstadt ausgerichtet. Zum einen sollte damit der Sozialismus eine folkloristische Grundierung erhalten. Zum zweiten wurde damit die deutsche Einheit beschworen, ein Ziel, das die Ulbricht-Regierung zumindest rhetorisch in dieser Zeit noch verfolgte.

Und schließlich sollte deutsche Tradition gegen „amerikanische Unkultur“, wie Rock’n’Roll und Jazz, gestellt werden. Rudolstadt empfahl sich – wie zunächst auch Wernigerode – durch seine Lage in der Mitte Deutschlands und durch die Altstadt mit darüberliegendem Schloss, die durch den Krieg nicht beschädigt wurde.


Musikalischer Länderschwerpunkt in diesem Jahr ist ... Ob Legenden der Folkmusik oder Newcomer aller Genres dieser breit gefächerten Musikrichtung, ob Straßenmusik oder große Bühne - Rudolstadt klingt an allen Ecken und Enden.

Weblinks:


Rudolstadt-Festival - https://rudolstadt-festival.de

TFF-Rudolstadt - Wikipedia.org - http://de.wikipedia.org

Samstag, 18. Mai 2024

»Die Moldau« von Friedrich Smetana











Große Sinfonien sind Klanggebilde, die seelische Grundstimmungen erzeugen. So mancher Sinfoniker hat es in der Vertonung seiner Dichtkunst zur Meisterschaft gebracht.

Dazu gehört auch der tschechische Nationalkomponist Friedrich Smetana. Seine besondere melodische Großzügigkeit, der Reichtum seiner Melodien, sein fantastisches Gespür für Drama und Sinfonie zeichnet ihn aus und lies ihn einzigarige Tondichtungen schaffen. Smetana hat es geschafft, den Lauf der böhmischen Flußlandschaft der Moldau musikalisch zu vertonen und damit eine einzigartige Flußsymphonie als Komposition zu erschaffen.


»Die Moldau« ist der zweite Teil eines siebenteiligen Zyklus, den Smetana »Má Vlast« (»Mein Vaterland«) taufte. Die Sinfonie mit dem naturhaften Klangbild« ist die Choreografie eines Flusslaufes und eine magische – in Sinfonie vewandelte - Flussreise. Der tschechische Komponist schenkte dem Musikfreund ein besonderes Klangerlebnis, welches dem Zuhörer den Gemuß verleiht, dem Lauf der Moldau symphonisch zu folgen.


Mit diesem einzigartigen Klangwerk, in dem er den Lauf der Moldau von den Höhen des Böhmerwaldes bis zur Mündung bei Melnik musikalisch nachzeichnete und in Tonkunst verwandelte, hat er die sinfonische Kunst zur Vollendung gebracht.

Das symphonische Stück zeichnet musikalisch den Verlauf des Flusses Moldau von seiner Quelle bis zu seiner Mündung in die Elbe nach, vorbei an Bauernhochzeiten, Ritterburgen und dem herrschaftlichen Prag. Wer genau zuhört, kann also dem Verlauf der Moldau musikalisch folgen.

Ein weltbekanntes musikalisches Denkmal hat Friedrich Smetana (1824-1884) dem Fluss gesetzt. Er komponierte 1874 die romantische Sinfonie »Die Moldau«, die 1875 uraufgeführt und später zu einem Teil des sechsteiligen Zyklus’ »Mein Vaterland« wurde. Beim Zuhören glaubt man, sich direkt an der vom kleinen Bächlein zum großen Strom anwachsenden Moldau zu befinden und die Landschaften vor sich zu sehen.
Smetana selbst hat sein Werk so beschrieben:



„Die Komposition schildert
den Lauf der Moldau, angefangen bei den
beiden kleinen Quellen, der Kalten und
der Warmen Moldau, über die Vereinigung
der beiden Bächlein zu einem Fluss,
den Lauf der Moldau durch Wälder und
Fluren, durch Landschaften, wo gerade
eine Bauernhochzeit gefeiert wird und
wo beim nächtlichen Mondschein die
Nymphen ihren Reigen tanzen. Auf
den nahen Felsen ragen stolze Burgen,
Schlösser und Ruinen empor. Die Moldau
wirbelt in Stromschnellen; fließt im
breiten Zug weiter gegen Prag, und in
majestätischem Lauf entschwindet sie in
der Ferne schließlich in der Elbe.“

Mit seiner großen Fluss-Symphonie »Die Moldau« hat der tschechische Komponist Friedrich Smetana dem großen Fluss seiner Heimat ein musikalisches Denkmal gesetzt, das überall auf der Welt bekannt ist. Zudem hat der Komponist tschechische Nationalmusik komponiert.

Noch heute wird »Die Moldau« jedes Jahr zu Beginn des Frühlingsfestes am Todestag des Komponisten - dem 12. Mai - gespielt. An Smetanas Todestag am 12. Mai wird jedes Jahr das internationale Musikfest »Prager Frühling« eröffnet. Traditionell wird dabei der Zyklus symphonischer Dichtungen »Mein Vaterland« aufgeführt.

Weblink:

Bedřich Smetana – tschechischer Nationalkomponist zwischen Mythos und Realität - Radio CZ - www.radio.cz


Video:


»Die Moldau« von Bedrich Smetana - Dailymotion

Smetana - Die Moldau (Karajan) - Youtube - www.youtube.com


Symphonie:

Die Moldau
Die Moldau
von Friedrich Smetana

Die Moldau mit CD: Eine Geschichte zur Musik von Friedrich Smetana
Die Moldau mit CD: Eine Geschichte zur Musik von Friedrich Smetana

von Marko Simsa und Doris Eisenburger


Dienstag, 7. Mai 2024

Beethovens Vollendung der 9. Sinfonie

Ludwig van Beethoven

Der Komponist, der sein Werk als lebenslange Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Umbrüchen seiner Zeit in Werken begriff. Stets Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit verpflichtet.

1824 vollendete Beethoven die 9. Sinfonie. Der letzte Satz mit dem Chorfinale zu Schillers Gedicht »An die Freude« ist besonders bekannt. Das Thema dieses Satzes ist die Grundlage der Europahymne. Die Musik ist der hymnische Ausdruck seines Protestes gegen den Fürsten Metternich, der in Europa die Restauration betrieb.

Die Sinfonie drückt das Ringen eines Menschenherzens aus, das sich aus Mühen und Leiden nach dem Tag reiner Freude sehnt, der ihm doch in voller Klarheit und Reinheit nicht beschieden ist. Die ersten drei Sätze mit ihrer grandiosen Architektur, Instrumentierung und Themenverarbeitung wurden richtungsweisend für die Sinfoniker der Romantik bis hin zu Gustav Mahler.

Die Uraufführung der 9. Sinfonie erfolgte zusammen mit Teilen der »Missa solemnis« am 7. Mai 1824. Beethoven wollte, obwohl er die Aufführung nicht mehr selbst leiten konnte, den Dirigenten durch Angabe der Tempi unterstützen. Das Orchester war allerdings angewiesen worden, dies nicht zu beachten.

Ein Teil des Chorfinales der 9. Sinfonie arrangierte Herbert von Karajan 1985 zu einer Instrumentalversion, die als Symbol für Freiden und Völkerverständigung zur offiziellen Hymne der Europäischen Union wurde. Das universelle Werk ist in diesem Zusammenhang Ausdruck der Werte Frieden, Freiheit und Solidarität, was in dem kurzen Textsatz alle Menschen werden Brüder, wo dein safter Flügel weilt zum Ausdruck kommt.

Beethoven hat seine letzten Kompositionen, u.a. die 9. Sinfonie, nicht mehr hören können.

Samstag, 1. April 2023

Sergej Rachmaninow 150. Geburtstag


Sergej Rachmaninow wurde vor 150 Jahren am 1. April 1873. auf dem Landgut Semjonowo bei Staraja Russa im Gouvernement Nowgorod geboren. Sergej Rachmaninow war ein russischer Pianist, Komponist und Dirigent in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sergej Rachmaninow ist einer der größten Pianisten seiner Zeit und einer der "letzten Romantiker" der Musikgeschichte.

Rachmaninow stammt aus wohlhabenden Verhältnissen, wurde 1873 auf einem der Landgüter der Familie nahe Nowgorod geboren. Doch sein Vater war ein Taugenichts, der die Besitztümer nach und nach durchbrachte. Schließlich zogen die Rachmaninows nach St. Petersburg, weil sie auch das letzte Gut verkaufen mussten.

Die Ehe der Eltern zerbrach und das musikalisch begabte, aber völlig verängstigte Trennungskind Sergej scheiterte am Petersburger Konservatorium. Doch der Pianist Alexander Siloti, ein Neffe der Mutter und Schüler des großen Franz Liszt, glaubte an den jungen Musiker und ebnete ihm den Weg nach Moskau. Am dortigen Konservatorium arbeitete Rachmaninow wie ein Besessener und entwickelte seinen flammenden, kraftvollen Klavierstil.

Zahlreiche Lieder und eine Oper entstanden, auch die erste von insgesamt vier Sinfonien. Zu ihrer Uraufführung kehrte er in die damalige Hauptstadt St. Petersburg zurück. Diese geriet jedoch zum Fiasko, weil der Dirigent Alexander Glasunow angeblich betrunken zur Premiere erschien. Die Kritiker verrissen Rachmaninows Werk und der 24-Jährige fiel danach in eine tiefe Depression.

Seine 1. Sinfonie in d-Moll, uraufgeführt am 15. März 1897 in Sankt Petersburg unter der Leitung von Alexander Glasunow, fiel bei Kritikern und Publikum durch. Das Werk stieß beim Publikum auf Ablehnung und stürzte den 23-jährigen Komponisten in eiene tiefe Schafffenskrise.

Im Jahre 1904 wurde Rachmaninow Dirigent am Bolschoi-Theater. Zwei Jahre sollte diese Tätigkeit dauern.

Ab 1906 und in den zwei Folgejahren verbrachte die Familie Rachmaninow die Wintermonate in Dresden. Rachmaninow würdigte das musikalische Kapital der Stadt wie der Region überhaupt, die Arbeit an neuen Kompositionen verband er mit Besuchen der Semperoper und des Leipziger Gewandhauses.

In Dresden entstanden die 2. Sinfonie op. 27, die 1. Klaviersonate op. 28 und die sinfonische Dichtung Die Toteninsel op. 29.

Im Winter 1917 wollte Sergej Rachmaninow nur noch raus aus Russland. Die Wirren der bolschewistischen Oktoberrevolution schüchtern den Komponisten dermaßen ein, dass er eine Konzerteinladung nach Stockholm nutzt, um mit seiner Familie für immer zu emigrieren.

Mit der Bahn und dem Schlitten gelangen sie nach Schweden, später mit dem Ozeandampfer in die USA - zusammen mit Hunderttausenden anderen russischen Flüchtlingen. Doch auch aus der Ferne bleibt der Musiker seiner Heimat, ihren Melodien und ihrem latenten Hang zur Melancholie stets treu.

Sergej Rachmaninow starb vor 80 Jahren am 28. März 1943 in Beverly Hills, Kalifornien.

Dienstag, 28. März 2023

Sergej Rachmaninow 80. Todestag


Sergej Rachmaninow starb vor 80 Jahren am 28. März 1943 in Beverly Hills, Kalifornien. Im Rachmaninow-Gedenkjahr wird der 80. Todestag und der 150. Geburtstag gefeiert. Sergej Rachmaninow war ein russischer Pianist, Komponist und Dirigent in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sergej Rachmaninow ist einer der größten Pianisten seiner Zeit und einer der "letzten Romantiker" der Musikgeschichte.

Rachmaninow stammt aus wohlhabenden Verhältnissen, wird 1873 auf einem der Landgüter der Familie nahe Nowgorod geboren. Doch sein Vater war ein Taugenichts, der die Besitztümer nach und nach durchbrachte. Schließlich zogen die Rachmaninows nach St. Petersburg, weil sie auch das letzte Gut verkaufen müssen.

Die Ehe der Eltern zerbrach und das musikalisch begabte, aber völlig verängstigte Trennungskind Sergej scheiterte am Petersburger Konservatorium. Doch der Pianist Alexander Siloti, ein Neffe der Mutter und Schüler des großen Franz Liszt, glaubte an den jungen Musiker und ebnete ihm den Weg nach Moskau. Am dortigen Konservatorium arbeitete Rachmaninow wie ein Besessener und entwickelt seinen flammenden, kraftvollen Klavierstil.

Zahlreiche Lieder und eine Oper entstanden, auch die erste von insgesamt vier Sinfonien. Zu ihrer Uraufführung kehrte er in die damalige Hauptstadt St. Petersburg zurück. Diese geriet jedoch zum Fiasko, weil der Dirigent Alexander Glasunow angeblich betrunken zur Premiere erschien. Die Kritiker verrissen Rachmaninows Werk und der 24-Jährige fiel in eine tiefe Depression.

Seine 1. Sinfonie in d-Moll, uraufgeführt am 15. März 1897 in Sankt Petersburg unter der Leitung von Alexander Glasunow, fiel bei Kritikern und Publikum durch. Das Werk stieß beim Publikum auf Ablehnung und stürzte den 23-jährigen Komponisten in eiene tiefe Schafffenskrise.

Im Jahre 1904 wurde Rachmaninow Dirigent am Bolschoi-Theater. Zwei Jahre sollte diese Tätigkeit dauern.

Ab 1906 und in den zwei Folgejahren verbrachte die Familie Rachmaninow die Wintermonate in Dresden. Rachmaninow würdigte das musikalische Kapital der Stadt wie der Region überhaupt, die Arbeit an neuen Kompositionen verband er mit Besuchen der Semperoper und des Leipziger Gewandhauses.

In Dresden entstanden die 2. Sinfonie op. 27, die 1. Klaviersonate op. 28 und die sinfonische Dichtung Die Toteninsel op. 29.

Im Winter 1917 wollte Sergej Rachmaninow nur noch raus aus Russland. Die Wirren der bolschewistischen Oktoberrevolution schüchtern den Komponisten dermaßen ein, dass er eine Konzerteinladung nach Stockholm nutzt, um mit seiner Familie für immer zu emigrieren.

Mit der Bahn und dem Schlitten gelangen sie nach Schweden, später mit dem Ozeandampfer in die USA - zusammen mit Hunderttausenden anderen russischen Flüchtlingen. Doch auch aus der Ferne bleibt der Musiker seiner Heimat, ihren Melodien und ihrem latenten Hang zur Melancholie stets treu.

Sergej Rachmaninow wurde vor 150 Jahren am 1. April 1873. auf dem Landgut Semjonowo bei Staraja Russa im Gouvernement Nowgorod geboren.

Montag, 13. Februar 2023

Richard Wagner 140. Todestag

Richard Wagner


Richard Wagner starb vor 140 Jahren am 13. Februar 1883 in Venedig. Richard Wagner war ein deutscher Komponist, Dramatiker, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent. Mit seinen durchkomponierten Musikdramen gilt er als einer der bedeutendsten Komponisten der Romantik.

Mit seinen Musikdramen gilt er als einer der bedeutendsten Erneuerer der europäischen Musik im 19. Jahrhundert. Er veränderte die Ausdrucksfähigkeit romantischer Musik und die theoretischen und praktischen Grundlagen der Oper, indem er dramatische Handlungen als Gesamtkunstwerk gestaltete und dazu die Libretti, Musik und Regieanweisungen schrieb.

Wagner wollte die aus seiner Sicht „dekadenten“ Theater reformieren, mit Hilfe seiner Kunst zu einer besseren Volkserziehung beitragen und somit die Welt verbessern. Bereits in jungen Jahren war er von der Idee beherrscht, Musik und Drama zu verknüpfen (Das Kunstwerk der Zukunft, Oper und Drama) und in Anlehnung an die Tradition der griechischen Tragödien eine neue Kunstrichtung zu begründen.

Wagners Werke sind ein Höhepunkt der romantischen Musik und beeinflussten viele Zeitgenossen und spätere Komponisten erheblich. Vor allem der Tristan brachte die Musiksprache des 19. Jahrhunderts weit voran und gilt vielen als Ausgangspunkt der Modernen Musik.

Als erster Komponist gründete er Festspiele in dem von ihm geplanten Bayreuther Festspielhaus. Seine Neuerungen in der Harmonik beeinflussten die Entwicklung der Musik bis in die Moderne. Beeinflusst durch immer wieder neue Bekanntschaften und Persönlichkeiten hielt Wagner dennoch an seinem Schaffen fest und wurde schließlich zu einem der bedeutendsten Erneuerer der europäischen Musik im 19. Jahrhunderts.

Richard Wagners künstlerisch revolutionäres Musiktheater hat die Abgründe der modernen Seele ausgeleuchtet und politische Utopien entworfen, es problematisiert den Kapitalismus und wird immer wieder neu gedeutet. Sein Leben war ein Kampf um den Erfolg. Die einen verehrten ihn abgöttisch, den anderen erschien er als Scharlatan.

Richard Wagner wurde am 22. Mai 1813 in Leipzig geboren.

Literatur:

Richard Wagner Biographie
Richard Wagner: Biographie
von Walter Hansen

Samstag, 30. Juli 2022

Bardentreffen in Nürnberg

Bardentreffen

Das Bardentreffen ist ein jährlich im Sommer stattfindendes, dreitägiges Open-Air-Musikfestival in Nürnberg. Es beginnt am ersten Freitag der bayerischen Sommerferien.

Über 200.000 Besucherinnen und Besucher jeden Alters strömen jährlich, zu Beginn der Bayerischen Schulferien Ende Juli, Anfang August zu den malerischen Plätzen und in die historischen Innenhöfe der Altstadt, um, bei freiem Eintritt, Liedersänger und Gruppen aus der ganzen Welt zu erleben. Das Bardentreffen ist Nürnbergs Open-Air-Höhepunkt und als Festival der Weltmusik d e r Klassiker.

Das Bardentreffen in Nürnberg ist vielleicht eines der charmantesten Musikfestivals überhaupt. Es findet einmal jährlich in der Altstadt Nürnbergs auf verschiedenen Freilichtbühnen statt. Beim Bardentreffen werden an den zahlreichen Veranstaltungsorten Künstler aus 20 verschiedenen Ländern spielen.

Mit Thomas Gottschalk als Moderator und Sängern wie Heinz Rudolf Kunze, Klaus Lage und Thommie Bayer als Debütanten, entstand des Bardentreffen 1976 als Liedermacher-Wettbewerb zum 400. Todestag des Nürnberger Schuster und Poeten Hans Sachs, der als Bühnenfigur in Richard Wagners „Meistersinger“-Oper bis heute fortlebt.

Mittlerweile ist es die „kulturelle Magnetveranstaltung“ (Die Zeit). Das musikalisch-inhaltliche Konzept steht auf den drei Säulen „Traditionen“, „Trends“ und „Experimente“, der Songwriter hat ebenso seinen Platz wie traditionelle Volksmusiken und deren zeitgemäße Weiterentwicklungen und Experimente.

Der Eintritt zu allen Veranstaltung ist frei.

Weblink:

Bardentreffen in Nürnberg - http://bardentreffen.nuernberg.de

Samstag, 16. April 2022

Thüringer Bachwochen 2022

Johann Sebastian Bach


Die Thüringer Bachwochen sind das größte Festival für klassische Musik in Thüringen und eine Hommage an ein schöpferisches Musikgenie der Barockmusik. Die Bach zu Ehren abgehaltenen Bachwochen finden 2022 vom 8. April bis 1. Mai statt.

Mit seiner Spezialisierung auf Barockmusik und die Aufführung der Werke Johann Sebastian Bachs an den authentischen Bachstätten des Landes verfügt das Festival über künstlerische wie touristische Anziehungs­kraft zugleich – in Thüringen und darüber hinaus.
Ausgangspunkt des Festivals ist ein einzigartiges historisches Potenzial im Freistaat Thüringen. Mit Bachhaus und Taufkirche in Eisenach, der Traukirche in Dornheim, den frühen Wirkungsstätten in Mühlhausen, Arnstadt und Weimar sowie den Häusern der Vorfahren in Erfurt und Wechmar ver­fügt Thüringen über eine Vielzahl authentischer Bachorte. Diese eindrucksvollen Schauplätze sind Podium und bilden den Rahmen für anspruchsvolle Konzerte.

Johann Sebastian Bach

Bei den Thüringer Bachwochen erscheint Bach jedoch nicht nur im historischen Gewand: Wie kein anderer Komponist hat Bach Kulturschaffende aller Genres inspiriert – und dies tut er bis heute. Deshalb wird Bach in Thüringen nicht nur originalgetreu musiziert, sondern auch getanzt, inszeniert, arrangiert oder mit neuen Texten versehen.

Der 1685 in Eisenach geborene Johann Sebastian Bach ist in Thüringen sehr lebendig und viele Entdeckungen wert.

Weblink: Johann Sebastian Bach

Montag, 24. Mai 2021

Bob Dylan 80. Geburtstag

Bob Dylan


Bob Dylan feiert am 24. Mai seinen 80. Geburtstag. Dylan ist ein vielseitiges Talent: Folksänger, Rockmusiker, Dichter, Schriftsteller, Moderator, Schauspieler und Maler. Es gibt keine Auszeichnung, die Dylan im Laufe seines Lebens nicht verliehen worden wäre. 2016 erhielt er den Literaturnobelpreis.

Dylan ist ein amerikanischer Folk- und Rockmusiker und Lyriker. Der Folksänger spielt Gitarre, Mundharmonika, Orgel und Klavier. Er gilt als einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts.

Aus den Einflüssen von Blues und Country schuf Dylan eine neue Form des Folk-Rocks. 1962 erschien unter seinem Künstlernamen das Debütalbum, dass vorwiegend Coverversionen und nur zwei eigene Kompositionen enthielt. Doch bereits die zweite LP von 1963 enthielt mit dem Klassiker "Blowin' in the Wind" das Lied einer ganzen Generation. Dylan wurde zur Gallionsfigur und zum Sprachrohr einer Protestbewegung, die sich gegen Krieg und Unterdrückung auflehnte.

Bob Dylan wurde als die "andere Stimme" Amerikas zur Ikone der Protestkultur, zum Idol. Und - er ist der Mann der Masken. Er verstand Wandel als künstlerisches Prinzip. Keiner zog das so konsequent durch wie er.



Er wurde als Robert Allen Zimmerman in Duluth im Bundesstaat Minnesota geboren und wuchs in der benachbarten Bergarbeiterstadt Hibbing auf.

Seine Familie stammte von jüdisch-russischen Einwanderern ab. Nach drei Semestern Kunst an der Universität von Minnesota in St. Paul kam er im Herbst 1960 nach New York. Seither führt er ein Leben in Bewegung, unstet und immer in Veränderung.1962 änderte der Folksänger seinen Namen nach dem walisischen Schriftsteller Dylan Thomas in Bob Dylan um.



Bob Dylans Karriere als Liedermacher und Sänger begann 1961 in New York City. Musikalisch inspiriert von seinem Idol, dem Folksänger Woody Guthrie, und in der Gesellschaftskritik geprägt von seiner ersten großen Liebe Suze Rotolo, trat er zunächst in kleinen Clubs auf.

Bob Dylan hat die Welt mit seinen Werken nicht nur musikalisch verändert. - Wie lässt sich Bob Dylans Rolle für die Entwicklung der populären Musik seit den frühen 1960er Jahren einschätzen? Das amerikanische Nachrichtenmagazin "Newsweek" fand darauf eine knappe und präzise Antwort: „Er bedeutet für die Popmusik das gleiche wie Einstein für die Physik.“ Das heißt: Er hat alles oder zumindest vieles verändert.



Auch mit 80 ist er noch immer in Bewegung - like a rolling stone.

Weblinks:

Bob Dylan wird 75: Der Einstein der Popmusik - NZZ - www.nzz.ch

Der Einstein des Pop - www.mittelbayerische.de



Literatur:

Chronicles Vol. 1
Chronicles Vol. 1
von Bob Dylan

Samstag, 3. April 2021

Das Oster-Oratorium (BWV 249, D-Dur) von Johann Sebastian Bach


Johann Sebastian Bach hat nicht nur oratorische Werke für Weihnachten und für Karfreitag geschrieben, sondern auch ein Oster-Oratorium (BWV 249). Abweichend von der üblichen Oratorienform wird kein Bibeltext von einem Evangelisten vorgetragen.

Das Oster-Oratorium (BWV 249, D-Dur) „Kommt, eilet und laufet" ist ein Oratorium von Johann Sebastian Bach, das er zum ersten Mal am 1. Ostertag 1725 (1. April) aufführte. Es existieren drei verschiedene spätere Fassungen mit auffallenden Abweichungen in Besetzung und Text.

Das Oster-Oratorium (BWV 249, D-Dur) von Johann Sebastian Bach

Das Oster-Oratorium (BWV 249, D-Dur) ist ein Oratorium von Johann Sebastian Bach, das er zum ersten Mal am 1. Ostertag 1725 (1. April) aufführte. Es existieren drei verschiedene spätere Fassungen mit auffallenden Abweichungen in Besetzung und Text. Das Werk wird als Oratorium eingeordnet, weil ihm ein erzählender Bibeltext zu Grunde liegt; dieser wird aber abweichend von der üblichen Oratorienform nicht von einem Evangelisten vorgetragen, sondern in frei nachgedichteter Form wiedergegeben.

Thüringer Bachwochen




Mittwoch, 16. Dezember 2020

Ludwig van Beethoven 250. Geburtstag

Ludwig van Beethoven


Ludwig van Beethoven feiert seinen 250. Geburtstag. Er wurde am 17. Dezember 1770 in Bonn getauft. Ludwig van Beethoven war ein deutscher Pianist und Komponist. Er führte die Wiener Klassik zu ihrer höchsten Entwicklung und bereitete der Musik der Romantik den Weg.

Beethoven war einer der bedeutendesten Komponisten, deren Werke Ausdruck eigener Persönlichkeit, eigenen Erlebnisses, eigenen Schicksal sind. Beethoven schrieb 9 Sinfonien, Kammermusik, 4 Klavierkonzerte, 1 Violinkonzert und eine Oper »Fidelio«.

Mit Ludwig van Beethoven brach in der Musikwelt ein neues Zeitalter an oder gar die Zukunft, wie Richard Wagner meinte - und damit sich selbst meinte. Mit Beethoven nahm die Musik Abschied vom Ideal des Schönen und Massvollen. Der Komponist als Schöpfer neuer Klangwelten, als Zertrümmerer von Traditionen, als Entwickler und Entdecker: Beethoven wurde zum Vorbild für alle, die nach ihm kamen und sich für Genies hielten. Mit ihm setzt sich die Subjektivität in der Musik durch.

»Es gehört Rhythmus des Geistes dazu, um Musik in ihrer Wesenheit zu fassen -
sie gibt Ahnung, Inspiration himmlischer Wissenschaften, und was der Geist sinnlich von ihr empfindet,
das ist die Verkörperung geistiger Erkenntnis.«


Ludwig van Beethoven
Zu Beginn seiner musikalischen Karriere machte sich Beethoven zunächst als Klaviervirtuose einen Namen. Zu seinen Stärken gehörte das freie Improvisieren und Fantasieren auf dem Instrument.

Nach dem Umzug von Bonn nach Wien führte ihn sein Talent bald in die höchsten gesellschaftlichen Kreise der habsburgischen Metropole.

Ein Gehörleiden, das sich im Laufe der Zeit zur völligen Taubheit verschlimmerte, setzte seiner Karriere als Pianist jedoch ein vorzeitiges Ende. Die Krankheit löste eine Krise aus, über die Beethoven 1802 in seinem »Heiligenstädter Testament« Zeugnis ablegte.

Beethoven gilt heute als der Vollender der Wiener Klassik und Wegbereiter der Romantik. Insbesondere in den für die Epoche der Wiener Klassik grundlegenden Formen der Sinfonie, der Klaviersonate und des Streichquartetts hat er Werke geschaffen, deren musikgeschichtlicher Einfluss kaum zu übertreffen ist. So legte Beethoven beispielsweise wichtige Grundsteine für die weitgehende sinfonische Durchdringung der Solokonzerte in der weiteren Musikgeschichte.

Er schuf neun Sinfonien und zahlreiche Sonaten. Beethoen war einer der größten Schöpfer von Sonaten. Die Sonatensatzform, und darin namentlich die Durchführung, entwickelte er fast zu Vollkommenheit. Auch eine immer weiterführende Konzentration von Sinfonien und Solokonzerten, sich von Quantität zu Qualität bewegend, kann Beethoven zugesprochen werden.

Es war eine idealistisch humanistische Grundtendenz, die den Unterbau seiner tönenden Werke bildete. Der Komponist, der sein Werk als lebenslange Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Umbrüchen seiner Zeit in Werken begriff. Stets Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit verpflichtet. Die Französische Revolution und Napoleon Bonaparte hatten auf Beethoven einen starken Eindruck gemacht und wirkten sich nachweislich auf sein Schaffen aus.

Beethoven hat aber auch den Maßstab in den instrumentalen Formen Sonate, Streichquartett, Sinfonie gesetzt – und seine Nachfolger damit unter Stress. Denn eigentlich sind diese Formen mit ihm auskomponiert. Ohne Beethoven sind Brahms, Bruckner, Mahler, ja auch Schönberg nicht zu verstehen.



»Fidelio« ist die einzige Oper von Ludwig van Beethoven in zwei – bzw. in der Urfassung unter dem Titel »Leonore« drei – Akten. Das Libretto schrieben Joseph Sonnleithner, Stephan von Breuning und Georg Friedrich Treitschke. Die Uraufführung der ersten Fassung des »Fidelio« fand am 20. November 1805 am »Theater an der Wien« statt.

Ludwig van Beethoven starb am 26. März 1827 in Wien.

Weblinks:

Ludwig van Beethoven-Biografie - www.die-biografien.de

Ludwig van Beethoven-Zitate - www.die-zitate.de

Biografien:

Beethoven: Der einsame Revolutionär
Der einsame Revolutionär
von Jan Caeyers

Beethoven: Sein Leben - seine Musik
Beethoven: Sein Leben - seine Musik
von Jeremy Siepmann

Beethoven: Der Schöpfer und sein Universum
Beethoven: Der Schöpfer und sein Universum
von Martin Geck

Montag, 31. August 2020

Van Morrison 75. Geburtstag

Van Morrison

Van Morrison, der als stets grummelig bekannte Altmeister des Blues feiert seinen 75. Geburtstag. Van Morrison hat stets das Beste verschiedener Musikrichtungen vereint. Der Musiker aus Belfast ist seit 1964 im Geschäft. Damals noch bei "Them", danach als Solokünstler. "Van the Man" ist dabei ganz schnell ein ganz Großer seiner Zunft, denn er schwebt in seiner eigenen Zeitlosigkeit. Morrison offenbart die Stilpalette und die Bandbreite eines ganz großen Musikers. Seine Musik ist zeitlos, absolut angenehm hörbar und einzigartig gut.

Morrisons Stilpalette reicht von Jazz und Soul bis zum irischen Folk, die traumhafte Qualität der musikalischen Schattierungen war unerhört – und Morrisons Stream-of-Consciousness-Texte brachten ihm zu Recht Vergleiche mit poetischen Schwergewichten wie W. B. Yeats und James Joyce ein.



Man wird auch in 50 Jahren noch seine Platten hören wollen, und dass man sich heute und in dieser Welt überhaupt darauf freut und darauf hofft, in 50 Jahren noch dazusitzen und Musik zu hören, ist der Weltzugewandtheit des Werks von Van Morrison zu verdanken. Seiner Menschenfreundlichkeit und Seelenverbundenheit.

Schon auf seinem '68er Album "Astral Weeks" verpaßte der damals um die 20 Jahre alte Van Morrison seinem Gospel- und Blues-Gesang einen Feinschliff, als hätte er bereits 20 Jahre mehr auf dem Buckel. Im sozialpolitischen Kontext dieser Zeit sind seine Songs als eine Art Aufschrei gegen damals so allgegenwärtige Themen wie kulturelle Unterdrückung und sozialen Aufruhr zu sehen. Zeitlos werden diese Songs erst dank Morrisons Fertigkeiten und seiner Leidenschaft als Sänger.


"Ich besitze die Gabe, Musik zu machen und Songs zu schreiben", erklärte einmal. Ansonsten habe ich keine Ahnung, worum es eigentlich geht."
Van Morrison

Neben "Astral Weeks" ist "Moondance" eines der wichtigsten Alben von Van Morrison. Insbesondere das Saxaphon gibt den Stücken einen eigenen Sound, der für die damalige Zeit unerhört neu war. Die Musik ist vielschichtig komponiert und gibt fast jedem song eine andere note. Darüber liegt Van's Stimme, die emotional berührend geführt ist. Dieses Album "spricht" emotional direkter zum Hörer als das vergleichsweise distantere "Astral Week".

Van Morrison-Alben:

Astral Weeks
Astral Weeks
von Van

Moondance
Moondance
von Van Morrison

Weblinks:

Der Fackelträger - 70. Geburtstag von Van Morrison - www.nzz.ch/feuilleton

Donnerstag, 26. März 2020

»An die Freude« - Götterfunke Hoffnung


An vielen Orte in Deutschland, Italien und Europa erschallt in Zeiten der Corona-Krise aus den Fenstern und von den Balkonen die »Ode an die Freude« aus Beethovens 9. Sinfonie. Jeder kann mitmachen. Wer kein Instrument beherrscht, singt den Text .

Daheimbleiben ist in der Coronakrise das Gebot der Stunde. Das bedeutet viel Einsamkeit und wenig Kontakt zu Kultur. Eine Aktion änderte für ein paar Minuten: Auf vielen, auch bayerischen Balkonen erschallte Beethovens "Ode an die Freude".

Die »Ode an die Freude«, auch als »Freude schöner Götterfunken« bekannt, ist wohl eines der bekanntesten klassischen Musikstücke der Welt. Die Musik stammt aus der 9. Symphonie des weltberühmten Komponisten Ludwig van Beethoven und dient als Hymne der Europäischen Union.

»An die Freude« - eines der berühmtesten Gedichte von Friedrich Schiller - entstand im Sommer 1785 und wurde von Ludwig van Beethoven im 4. Satz seiner 9. Sinfonie vertont.

Mit hohem Pathos beschreibt diese Ode das klassische Ideal einer Gesellschaft gleichberechtigter Menschen, die durch das Band der Freude und der Freundschaft verbunden sind.



Video:

Gegen Corona-Frust: Ode an die Freude aus Halle - YouTube

Donnerstag, 6. Februar 2020

Bob Marley 75. Geburtstag

Bob Marley

Bob Marley wurde vor 75 Jahren am 6. Februar 1945 in der jamaikanischen Kleinstadt Nine Miles geboren, ging aber mit 16 Jahren nach Kingston. Er war ein jamaikanischer Sänger, Gitarrist und Songwriter. Marley war Mitbegründer und einer der bedeutendsten Vertreter des Reggae, der durch ihn und seine Band »The Wailers« ab Mitte der 1970er Jahre international bekannt wurde. Heute gilt er als Reggae-Legende.

1972 gelang ihm mit dem Album »Catch a Fire« der internationale Durchbruch. Ein Jahr später wurde sein Song »I Shot the Sheriff« von Eric Clapton gecovert, was auch Marleys Ansehen in der Musikwelt steigen ließ. Sein Album »Rastamans Vibration« machte ihn 1976 endgültig zum ersten Superstar aus einem Entwicklungsland.

Bob Marley ist für seine sozialkritischen Texte seiner Lieder bekannt. Seine Lieder waren von Anfang an politisch und spirituell. Zu den bekanntesten Songs des Regge-Künstlers zählen »Buffalo Soldier«, »Get Up«, »Stand Up«, »I Shot the Sheriff«, »No Woman No Cry«, »Could You Be Loved?«, »War«, »Redemption Song« und »Stir It Up«. Neben seinem musikalischen Werk verbreitete Marley die Botschaft der Rastafari-Bewegung. Für deren Anhänger und für viele Menschen in der Dritten Welt war und ist Marley bis heute eine wichtige Identifikationsfigur.

Im Herbst 1980 sollte Marley im Rahmen einer Tournee mit der Gruppe »The Commodores« und Lionel Richie den endgültigen Durchbruch in den USA schaffen. Nach den ersten USA-Konzerten im September 1980 in Boston, Providence und im Madison Square Garden brach er beim Joggen im Central Park in New York zusammen. Die Diagnose lautete auf einen Tumorbefall der Leber, der Lunge und des Gehirns. Sein letztes Konzert gab er am 23. September 1980 im Benedum Center im Stanley Theater in Pittsburgh, Pennsylvania.

Am 8. Mai beschloss Marley, zum Sterben nach Jamaika zurückzukehren. Bei der Zwischenlandung in Florida in den frühen Morgenstunden des 11. Mai war er jedoch schon zu schwach für den Weiterflug. Marley wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, wo er dann gegen 11:30 Uhr starb. Bob Marley starb am 11. Mai 1981 in Miami, Florida.

Samstag, 1. Februar 2020

Beethoven-Jahr in Wien


Ludwig van Beethoven gilt als einer der Begründer der »Wiener Klassik«.
Wien als »Welthauptstadt der Musik« ist ohne Ludwig van Beethoven und seine Musik beinahe unvorstellbar.


Ludwig van Beethoven war ein bedeutender Komponist für Wien, denn wesentliche Teile seiner 9. Symphonie schrieb er hier – darunter den berühmten vierten Satz, aus dem die Europahymne stammt. Mit der »Ode an die Freude« hat er ein Werk hinterlassen, das uns heute als offizielles Symbol der Europäischen Union dient – als Ausdruck für die Einheit Europas in der Vielfalt.



Wien feiert 2020 das 250. Geburtsjahr von Ludwig van Beethoven. Ludwig van Beethoven wurde 1770 im Bonn geboren, doch den größeren Teil seines Lebens verbrachte er in Wien. Und so ehrt ihn Wien zu seinem 250. Geburtstag - ein Jahr lang wird er gefeiert: kulturell, musikalisch, geschichtlich und wissenschaftlich.


Allein im ersten Halbjahr stehen mehr als 200 Veranstaltungen auf dem Programm. Dabei wird Beethoven in allen Facetten durchleuchtet: kulturell, musikalisch, geschichtlich, wissenschaftlich. In Wien gibt es sogar ein eigenes Büro, um die geplanten Projekte zu koordinieren, zu vernetzen und zusammenzutragen.


Bei den zahlreichen Veranstaltungen geht es darum, das Schaffen des 1770 geborenen Wahlwieners Beethoven der breiten Masse näher zu bringen.

Das Kunsthistorische Museum hat dazu die große Ausstellung »Beethoven bewegt« im Programm, die Nationalbibliothek »Beethoven – Menschenwelt und Götterfunken«. In der Staatsoper feiert die Fidelio-Urfassung »Leonore“ Premiere«. Im »Theater an der Wien« wird ab Frühling die Oper »Fidelio« in einer Inszenierung von Christoph Waltz gezeigt.

Weblink:

„Beethoven 2020“ in Wien - Stadt Wien - beethoven2020.wien.gv.at





Mittwoch, 18. Dezember 2019

Festakt zum Auftakt des Beethoven-Jubiläumsjahres

Ein Mann geht an dem Gemälde

Er gehört zu den weltweit bekanntesten Deutschen und gilt als einer der größten Komponisten aller Zeiten. Seine Musik hat sich als universal und zeitlos erwiesen. Selbst Menschen, die keinen direkten Zugang zu klassischer Musik haben, kennen das berühmte "Ta-Ta-Ta Taaaa"-Intro der "5. Sinfonie".

Ein bahnbrechender Komponist, ein freiheitlicher Geist - und ein Charakter, um den sich viele Mythen ranken: 2020 würde Ludwig van Beethoven 250 Jahre altund genau ein Jahr vor seinem Geburtsag startet das Jubiläumsjahr mit einem Festakt in Bonn.


Beethoven ist ein Schöpfer universeller Musik. Er war einer der ersten Komponisten, die Musik dramaturgisch aufbauten. Viele seiner Kompositionen gipfelten in einem großen Finale, während die Stücke anderer Komponisten an einem Punkt einfach endeten.

Ebenfalls typisch für seine Musik ist eine gewisse Unberechenbarkeit. Aus den Anfängen seiner Stücke lässt sich meist nicht erahnen, wie sie weitergehen. Beethoven baute immer wieder völlig überraschende Wendungen in seine Stücke ein.

Dabei ging er seine Musik mit beinahe wissenschaftlichem Ernst an. Während Mozart auf seinen endlosen Reisen durch Europa viele Stilarten kennenlernte und fast beiläufig aufsog, nahm Beethoven immer wieder Unterricht bei anderen Musikern.

Seine Werke sind vom Geist der Freiheit und Brüderlichkeit durchweht. Es war eine idealistisch humanistische Grundtendenz, die den Unterbau seiner tönenden Werke bildete. Der Komponist, der sein Werk als lebenslange Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Umbrüchen seiner Zeit in Werken begriff. Stets Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit verpflichtet. Die Französische Revolution und Napoleon Bonaparte hatten auf Beethoven einen starken Eindruck gemacht und wirkten sich nachweislich auf sein Schaffen aus.

Die Geburtsstadt des weltberühmten Komponisten wird eine kulturelle Saison der Superlative erleben. Noch diese Woche spielt das Bonner Beethoven-Orchester einen Marathon: alle neun Sinfonien des Meisters an nur einem Tag.

Eine neu eröffnete Ausstellung in der Bundeskunsthalle taucht in Beethovens Leben ein, das in Bonn vor fast 250 Jahren begann. Der liberale Geist der Stadt beeinflusste den jungen Musiker. In einem neu entdeckten Brief fragt der damals 24-Jährige recht pathetisch: "Wann wird auch der Zeitpunkt kommen, wo es nur Menschen gibt?"



250. Jubiläumsjahr



Weblinks:

Ludwig van Beethoven-Biografie - www.die-biografien.de

Ludwig van Beethoven-Zitate - www.die-zitate.de

Ludwig van Beethoven - www.planet-wissen.de/kultur/

Montag, 24. Dezember 2018

»Stille Nacht, heilige Nacht« vor 200 Jahren uraufgeführt

Stille-Nacht-Bezirk mit Kapelle in Oberndorf

Vor 200 Jahren führten der Arnsdorfer Dorfschullehrer und Organist Franz Xaver Gruber (1787–1863) und der Hilfspfarrer Joseph Mohr (1792–1848) am Heiligabend 1818 in der ehemaligen Schifferkirche St. Nikola in Oberndorf bei Salzburg das Weihnachtslied »Stille Nacht, heilige Nacht« erstmals auf.

Joseph Mohr hatte den späteren Liedtext bereits 1816 in Mariapfarr im Salzburger Bezirk Lungau in Form eines Gedichts geschrieben. Franz Xaver Gruber, der als Sohn einer armen Leinenweberfamilie aus dem Innviertel stammte, komponierte dann vor Weihnachten 1818 auf Wunsch von Joseph Mohr eine Melodie zu diesem Gedicht.



Der Kaplan und der Dorflehrer in Oberndorf ließen sich einen "Ohrwurm" und einen gut verständlichen Text für die Christmettenbesucher einfallen, um dem Heiligen Abend auch in der dörflichen Stille einen ganz besonderen Touch zu verleihen. Text und Melodie des Liedes begeisterten an Heiligabend die Kirchgänger von Oberndorf.

Von Salzburgischen Land verbreitete sich das in der Weihnachtsnacht geborene Lied in die ganze Welt. Der Weg des Liedes geht von Oberndorf über das Zillertal nach Leipzig und nach Amerika. Johann Heinrich Wichern, Gründer und Vorsteher des Rauhen Hauses in Hamburg nahm das Lied bereits 1844 in eines seiner Liederbücher auf.

»Stille Nacht, heilige Nacht« gilt weltweit als das bekannteste Weihnachtslied und als Inbegriff des Weihnachtsbrauchtums im deutschen Sprachraum. Das Lied hat weltweit Verbreitung gefunden und wird in vielen Sprachen gesungen. Die UNESCO hat das Lied als Immaterielles Kulturerbe in Österreich anerkannt.

An neun Orten im Salzburger Land, in Oberösterreich und Tirol widmen sich Museen allen Themen rund um das Weihnachtslied.

Weblinks:

Stille Nacht-Portal - www.stillenacht.com

Stille Nacht - ein Lied geht um die Welt - Servus TV - www.servustv.com


Literatur:

Stille Nacht, heilige Nacht
Stille Nacht! Heilige Nacht! Die Erfolgsgeschichte eines Weihnachtsliedes
von Wolfgang Herbst

Stille Nacht, heilige Nacht: Die Geschichte eines Liedes
Stille Nacht, heilige Nacht: Die Geschichte eines Liedes
von Klaus Sauerbeck

Lied:

Stille Nacht, heilige Nacht
Stille Nacht, heilige Nacht
von Thomanerchor Leipzig

Stille Nacht, heilige Nacht
Stille Nacht, heilige Nacht
von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber


Dienstag, 2. Oktober 2018

Charles Aznavour gestorben

Charles Aznavour

Charles Aznavour ist am 1. Oktober 2018 im Alter von 94 Jahren in seinem Haus in Mouries in der Provence gestorben. Er war einer der ganz Großen des französischen Chansons. Der Sänger, Komponist und Schauspieler verbrachte fast sein ganzes Leben auf der Bühne. Nun starb er mit 94 Jahren.

Charles Aznavour gilt als der Großmeister des französischen Chansons. Er war Frankreichs erfolgreichster Musikexport und schrieb Hunderte von Songs.

Als Junge wuchs er in der Boheme von Paris auf und stand bereits mit neun Jahren auf der Bühne. Der Sohn armenischer Einwanderer begann seine Karriere in Pariser Nachtclubs. Er tingelte durch Pariser Clubs und sang mit seiner herben Stimme, ohne allerdings von einem breiten Publikum wahrgenommen zu werden.

Aznavour hatte erste Erfolge in den USA und einen schweren Start in Frankreich. Die Franzosen taten sich lange Zeit schwer mit Azvanour, bis Edith Piaf ihn entdeckte.

Charles Aznavour Erst die Begegnung mit Edit Piaf - der Grande Dame des Chansons - die ihn förderte und mit der zusammen auftrat, verhalf ihm zu Aufmerksamkeit und breiter Anerkennung in Frankreich.

Sechs Jahrzehnte lang unterhielt Charles Aznavour mit seinen Chansons das Publikum.
Im Jahr 2002 ging der Chansonnier mit der kratzigen Stimme auf große Abschiedstournee.

Charles Aznavour gilt als der Großmeister des französischen Chansons.
Er war Frankreichs erfolgreichster Musikexport und schrieb Hunderte von Songs.

Jeden Tag textete er und hinterlässt nun mehr als 1.000 Chansons, mehr als 650 veröffentlichte Singles und Alben und war unermüdlich auf Tournee.

Mit 85 Jahren meldete sich Charles Aznavour musikalisch zurück. Sein neues Abenteuer hieß Big Band Jazz. Er sang seine alten Lieder, verpackt in einen völlig neuen Sound.

Der Chansonnier stand bis zum Schluß noch auf der Bühne. »Aufhören heißt Sterben«, hat Charles Aznavour einmal gesagt. Nun hat der Tod ihn von der Bühne geholt.

Weblinks:

1000 Chansons in 80 Jahren - www.tagesschau.de

Charles Aznavour-Biografie - Biografien-Portal - www.die-biografien.de

Charles Aznavour-Zitate - Zitate-Portal - www.die-zitate.de







Dienstag, 28. August 2018

»Die Dreigroschenoper« von Bertolt Brecht und Kurt Weill

Bertolt Brecht

Brechts bekanntestes Theaterstück »Die Dreigroschenoper« von Bertolt Brecht und Kurt Weill ist die Bearbeitung von John Gays »Beggar's Opera« (1728), aus der die Berabeitung der »Dreigroschenoper« entstand. Bertolt Brecht schuf zusammen mit dem Komponisten Kurt Weill (1900 - 1950) eine neue Form des Musiktheaters: »Die Dreigroschenoper«. Kurt Weill komponierte die Musik und verschmolz in den sparsam instrumentierten Songs wirkungsvoll Elemente des Jazz und der traditionellen Musik mit Foxtrott-, Shimmy- und Tangorhythmen. Mit dem Musical »Die Dreigroschenoper« feierte der Stückeschreiber Brecht 1928 Premiere im »Theater am Schiffbauerdamm« und seinen Durchbruch in der Theaterwelt.

„Weil diese Oper so prunkvoll gedacht war, wie nur Bettler sie erträumen, und weil sie doch so billig sein sollte, dass Bettler sie bezahlen können, heißt sie die Dreigroschenoper!" Dies schreibt Bertolt Brecht mit einer Selbstverständlichkeit, als wäre ihm, dem Textdichter, der klingelnde Titel »Dreigroschenoper« eingefallen. Dabei war es Lion Feuchtwanger, der bei einer Probe vorbeischaut und diesen Geistesblitz hat. Aber mit dem geistigen Eigentum nimmt es Brecht ohnehin nicht so genau.

Bertolt Brechts »Dreigroschenoper« ist das weltweit wohl populärste deutsche Theaterstück des Zwanzigsten Jahrhunderts. Schon nach seiner Uraufführung im Berlin des Jahres 1928 pfiffen die krisengebeutelten Berliner auf der Straße die Melodien von Kurt Weill, die »Moritat von Mackie Messer« oder das »Lied der Seeräuber Jenny«. Berühmt sind mittlerweile auch Mackies Abschiedsworte:


Das Theaterstück handelt vom Bettlerkönig Peachum, der mit seiner Bande von Bettlern London kontrolliert, eher er an den noch mächtigeren Gegenspieler Mackie Messer gerät, der ihm seine Tochter Jenny entführt und heiraten will.

Das Stück ist Gangster-Romantik und Gesellschaftskritik zugleich. Es geht auch um fundamentale Kapitalismuskritik: um die Ausbeutung des Menschen, um das Elend auf der Straße, um Menschen, die täglich um ihr Leben kämpfen müssen und dabei der Kriminalität von Gangstern ausgesetzt sind.

Brecht ging es in seinem Theaterstück »Die Dreigroschenoper« vor allem um Kapitalismuskritik.
„Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?" - Der »Dreigroschenoper« gelang es, die weltweiten sozialen und ökonomischen Zerfallsprozesse des Zwanzigsten Jahrhunderts exemplarisch und dabei bitterböse unterhaltsam in Szene zu setzen.

"Es muß etwas Neues geschehen", ruft Brechts Jonathan Peachum, Chef einer Bettlermafia, dem Publikum zu. Warum? Hier werden die Regeln des Marktes neu definiert, hier wird das Elend der Menschen zur Ware für wenige und das Verbrechen zum alternativen Geschäftsmodell erklärt.

Die beiden Kriminellen, Peachum und Mackie Messer, betreiben ihr Geschäft wie gewiefte Unternehmer. Peachum schickt sein Bettlerheer auf Beutezug und kassiert ab. Als Mackie mit seiner Tochter durchbrennt, verrät Peachum ihn an die Polizei. Doch Mackie nutzt seinen Charme bei den Frauen, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.


Er ist der neue Mensch, er bewegt sich in der Welt des wirtschaftlichen und moralischen Verfalls, wo jeder jeden ans Messer liefert, wie ein Fisch im Wasser. Die Krise ist seine eigentliche Heimat. Das Stück beruht auf der Vorstellung, daß der Bettler kein Bürger und der Bürger kein Bettler ist.

Das Theaterstück war mit 500 Aufführungen ein so großer Erfolg, daß Brecht gar fürchtete, der Erfolg des Musicals würde die ihm wichtige Kapitalismuskritik überlagern. Die »Dreigroschenoper« ist ein Kapitalismuskritik-Lehrstück. -
Diese Oper ist auch der Versuch, der Verdummung der Oper entgegenzuwirken.

Literatur:

Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?«
Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?
von Bertolt Brecht

Weblinks:

Bertolt Brecht-Biografie - Biografien-Portal - www.die-biografien.de


Bertolt Brecht-Zitate - Zitate-Portal - www.die-zitate.de



Blog-Artikel:

Bertolt Brecht 60. Todestag - Literatenwelt-Blog - Literatenwelt - literatenwelt.blogspot.com