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Sonntag, 12. März 2000

Wittenberg - eine aufstrebende Stadt an der Elbe

Stadtansicht Wittenberg 1536/37
Am Anfang des 16. Jahrhunderts hatte sich Wittenberg zu einer starken Festung an der mittleren Elbe entwickelt. Dennoch war es eine bescheidene Mittelstadt mit etwa 2.000 Einwohnern geblieben. Dies änderte sich erst mit der Regentschaft von Kurfürst Friedrich dem Weisen, als die Stadt rasant an weltlicher Bedeutung gewann. Friedrich baute Wittenberg zu seiner Residenzstadt aus. Die Einnahmen aus den Erz- und Silberminen der sächsischen Bergwerke, sein Anteil am fälligen Schlagschatz der Münzstätten Freiberg, Leipzig, Annaberg, Buchholz, Zwickau, Schneeberg und Langensalza sicherten ihm die finanzielle Unabhängigkeit. 1502 entschied sich Kurfürst Friedrich der Weise, in seiner neu errichteten Residenz die Universität Wittenberg zu errichten. Diese Universität war die erste von einem Landesherren und nicht von der Kirche gegründete Universität im Reich. Von da an wurde der kurfürstliche Hof zu einem Anziehungspunkt für schöpferische Kräfte. Neben Lucas Cranach dem Älteren, der 1505 in die Stadt gekommen war, wurde 1508 ebenfalls Martin Luther von der sich entwickelnden Stadt angezogen. Die Buchdruckerkunst wurde etabliert, und die Stadt selbst erlebte einen stürmischen wirtschaftlichen sowie intellektuellen Aufschwung.

Freitag, 3. März 2000

Georges Bizets Oper »Carmen« 1875 Uraufführung



Auch wenn Georges Bizets (1838-1875) Oper »Carmen« bei ihrer Uraufführung vor 125 Jahren am 3. März 1875 - drei Monate vor dem Tode des Komponisten - beim Pariser Publikum einen Skandal provozierte, entwickelte sie sich sehr bald zu einer der weltweit meistgespielten Opern.

Bereits 1905 fand in Paris die tausendste Aufführung statt, und die schillernde Hauptfigur gilt bis heute als die Inkarnation des Männertraums schlechthin.

Carmen ist eine Zigeunerin und Fabrikarbeiterin, eine Außenseiterin der Gesellschaft. Wohlmeinende Leute würden ihr Zurückhaltung, Bescheidenheit und Demut empfehlen.

Carmen jedoch lehnt all diese "Tugenden" ab. Sie ist schön und stolz, sie gefällt den Männern und sie ist sich dessen bewusst. Das wird ihr und ihrem Liebhaber Don José zum Verhängnis.