Hinweis

Posts mit dem Label Berlin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Berlin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 5. Oktober 2024

20. »Festival of Lights Berlin«

20. »Festival of Lights Berlin«

Im Oktober 2024 findet das Festival of Lights bereits zum 20. Mal in der deutschen Hauptstadt statt. Eingehüllt in zauberhaftes Licht werden besondere Gebäude Berlins für Besucher zur Schau gestellt.

Das »Festival of Lights« bringt Berlin zum Leuchten. Jedes Jahr im Herbst wird Berlin zur Lichtkunst-Bühne, Gebäude und Plätze zu Stars. Dann gibt es strahlende Gesichter und leuchtende Augen. In diesem Jahr ist das noch ein bisschen wichtiger als sonst. Es war und ist eine herausfordernde Zeit. Umso mehr brauchen wir alle auch Momente der Freude und des Glücks, aus denen wir Kraft schöpfen können. Und Zuversicht für die Zukunft.



Eingehüllt in zauberhaftes Licht werden besondere Gebäude Berlins für Sie zur Schau gestellt. Bewundern können Sie Monumente, Wahrzeichen und bekannte Straßen, Viertel sowie Plätze in Berlin.



Herzstück des neuen Konzeptes ist wie bisher großartige, internationale Lichtkunst. In diesem Jahr konzentriert sich die Lichtkunstveranstaltung auf rund 35 Schauplätze und bietet ein buntes, faszinierendes Programm mit rund 70 Lichtkunstwerken.

Samstag, 20. Juli 2024

Die Liebermann-Villa am Wannsee

Der Rosengarten in Wannsee

»Der Rosengarten in Wannsee« von Max Liebermann. Öl auf Leinwand, 63 x 90 cm.

Max Liebermanns Sommervilla am Berliner Wannsee - das deutsche Pendant zum französischen Giverny
»Der Rosengarten in Wannsee« ist der Garten der 1909 von Liebermann erworbenen Villa in Berlin-Wannsee.

Max Liebermann (1847-1935) konnte 1909 eines der letzten Seegrundstücke am Großen Wannsee erwerben.
Bereits 1909 hatte Liebermann ein Grundstück am Ufer des Wannsees erworben. Dort ließ er sich nach Vorbildern Hamburger Patriziervillen durch den Architekten Paul Otto August Baumgarten einen Landsitz errichten.

Die Liebermann-Villa, die dieser im Sommer 1910 erstmals bezog, nannte er sein „Schloss am See“. Darin fühlte sich Liebermann wohl und genoss besonders seine persönliche Gestaltung. Besondere Freude bereitete ihm der große Garten, der von ihm und Alfred Lichtwark entworfen wurde und als Sujet Eingang in zahlreiche Spätwerke Liebermanns fand.


Die Sommerresidenz wurde Liebermanns ländliches Refugium, in das sich der vielbeschäftigte Maler gerne zurückzog. Als der Erste Weltkrieg die alljährliche Studienreise nach Holland unmöglich machte, wurde die Wannsee- Villa zum ständigen Aufenthaltsort im Sommer. Dort entstanden bis Anfang der 30er Jahre über 200 Studien und Gemälde des Gartens, die Liebermann auf dem Höhepunkt seiner Auseinandersetzung mit der Natur zeigen.

Der Künstler Max Liebermann verkörpert ein Stück deutscher Zeitgeschichte der Gründerjahre, an dessen künstlerischem Werdegang sich die Um- und Aufbrüche, die Auseinandersetzungen, Kämpfe, Fehden und Triumphe im Ringen um die Kunst der Moderne am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert exemplarisch ablesen lassen.


Literatur:

Im Garten von Max Liebermann

Im Garten von Max Liebermann von der Hamburger Kunsthalle

Video:

Die Liebermann-Villa am Wannsee- YouTube

Samstag, 22. Juni 2024

Havelschlösser

Blick auf die Pfaueninsel

Preußens Könige und Prinzen schätzten schöne Aussichten. Am Ufer der Havel bauten sie ihre Sommerschlösser und Parks. Die Schlösser an der Havel bilden eine Kulturlandschaft, die als Ensemble einmalig in Europa ist. Die Landschaft an der Havel ist das preußische Arkadien.

Das Belvedere auf dem Pfingstberg, das einzig und allein wegen der atemberaubenden Aussicht erbaut wurde, das Marmorpalais und der Neue Garten, über denen ein Hauch von Sentimentalität schwebt, das Schloss Cecilienhof, in dem deutsche Geschichte geschrieben wurde, die Schlossanlage in Glienicke, mit der sich ein junger Prinz seinen Traum von Italien erfüllte, Schloss und Park Babelsberg, wo Wilhelm I. sich sein mittelalterliches Zuhause schuf, und die Pfaueninsel, ein paradiesisches Kleinod mit luftigem Sommerschlösschen und exotischen Tieren.

Kronprinz Wilhelm ließ sich eine Sommerresidenz im italienischen Landhausstil mit Blick auf die Riviera einer Havelbucht am Havelufer errichten. In einer Bucht liegt der Nachbau einer Fregatte vor Anker, die zwar nicht seetüchtig ist, dafür aber den Anblick auf die Havel verschönert.

Die "Royal Louise", ein originalgetreuer Nachbau der Minifregatte, die Friedrich Wilhelm III. vom englischen König geschenkt bekam, begleitet die reizvolle Reise durch das preußische Arkadien. Ein Augenschmaus mit ungewöhnlichen Ein- und Ausblicken.

Weblink:

Die Havel-Schlösser von oben - www.rbb-online.de


Blick auf die Pfaueninsel



Sonntag, 9. Oktober 2022

18. »Festival of Lights Berlin«

18. »Festival of Lights Berlin«

Im Oktober 2022 findet das Festival of Lights bereits zum 18. Mal in der deutschen Hauptstadt statt. Eingehüllt in zauberhaftes Licht werden besondere Gebäude Berlins für Besucher zur Schau gestellt.

Das »Festival of Lights« bringt Berlin zum Leuchten. Jedes Jahr im Herbst wird Berlin zur Lichtkunst-Bühne, Gebäude und Plätze zu Stars. Dann gibt es strahlende Gesichter und leuchtende Augen. In diesem Jahr ist das noch ein bisschen wichtiger als sonst. Es war und ist eine herausfordernde Zeit. Umso mehr brauchen wir alle auch Momente der Freude und des Glücks, aus denen wir Kraft schöpfen können. Und Zuversicht für die Zukunft.



Eingehüllt in zauberhaftes Licht werden besondere Gebäude Berlins für Sie zur Schau gestellt. Bewundern können Sie Monumente, Wahrzeichen und bekannte Straßen, Viertel sowie Plätze in Berlin. »Vision of our future« lautet das Festival-Motto 2022.



Herzstück des neuen Konzeptes ist wie bisher großartige, internationale Lichtkunst. In diesem Jahr konzentriert sich die Lichtkunstveranstaltung auf rund 35 Schauplätze und bietet ein buntes, faszinierendes Programm mit rund 70 Lichtkunstwerken.

Weblink:

2022.festival-of-lights.de

Mittwoch, 20. Juli 2022

Max Liebermann 175. Geburtstag

Max Liebermann

Max Liebermann wurde am 20. Juli 1847 in Berlin geboren. Max Liebermann war ein deutsch-jüdischer Maler und Grafiker. Er gehört zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Impressionismus und zählt zu den bedeutendsten Wegbereitern der modernen deutschen Malerei. Max Liebermann zählt zusammen mit Max Slevogt und Lovis Corinth zu den drei großen deutschen Impressionisten.

Max Liebermann (1847-1935) war einer der bedeutendsten deutschen Maler auf dem Weg zur Moderne, dessen Malstil sich während seines langen Schaffens vom Naturalismus zum Impressionismus wandelte. Als Mitbegründer der »Berliner Secession« und Sammler hatte er an der Etablierung des Impressionismus ebenso Anteil wie als Freund und Berater des damaligen Direktors der Nationalgalerie Hugo von Tschudi.

Doch nicht nur sein künstlerisches Werk, auch seine einflussreichen kunst- und kulturpolitischen Aktivitäten machen ihn zu einer Schlüsselfigur des Jahrhundertwechsels: Als langjähriger Präsident der Berliner Secession und der Preußischen Akademie der Künste gehörte er zu den richtungsweisenden Förderern der Moderne im Berlin des Kaiserreichs und der Weimarer Republik. Als Künstler, Mäzen und Sammler, Kulturpolitiker, als Repräsentant des jüdischen Großbürgertums, als strenger Preuße war er zeit seines Lebens streitbar und neugierig.

Zusamnen mit dem Kunstsammler und Galeristen Ernst Cassirer bestimmte Liebermann den Kunstmarkt, was als zeitgenössische Moderne galt und auch die auch Gemälde, welche in den Galerien und Salons ausgestellt und aufgehängt wurden. Er gehörte zu den ersten zeitgenössischen Sammlern der Impressionisten, besonders beeindruckten ihn die Werke Manets. Nach längerem Aufenthalt in München (1878–1884) ließ er sich in Berlin nieder, wo er 1898 Präsident der neu gegründeten Berliner Secession wurde.

Nach einer Ausbildung in Weimar und Aufenthalten in Paris und den Niederlanden schuf er zunächst naturalistische Werke mit sozialer Thematik. Durch die Beschäftigung mit den französischen Impressionisten fand er seit 1880 zu einer lichten Farbigkeit und einem schwungvollen Farbauftrag, der sein Hauptwerk prägt.

Sein Schaffen steht symbolisch für den Übergang von der Kunst des 19. Jahrhunderts hin zur Klassischen Moderne zur Zeit des Wilhelminismus und der Weimarer Republik. Diesen Wandel förderte er als Präsident der Berliner Secession. Von 1920 bis 1932 war er Präsident, bis 1933 Ehrenpräsident der Preußischen Akademie der Künste, bevor er infolge der nationalsozialistischen Einflussnahme aus der Kunstpolitik zurücktrat. Ab 1920 war er Präsident der preußischen Akademie der Künste, bis er 1933 wegen seiner jüdischen Abstammung aus dem Amt entlassen wurde.

Unter dem Einfluss Wilhelms II. verschärften sich die reaktionären Tendenzen in der Kulturpolitik des Kaiserreiches zunehmend. Die Kunstkritiker der Hauptstadt reagierten höchst unterschiedlich auf die Gründung einer Künstlerbewegung, die sich gegen die offizielle Richtung stellte. Die meisten verunglimpften insbesondere Liebermann und bezeichneten seine Malweise etwa als „patzig hinstreichende Manier“, dennoch bestritt kaum jemand seine Stellung als führender Berliner Künstler.

Durch den Zuzug Corinths, Slevogts und Opplers veränderte sich Berlins Rolle in der deutschen Kunstlandschaft erheblich. Während der Niedergang Münchens sich beschleunigte, kam Berlin nun auch in der Kunst die Stellung als Hauptstadt zu.

Im Jahr 1910 kam es in Berlin zu einem viel beachteten Künstlerstreit zwischen Max Liebermann und Emil Nolde. Nolde war im Jahr 1910 neu in Berliner Künstlerkreisen. Doch sein Malstil gefiel dem einflussreichen Malerfürsten Max Liebermann nicht: zu wüst, zu bunt, zu viele wilde Gesichter. Der Streit zwischen Nolde und Liebermann, zwischen neuem Expressionismus und dem etablierten Impressionismus, zerriß die Berliner Sezession und nahm den Riss vorweg, der die deutsche Gesellschaft spaltete.

1909 erwarb Liebermann von den Tantiemen aus dem Gemäldeverkauf ein Anwesen am Wannsee - sein "Schloss am See". Die Liebermann-Villa am Wannsee ist das ehemalige Sommerhaus des Malers Max Liebermann (1847-1935). Ein besonderer Ort, der mit dem heutigen Kunstmuseum und denkmalgeschützten Garten an die Geschichte der Familie Liebermann erinnert. Das Museum wird von der Max-Liebermann-Gesellschaft getragen.

Zur Liebermann-Villa am Wannsee gehört der nach Max Liebermanns Wünschen und Ideen gestaltete Garten, der zur bedeutenden Inspirationsquelle seines Werkes wurde. Heute begeistert der denkmalgeschützte und vollständig rekonstruierte Garten über 80.000 BesucherInnen im Jahr.

Seine letzten beiden Lebensjahre verbrachte er zurückgezogen in seiner Heimatstadt Berlin. Max Liebermann starb am 8. Februar 1935 in Berlin.

In der Sammlung der »Alten Nationalgalerie« befinden sich heute 22 Werke Liebermanns. Max Liebermann wäre in diesem Jahr 175 Jahre alt geworden, Zeit also, dem Malerfürsten und führenden Impressionisten einige thematische Ausstellungen zu widmen.

Anlässlich seines 175. Geburtstags rückt die »Alte Nationalgalerie« Schlüsselwerke des Impressionisten aus der Dauerausstellung in den Fokus und hat unterschiedliche Menschen eingeladen, ihre ganz persönliche Begeisterung für den Maler zu teilen.

Eröffnung des Museum Barberini Potsdam

Im Museum Barberini wurden seine Werke im Rahmen der Eröffnungsausstellung »Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky« im Jahr 2017 gezeigt, welche die malerischen Umbrüche der Moderne bis in die Gegenwart untersuchte.

Weblink:

Villa Liebermann - www.villa-liebermann.de

Blog-Artikel:

Max Liebermann in der »Alte Nationalgalerie«

Literatur:

Max Liebermann. Wegbereiter der Moderne
Max Liebermann. Wegbereiter der Moderne
von Robert Fleck

Max Liebermann 175. Geburtstag (II)

Max Liebermann (1847–1935)

Max Liebermann wurde am 20. Juli 1847 als Sohn eines reichen jüdischen Textilgroßhändlers in Berlin geboren. Max Liebermann war ein deutscher Maler und der wichtigste Künstler des deutschen Impressionismus. Max Liebermann zählt zusammen mit Max Slevogt und Lovis Corinth zu den drei großen deutschen Impressionisten.

Als langjähriger Präsident der Berliner Secession und der Preußischen Akademie der Künste gehörte er zu den richtungsweisenden Förderern der Moderne im Berlin des Kaiserreichs und der Weimarer Republik.

Liebermann - Millionenerbe, „heimlicher Kaiser von Berlin“, „Malerfürst“ im Palais am Pariser Platz und „Gärtner“ im Landhaus am Wannsee - wurde hoch geachtet, weltberühmt und am Ende seines Lebens diffamiert und verfemt.

Der Künstler Max Liebermann verkörpert ein Stück deutscher Zeitgeschichte der Gründerjahre, an dessen künstlerischem Werdegang sich die Um- und Aufbrüche, die Auseinandersetzungen, Kämpfe, Fehden und Triumphe im Ringen um die Kunst der Moderne am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert exemplarisch ablesen lassen.

Sein Schaffen steht symbolisch für den Übergang von der Kunst des 19. Jahrhunderts hin zur Klassischen Moderne zur Zeit des Wilhelminismus und der Weimarer Republik.

Er studierte von 1869 bis 1872 an der Weimarer Kunstschule. Anschließend zog er nach Frankreich, wo er mehrere Jahre wohnte und vom Impressionismus beeinflusst wurde. Ein weitere wichtige künstlerische Inspiration stellte für Liebermann die niederländische Malerei mit ihrer Abbildung des einfachen Lebens dar.

Neben Motiven aus dem Alltag der Menschen widmete er sich später auch der Erstellung von Porträts. Gemeinsam mit anderen Künstlern gründete er die »Berliner Secession«, die sich für die an den Kunsthochschulen abgelehnten Stilrichtungen des Impressionismus und der Art Nouveau einsetzte.

1920 wurde Liebermann zum Präsidenten der »Preußischen Akademie der Künste« gewählt. 1933 legte der Maler jüdischer Abstammung aufgrund des Beschlusses der Organisation, keine Bilder jüdischer Künstler mehr auszustellen, sein Amt nieder.

Max Liebermann (1847–1935) zählt zu den Hauptvertretern des deutschen Impressionismus. Er gehörte zu den ersten zeitgenössischen Sammlern der Impressionisten, besonders beeindruckten ihn die Werke Manets. Nach längerem Aufenthalt in München (1878–1884) ließ er sich in Berlin nieder, wo er 1898 Präsident der neu gegründeten Berliner Secession wurde. Ab 1920 war er Präsident der preußischen Akademie der Künste, bis er 1933 wegen seiner jüdischen Abstammung aus dem
Amt entlassen wurde.

Bereits 1909 hatte Liebermann ein Grundstück am Ufer des Wannsees erworben. Dort ließ er sich nach Vorbildern Hamburger Patriziervillen durch den Architekten Paul Otto August Baumgarten einen Landsitz errichten. Max Liebermanns Sommervilla am Berliner Wannsee - das deutsche Pendant zum französischen Giverny.

Max Liebermann starb am 8. Februar 1935 in Berlin. Liebermann starb 1935 nach dem Rücktritt von allen öffentlichen Ämtern, im Palais am Pariser Platz.


Literatur:

Max Liebermann

Max Liebermann von Frauke Berchtig

Max Liebermann. Wegbereiter der Moderne

Max Liebermann. Wegbereiter der Moderne von Robert Fleck

Literatur:

Im Garten von Max Liebermann

Im Garten von Max Liebermann von der Hamburger Kunsthalle

Max Liebermann - Jahrhundertwende. Ausstellungskatalog Nationalgalerie Berlin - Nationalgalerie Berlin

Samstag, 28. Mai 2022

Konzerthaus am Gendarmenmarkt feiert 200. Geburtstag

Konzerthaus am Gendarmenmarkt

Konzerthaus am Gendarmenmarkt feiert seinen 200. Geburtstag. Als das Schauspielhaus am Berliner Gendarmenmarkt im Jahre 1821 im revolutionären Neubau Schinkels eröffnet wurde, da stand es symbolisch für das hellste Jahrzehnt, das Preußen je erlebte.

Das Schauspielhaus gilt als eines der schönsten Werke des preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel. In den letzten Kriegstagen 1945 wurde es vollständig zerstört und blieb als Ruine blieb mitten in Berlin stehen. Erst 1979 begann der Wiederaufbau und Umbau vom ursprünglichen Schauspielhaus zum heutigen Konzerthaus.


Das Schauspielhaus hat Geschichte geschrieben. Für die Erfolgsserie von E.T.A. Hoffmanns Oper "Undine", die nach der Premiere noch 13 gefeierte Vorstellungen am Schauspielhaus erlebte, bedeutete der verheerenden Brand das Aus, nicht aber für das Theater am Gendarmenmarkt.

König Friedrich Wilhelm III. ließ das Gebäude umgehend neu errichten. Vom berühmtesten deutschen Baumeister der Zeit: Karl Friedrich Schinkel. Die Bedingung war, dass die Fundamente, die Grundmauern und die Säulen des Portikus vor dem Haupteingang aus Kostengründen wiederverwendet werden sollten.

Die umjubelte "Freischütz"-Premiere schrieb Geschichte. Die deutsche Nationaloper war geboren. Es war das glanzvollste musikalische Ereignis im Schauspielhaus. Aber keineswegs das einzige.

Bei der März-Revolution 1848 lag der Gendarmenmarkt mit dem Schauspielhaus im Zentrum der Barrikadenkämpfe. Der Theaterbetrieb wurde unterbrochen. Vor der großen Freitreppe fand am 22. März die Trauerfeier für die Gefallenen statt.

70 Jahre später nach der November-Revolution von 1918 und dem Ende der Monarchie und dem Beginn der Weimarer Republik wurde aus dem Königlichen das Staatliche Schauspielhaus. Und noch einmal gut 70 Jahre später fand eine friedliche Revolution im Schauspielhaus ihren Abschluss.

Freitag, 13. August 2021

Olympische Sommerspiele 1936 in Berlin


Olympiastadion 1936 Olympische Sommerspiele 1936




Die Olympiade 1936 in Berlin wurde noch zu Zeiten der Weimarer Republik von IOC 1931 vergeben. Zwei Jahre später, 1933, kam Hitler an die Macht. Die Olympischen Sommerspiele 1936, offiziell bekannt als die Spiele der XI. Olympiade, waren eine internationale Sportgroßveranstaltung, die im August 1936 in Berlin ausgetragen wurde und damit im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit stand.

Berlin gewann am 26. April 1931 auf der 29. IOC-Sitzung in Barcelona (zwei Jahre vor der Machtübernahme der Nazis) die Bewerbung um die Austragung der Spiele in Barcelona, Spanien. Es war das zweite und letzte Mal, dass sich das Internationale Olympische Komitee versammelte, um in einer Stadt abzustimmen, die sich um die Ausrichtung dieser Spiele bewarb. Um die Spiele von Los Angeles von 1932 zu übertreffen, baute Deutschland ein neues Leichtathletikstadion mit 100.000 Sitzplätzen, sechs Turnhallen und viele andere kleinere Arenen.

Die Olympische Sommerspiele waren die ersten, welche im Fernsehen übertragen wurden, und Radiosendungen erreichten 41 Länder. Die Filmemacherin Leni Riefenstahl wurde vom Deutschen Olympischen Komitee beauftragt, die Spiele für 7 Millionen Dollar zu filmen. Ihr Film mit dem Titel Olympia war der Wegbereiter vieler Techniken, die heute bei Sportaufnahmen üblich sind.

Olympiastadion 1936 Olympische Sommerspiele 1936


Ziel war die Verherrlichung des Nationalsozialismus. Reichskanzler Adolf Hitler sah die Spiele als Gelegenheit, seine Regierung und seine Ideale der rassischen Vormachtstellung zu fördern, und die offizielle Zeitung der NSDAP, der »Völkische Beobachter«, schrieb in schärfsten Worten, dass Juden nicht an den Spielen teilnehmen dürfen. Als er jedoch von anderen Nationen mit einem Boykott der Spiele bedroht wurde, gab er nach und ließ alle Ethnien teilnehmen.


Weblink:

Die Olympischen Spiele 1936 in Berlin - www.planet-wissen.de

Freitag, 6. August 2021

Vor 85 Jahren: Olympische Sommerspiele 1936

Olympiastadion 1936 Olympische Sommerspiele 1936


Vor 85 Jahren fanden die Olympische Sommerspiele 1936 in Berlin statt. Die Olympischen Sommerspiele 1936 (offiziell »Spiele der XI. Olympiade« genannt) wurden vom 1. bis 16. August 1936 in Berlin ausgetragen. Die meisten Wettkämpfe fanden auf dem Reichssportfeld statt, mit dem Olympiastadion als zentraler Arena. Mit 49 teilnehmenden Nationen und 3.961 Athleten stellten die Olympischen Spiele in Berlin einen neuen Teilnehmerrekord sowie einen neuen Besucherrekord auf. Erstmals fand ein olympischer Fackellauf statt und im neuen Medium Fernsehen waren ausgewählte Wettkämpfe zu sehen.

Die Vergabe der XI. Olympischen Spiele erfolgte noch an das Berlin der Weimarer Republik, aber mit der Machtergreifung Hitlers im Januar 1933 änderte sich die politische Situation grundlegend und so eröffnete der Diktator Adolf Hitler seine Spiele von Berlin, die unter dem Zeichen des Hakenkreuzes stattfanden.

Am 1. August 1936 eröffnete Adolf Hitler im neu erbauten Berliner Olympiastadion vor 100.000 Zuschauern die XI. Olympischen Spiele. Mit gewaltigem Propaganda-Aufwand gelang es den Nationalsozialisten, im Verlauf der Spiele das Bild eines friedliebenden, weltoffenen Deutschlands zu inszenieren. Es war das letzte »Fest der Nationen« vor dem Zweiten Weltkrieg.

Hitlers Spiele: Olympia 1936 in Berlin

Hitlers Spiele: Olympia 1936 in Berlin


Hitler nutzte die Spiele, um zum einen der Weltöffentlichkeit ein strahlendes Deutschland zu präsentieren, welches als Kulturnation den Weg aus der Isolation beschreiten wollte. Auf der anderen Seite waren die Olympischen Spiele das richtige Instrument, um das eigene Volk hinter den Führer zu stellen und für die Politik der Nationalsozialisten zu begeistern. Um das umzusetzen wurden umfangreiche Propagandamaßnahmen vor und während der Spiele durchgeführt. Der dabei betriebene Aufwand war so groß, dass die Spiele von Berlin nicht nur in sportlicher Hinsicht als »Spiele der Rekorde« in die Geschichtsbücher eingingen.



Herausragender Sportler der Tage von Berlin war der amerikanische Leichtathlet Jesse Owens, der bei der Olympiade in Berlin gleich vier Goldmedaillen gewann. Erfolgreichster deutscher Athlet war Konrad Frey. Der Kunstturner errang drei Goldmedaillen, eine Silbermedaille und zwei Bronzemedaillen. Neben der sportlichen Bedeutung waren die beiden im Deutschen Reich stattfindenden Winter- und Sommerspiele 1936 besonders dadurch gekennzeichnet, dass sie von Hitler und der NSDAP dazu instrumentalisiert wurden, den NS-Staat im Ausland positiv darzustellen, während im Inland die NS-Propaganda vorwiegend die Leistungen der deutschen Olympiateilnehmer und -sieger hervorhob.



Die Infrastruktur wurde in Berlin modernisitert und ein neuer Bahntransport für die Personenbeförderung errichtet, vom dem Berlin bis heute profitiert. Eigens für die Olympischen Spiele wurden moderne Wettkampfstätten in Berlin und Umgebung errichtet.

Die Wettkampfstätten in Berlin und Umgebung verteilten sich über die damaligen Bezirke Charlottenburg, Köpenick, Spandau, Wilmersdorf und den Landkreis Osthavelland in der Provinz Brandenburg. Das zentrale Gelände wurde „Reichssportfeld“ genannt und vereinte die größten Sportanlagen. Die Errichtung des Reichssportfeldes kostete etwa 77 Millionen Reichsmark.

Das Zentrum der Sportanlagen bildete das Berliner Olympiastadion, das 100.000 Zuschauern Platz bot und eine 400 Meter lange Aschenbahn hatte. Dort wurden die Wettbewerbe in der Leichtathletik, die Springwettbewerbe im Reiten, im Feldhandball und die Spiele im Fußball ab dem Halbfinale ausgetragen. Außerdem fanden dort die Eröffnungs- und die Abschlusszeremonie statt. Die Vor- und Zwischenrundenspiele des olympischen Fußballturniers wurden im Poststadion, im Mommsenstadion und im Stadion am Gesundbrunnen (der „Plumpe“) ausgetragen. Die Feldhandballwettbewerbe nutzten auch das Polizeistadion und den BSV-Platz.

Das direkt neben dem Olympiastadion gelegene Schwimmstadion war Austragungsort für die Schwimmwettbewerbe und die Wasserballspiele. Es hatte 18.500 Zuschauerplätze und ein Schwimmbecken in der Größe von 50 Meter × 20 Meter. Für das Wasserspringen stand ein 20 Meter × 20 Meter großes Sprungbecken zur Verfügung.

In der Deutschlandhalle, die 20.000 Zuschauern Platz bot, fanden die Wettbewerbe im Gewichtheben, Ringen und Boxen statt. Das Hockeyturnier wurde in einem eigens für die Spiele erbauten Hockeystadion ausgetragen, das ebenfalls 20.000 Zuschauerplätze hatte. Die Wettbewerbe im Fechten wurden an verschiedenen Orten im Sportforum ausgetragen: im Kuppelsaal des Hauses des deutschen Sports, im Hockeystadion sowie auf den Tennisplätzen. Auch die Basketballspiele fanden auf den Tennisplätzen des Reichssportfeldes statt.

Die Reitwettbewerbe wurden an den verschiedensten Lokalitäten durchgeführt. So fand das Dressurreiten auf dem Maifeld und auf dem Truppenübungsplatz in Döberitz statt, wo sich auch das Olympische Dorf befand, der Geländeritt auf der Jagdrennbahn Ferbitz. Die Schießwettbewerbe fanden in Berlin-Wannsee auf dem Schießplatz der „Deutschen Versuchsanstalt für Handfeuerwaffen“ statt. Außerdem war der Schießplatz Ruhleben der Austragungsort der Schießwettbewerbe des Modernen Fünfkampfs.

Die USA drohten damit, die Olympischen Spiele zu boykottieren und forderten, daß im deutschen Kader auch jüdische Sportler vertreten sein sollten. Die NS-Funktionäre beschlossen daher, die Jüdin Gretel Bergmann in das Team aufzunehmen. Allerdings wollten sie mit unfairen Mitteln verhindern, daß die überragende Hochspringerin eine Medaille gewann. Die Nationalsozialisten schickten daher eine Konkurrentin ins Rennen, die eigentlich ein Mann war.

Olympia 1936 Literatur:

Berlin 1936: Sechzehn Tage im August
Berlin 1936: Sechzehn Tage im August
von Oliver Hilmes

Olympia 1936
Olympia 1936
von Alexander Emmerich

Hitlers Spiele: Olympia 1936 in Berlin

Hitlers Spiele: Olympia 1936 in Berlin von Armin Führer

Nationalsozialistische Propaganda bei den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin

Nationalsozialistische Propaganda bei den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin von Jan Erchinger

Samstag, 24. Juli 2021

Berliner Humboldt Forum - Prestigeobjekt der deutschen Kulturpolitik

Berliner Stadtschloss


Das Berliner Humboldt Forum gilt als das Prestigeobjekt der deutschen Kulturpolitik. Umstritten war das Projekt von Anfang an. Nun ist der knapp 680 Millionen Euro teure Bau in Teilen eröffnet worden. Er soll ein Ort für Kultur und gesellschaftliche Debatten werden.

Das Berliner Humboldt Forum in Berlin hat seine Tore für die Öffentlichkeit geöffnet. Seit dem 20. Juli sind sechs Ausstellung für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Weitere werden folgen.

Das ehemalige Berliner Stadtschloss ist wiederaufgebaut worden, allerdings um den neuen Bau einer anderen Nutzung zuzuführen. Alte Pracht im neuen Gewande. Es soll ein kulturelles Zentrum und ein Ort der kulturellen Begegnung werden.

Die »Stiftung Preußischer Kulturbesitz«, Herrin über die Staatlichen Museen zu Berlin, wird die Hauptnutzerin des rekonstruierten Berliner Schlosses sein. Allerdings sei das Humboldt-Forum "vom Grundgedanken her kein Museum im herkömmlichen Sinne", wie Stiftungspräsident Hermann Parzinger erklärt. Das Humboldt-Forum werde "ein Kunst- und Kulturzentrum über die Welt, in der wir leben".

Zuvor hatte es viele Diskussionen um das Humboldt Forum gegeben. Und die Debatte ist noch längst nicht zu Ende. Wie das Forum angenommen wird, ob und wie es das hochgesteckte Ziel, ein Ort für Kunst, Wissenschaft und Kultur zu sein, umsetzen kann, muss sich erst noch zeigen.

Das Humboldt Forum steht gegenüber dem Berliner Dom und am ehemaligen Standort des DDR-Prestigebaus „Palast der Republik“, der asbestverseucht war und bis 2008 abgerissen wurde. Nach der Wiedervereinigung war zunächst keine Berliner Stimme zu vernehmen, die die Rekonstruktion des Stadtschlosses gefordert hätte. Es war der Hamburger Landmaschinenhändler Wilhelm von Boddien, der sich an die Spitze einer Bewegung für einen Wiederaufbau setzte und der bis heute mit seinem Förderverein 100 Millionen Euro an Spenden eingesammelt hat.

Die Entscheidung zum Bau des Ausstellungs- und Veranstaltungsortes im historischen Zentrum Berlin traf der Bundestag 2002. Das Gebäude ist eine Teil-Rekonstruktion des 1950 gesprengten Hohenzollern-Schlosses – mit dessen barocken Außenfassaden und auch mit dessen Ausmaßen.

Ende März 2021 startete bereits der Regelbetrieb mit einem sich erweiternden Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm. Neben den täglich angebotenen Führungen zum Humboldt Forum sowie zur Geschichte und Architektur des Ortes beginnen unterschiedliche Veranstaltungsreihen. Darüber hinaus sind erste künstlerische Eigenproduktionen und Kooperationsprojekte, ein generationenübergreifendes Familienprogramm sowie mit den Sammlungen und Ausstellungen assoziierte Produktionen und Programme geplant. Diskursive Formate, künstlerische Interventionen, Tanz und Film erweitern das Programm.


Blog-Artikel:

Humboldt Forum wird eröffnet - Kulturwelt-Blog

Berlins Schloss zur Welt: Das Humboldt-Forum feiert Richtfest - Kulturwelt-Blog

Dienstag, 20. Juli 2021

Humboldt Forum wird feierlich eröffnet



Endlich ist es so weit! Nach vielen Diskussionen, mehrjähriger Bauzeit und anschließenden Verzögerungen durch die Pandemie kann das Humboldt Forum hinter den rekonstruierten Fassaden des Berliner Schlosses endlich seine Türen öffnen.

Das ehemalige Berliner Stadtschloss ist wiederaufgebaut worden, allerdings um den neuen Bau einer anderen Nutzung zuzuführen. Es soll ein kulturelles Zentrum und ein Ort der kulturellen Begegnung werden.

Alte Pracht im neuen Gewande. Preußens alte Gloria erstrahlt im ehemaligem Stadtschloss von Berlin in neuem Glanz. - Schon in seiner Architektur zeigt sich die spannungsreiche Vielfalt des Hauses – mal gibt es sich barock, dann wieder ganz modern. Es ist ein Ort, der Unterschiede verbindet. Ein Ort der Kunst, der Kulturen und der Bildung, aber auch des Flanierens und des Müßiggangs, der Ruhe und der Abenteuer. Ab dem 20. Juli werden wir alle diesen Ort mit seiner wechselhaften Geschichte, mit seinen Ausstellungsräumen und Veranstaltungssälen mit Leben füllen und zu neuen Ideen, Diskussionen und Einsichten anregen.

Am 20. Juli 2021 um 14 Uhr werden Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Generalintendant Hartmut Dorgerloh sowie geladene Gäste aus der Berliner Stadtgesellschaft in einem Festakt das Humboldt Forum eröffnen. Begleitet wird die Feier von einem kleinen Programm mit Straßenmusiker*innen, Food Trucks sowie einer partizipativen Performance und Aktion.

Der Boulevard »Unter den Linden« wird am Lustgarten in dieser Zeit für den Autoverkehr gesperrt sein – spazieren Sie als Besucher einfach vorbei, erleben Sie die künstlerische Eröffnungsaktion oder erfrischen Sie sich mit einem Getränk an der Pop-up-Bar im Schlüterhof.

Ab 16:30 Uhr können Besucher das Erdgeschoss, den Schlosskeller und das erste Obergeschoss erkunden. Den Auftakt machen sechs unterschiedliche Ausstellungen.


Ende März 2021 startete der Regelbetrieb mit einem sich erweiternden Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm. Neben den täglich angebotenen Führungen zum Humboldt Forum sowie zur Geschichte und Architektur des Ortes beginnen unterschiedliche Veranstaltungsreihen. Darüber hinaus sind erste künstlerische Eigenproduktionen und Kooperationsprojekte, ein generationenübergreifendes Familienprogramm sowie mit den Sammlungen und Ausstellungen assoziierte Produktionen und Programme geplant. Diskursive Formate, künstlerische Interventionen, Tanz und Film erweitern das Programm.

Weblink:

Ein Forum – sechs Ausstellungen: Ab dem 20. Juli 2021 ist das Haus geöffnet! - www.humboldtforum.org


Blog-Artikel:

Humboldt Forum wird eröffnet - Kulturwelt-Blog

Berlins Schloss zur Welt: Das Humboldt-Forum feiert Richtfest - Kulturwelt-Blog

Samstag, 19. Juni 2021

Bode-Museum auf der Museumsinsel in Berlin

Bode-Museum auf der Museumsinsel in Berlin

Das Bode-Museum, 1904 als Kaiser-Friedrich-Museum eröffnet, gehört zum Ensemble der Museumsinsel in Berlin und damit zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es beherbergt die Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst und das Münzkabinett. Am 17. Oktober 2006 wurde es nach knapp sechsjähriger Renovierung wiedereröffnet und am 19. Oktober der Öffentlichkeit übergeben.

Der Gedanke, ein Kunstmuseum zu bauen, entstand um 1871 am kaiserlichen Hof in Berlin, im Umfeld des langjährigen Kronprinzen, des späteren „99-Tage-Kaisers“ Friedrich III. Konkrete Vorschläge dazu kamen von dem Kunsthistoriker Wilhelm von Bode. Der Hofarchitekt Ernst von Ihne mit Bauleiter Max Hasak errichtete den Museumsbau zwischen 1897 und 1904 für die von Bode aufgebaute Skulpturen- und Gemäldesammlung, deren Anfangsbestände auf die Kunstkammern der Kurfürsten von Brandenburg zurückgehen.

Am 18. Oktober 1904, am Geburtstag Friedrichs III., der 1888 gestorben war, eröffnete das Museum. Zur Erinnerung an Friedrich III. wurde das Haus Kaiser-Friedrich-Museum genannt.

Samstag, 12. Juni 2021

Wilhelm von Humboldt - der grosse Bildungsreformer Preussens

Wilhelm von Humboldt

Wilhelm von Humboldt gilt als der grosse Bildungsreformer Preussens. Humboldt war mit seinen Reformgedanken der Wegbereiter des modernen Universitätsystems. Das deutsche Hochschulsystem wurde durch diese Reform aus der kirchlichen oder konfessionellen Abhängigkeit gelöst. Die Universitäten wurden selbstverwaltete Einrichtungen, an denen Wissenschaftler frei forschten und unabhängig lehrten.

Wilhelm von Humboldt gehört mit Karl August von Hardenberg, Freiherr vom Stein, August Neidhardt von Gneisenau und Gerhard von Scharnhorst in die Reihe der preußischen Reformer, die das Land nach der Niederlage gegen Napoleon 1806/07 wiederaufrichteten, modernisierten und den Grundstein für Preußens Wiederaufstieg und die Reichseinigung von 1871 legten.


Am 10. Februar 1809 wurde er zum Geheimen Staatsrat und Direktor der Sektion für Kultus und Unterricht im Ministerium des Inneren ernannt. Humboldt plädiert für eine dreistufige Bildungseinrichtung aus Elementarschule, Gymnasium und Universität. Vor allem aber – so Gall – sollte aus der Bildung ein neuer Typ Untertan, eher ein Staatsbürger, hervorgehen.

Als Leiter der „Sektion des Kultus und öffentlichen Unterrichts“ regte er die Gründung der nach dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. benannten Berliner Universität an, die heute Humboldts Namen trägt. Er berief hochkarätige Persönlichkeiten an die Universität: den Theologen Friedrich Schleiermacher, die Philosophen August Wilhelm Schlegel und Johann Gottlieb Fichte, den Altertumswissenschaftler Friedrich August Wolf, den Juristen Friedrich Karl von Savigny und sorgte auch dafür, daß diese Koryphäen ein für damalige Verhältnisse außerordentlich großzügiges Salär erhielten.

Sein persönliches Glanzstück blieb die Einrichtung der Berliner Universität. Für Humboldt bestand der Zweck der sogenannten "höheren wissenschaftlichen Anstalten" darin, ein vom Staat losgelöster Sammelpunkt von Menschen zu sein ...
" ... die äußere Muße oder inneres Streben zur Wissenschaft und Forschung hinführt."
Mit dem Palais Unter den Linden des verstorbenen Prinzen Heinrich von Preußen verfügte die Hochschule über eine Vorzugsadresse mit weitläufigen Räumlichkeiten. Auch die Neuorganisation des Schulwesens nahm er in Angriff und sorgte dafür, daß der Staat über die Qualität der Lehrer und des Unterrichts zu befinden habe. Dies sorgte für die Einheitlichkeit der Erziehungsgrundsätze und –inhalte. Gemeinsam mit Scharnhorst reformierte er die Kadettenanstalten. Auch außenpolitisch war Humboldt tätig.

Wilhelm von Humboldt. Ein Preuße von Welt

Wilhelm von Humboldt. Ein Preuße von Welt.

Der preussische Universitätsreformer wollte, ganz im Sinne der Aufklärung und des erstarkten Bürgertums, die Unabhängigkeit der Universität vom Staat, freie Studienwahl und freie Studienorganisation. Maßgebend war sein Einfluss bei der Gründung der Berliner Universität 1810.

Der Gelehrte publizierte eine grosse Anzahl wissenschaftlicher Werke. Als Sprachforscher war ein Theoretiker des Sprachdenkens.

Weblinks:

Ein Womanizer und Egozentriker - www.deutschlandfunk.de

Wilhelm von Humboldt-Biografie - Biografien-Portal - www.die-biografien.de

Wilhelm von Humboldt-Zitate - Zitate-Portal - www.die-zitate.de

Humboldtsches Bildungsideal - YouTube

Literatur:

Wilhelm von Humboldt. Ein Preuße von Welt
Wilhelm von Humboldt. Ein Preuße von Welt.
von Lothar Gall


Blog-Artikel:

Wilhelm von Humboldt 250. Geburtstag - - Kulturwelt-Blog - culturwelt.blogspot.com

Quellcode:

<a title="Kulturwelt-Blog" href="http://culturwelt.blogspot.de">Kulturwelt-Blog</a>


Sonntag, 6. Juni 2021

Erste Berlinale 1951 eröffnet

Das Plakat der ersten Internationalen Filmfestspiele Berlin aus dem Jahr 1951

Die »Berlinale« fand seit 1951 zunächst im Sommer und seit 1978 im Februar in Berlin statt. Zu Beginn war alles anders: die »Berlinale« fand im Sommer statt und um den roten Teppich, den alle gern enaml betreten wollten, war viel Gewusel.

. Das Internationale Filmfestival brachte Glamour und ausländische Filmprominenz in die zerbombte und geteilte Stadt. Von Anfang an auf politische Wirkung angelegt, hat sich das Publikumsfestival seinen offenen Charakter bewahrt.

Die »Berlinale« geht auf eine Initiative von Oscar Martay zurück. Martay war Film Officer der Militärregierung der Vereinigten Staaten und beaufsichtigte und förderte in dieser Funktion die Berliner Filmindustrie, unter anderem mit mehreren Darlehen der amerikanischen Militärregierung, mit denen die Finanzierung der Filmfestspiele in den ersten Jahren sichergestellt wurden.

Alfred Hitchcock

Unter dem Motto „Schaufenster der freien Welt“ eröffnete die erste Berlinale am 6. Juni 1951 mit Alfred Hitchcocks »Rebecca« im Titania-Palast. Die Berlinale fand allerdings nur ein einziges Mal im Titania-Palast statt. Damals gab es noch viel Gewusel um den roten Teppich, den die Zuschauer unbedingt betreten wollten.

Zum ersten Festspielleiter wurde der Filmhistoriker Alfred Bauer berufen, welcher nach dem Krieg die britische Militärregierung in Filmangelegenheiten beraten hatte.

Berlinale

Die »Berlinale« ist ein einzigartiger Ort der künstlerischen Auseinandersetzung und der Unterhaltung. Sie ist eines der größten Publikumsfilmfestivals der Welt, das jedes Jahr Zehntausende Besucher*innen aus aller Welt anlockt. Für die Filmbranche und die Presse sind die elf Tage im Februar zugleich eines der wichtigsten Ereignisse im Jahreskalender und ein unverzichtbarer Handelsplatz.

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin blicken auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Das Festival wurde 1951, zu Beginn des Kalten Krieges, als „Schaufenster der freien Welt“ für das Berliner Publikum ins Leben gerufen. Geprägt durch die bewegte Nachkriegszeit und die einzigartige Situation in der geteilten Stadt, hat sich die Berlinale zu einem Ort der interkulturellen Begegnung und zu einer Plattform kritischer filmischer Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen entwickelt. Bis heute gilt sie als das politischste aller großen Filmfestivals.

Die »Berlinale« bringt die großen Stars des internationalen Kinos nach Berlin und entdeckt neue Talente. Sie begleitet Filmschaffende aller Gewerke auf ihrem Weg ins Rampenlicht, fördert Karrieren, Projekte, Träume, Visionen.

Durch ihre zahlreichen Branchen-Initiativen ist die »Berlinale« sowohl international als auch für Unternehmen aus Deutschland und Berlin ein bedeutender Motor für Innovation und wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Offzielle Webseite:

Berlinale - www.berlinale.de

1. Internationale Filmfestspiele Berlin 06. - 17. Juni 1951 - www.berlinale.de

Dienstag, 26. Januar 2021

Berliner Staatsbibliothek wiedereröffnet

Berliner Staatsbibliothek Unter den Linden

Nach 16 Jahren Sanierungsarbeiten weitgehend während des Normalbetriebs ist die Berliner Staatsbibliothek Unter den Linden seit Montag wieder für Forschung und Lektüre bereit. Corona-bedingt wurde das imposante Gebäude zwischen Brandenburger Tor und Museumsinsel nach den 470 Millionen Euro teuren Arbeiten zunächst nur digital eröffnet.

Die 1661 gegründete Staatsbibliothek zählt mit ihrem zweiten Standort am Potsdamer Platz zu den international wichtigsten Einrichtungen ihrer Art und ist die größte wissenschaftliche Universalbibliothek im deutschsprachigen Raum. Zu den Schätzen gehören die originalen Partituren etwa von Beethovens Neunter Sinfonie, Mozarts großen Opern wie der «Zauberflöte» oder 80 Prozent von Bachs Handschriften, darunter die Passionen. Zum Inventar der Bibliiothek gehören auch wertvolle Schriftstücke wie die Originalpartitur von Mozarts Zauberflöte.

Die Bibliotehk war im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt worden in zu Zeiten der DDR nur notdürftig repariert worden.

Donnerstag, 17. Dezember 2020

Humboldt Forum wird eröffnet



Das Humboldt Forum im wiederaufgebauten Berliner Schloss wird ab dem 17. Dezember phasenweise eröffnet. Das Haus wird dem Publikum in vier größeren Phasen zugänglich gemacht. Über ein Jahr hinweg wird die Vielfalt des Programms in zahlreichen Formaten präsentiert – von Ausstellungen und Projektionen über Führungen und Vorträge bis hin zu künstlerischen Interventionen, Tanz und Film. Neben den drei Kernthemen des Humboldt Forums – Geschichte und Architektur des Ortes, die Brüder Humboldt sowie Kolonialismus und Kolonialität – stehen von Anfang an auch aktuelle gesellschaftspolitische Themen im Mittelpunkt.

Start des Eröffnungsjahres ist Donnerstag, der 17. Dezember 2020 um 10 Uhr. Das neue Stadtquartier mit dem Schlüterhof und der Passage ist dann rund um die Uhr zugänglich. Künstlerinnen und Künstler aus den internationalen Berliner Communities nutzen die Fassaden des Schlüterhofs für großformatige Videoprojektionen und die Portale für Soundinstallationen. Im Schlosskeller und im Erdgeschoss sind erstmals die Präsentationen zur Geschichte des Ortes sowie in der Passage jene zu den Brüdern Humboldt, den Namensgebern des Hauses, erlebbar.

Ende März 2021 startet der Regelbetrieb mit einem sich erweiternden Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm. Neben den täglich angebotenen Führungen zum Humboldt Forum sowie zur Geschichte und Architektur des Ortes beginnen unterschiedliche Veranstaltungsreihen. Darüber hinaus sind erste künstlerische Eigenproduktionen und Kooperationsprojekte, ein generationenübergreifendes Familienprogramm sowie mit den Sammlungen und Ausstellungen assoziierte Produktionen und Programme geplant. Diskursive Formate, künstlerische Interventionen, Tanz und Film erweitern das Programm.

Weblink:

Das Humboldt Forum öffnet am 17. Dezember, 10 Uhr - www.preussischer-kulturbesitz.de

Samstag, 12. Dezember 2020

Humboldt Forum vor Eröffnung

Humboldt Forum

Deutschland hat das alte Preußen-Schloss in der Mitte Berlins und ein Symbol der Preußenherrschaft wiederaufgebaut.

Fast fünf Jahrhunderte lang - von 1443 bis 1918 - war das Berliner Stadtschloss auf der Spreeinsel im heutigen Berliner Stadtteil Mitte die hauptstädtische Residenz der Hohenzollern. Umgebaut im Auftrag des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III. und späteren preußischen Königs Friedrich I. nach Plänen des Architekten und Bildhauers Andreas Schlüter in den Jahren 1698–1713, galt es als ein Hauptwerk des norddeutschen Barocks. Das Schloss war eines der größten Bauwerke Berlins und prägte mit seiner 60 Meter hohen Kuppel das Stadtbild.

Das Humboldt Forum im rekonstruierten Berliner Stadtschloss ist das größte und umstrittenste Kulturprojekt Deutschlands. Die Fassade lässt Preußens Glanz und Gloria wieder auferstehen, innen aber hält das 21.Jahrhundert in all seinen Widersprüchen Einzug.

Das Berliner Stadtschloss mit Kuppel samt umstrittenem Kreuz und Inschrift steht wieder so da, wie es Mitte des 19. Jahrhunderts Berlins Stadtbild prägte. Innen aber hält das 21.Jahrhundert in all seinen Widersprüchen Einzug, soll ein Dialog der Kulturen der Welt entstehen.

Das Stadtschloss hat eine bewegte Geschichte vom Kaiserreich über Schloss-Sprengung und Bau des Palasts der Republik in der DDR bis hin zu dessen Abriss nach der Wende hinter sich.

Die Erwartungen an das Haus sind riesig – es soll Wissen über die Geschichte des Ortes vermitteln, sich den deutschen Kolonialverbrechen stellen und zugleich ein Ort für Dialog, Wissenschaft und Unterhaltung sowie Begegnung sein.

Weblink:

Countdown Humboldt Forum - www.3sat.de/kultur

Samstag, 18. Juli 2020

Schloss Meseberg


Schloss Meseberg ist ein Barockschloss in Brandenburg aus dem 18. Jahrhundert vor den Toren Berlins. Es wird als Gästehaus der deutschen Bundesregierung und als beliebter Tagungsort genutzt und liegt etwa 70 Kilometer nördlich von Berlin in Meseberg, einem Ortsteil der Stadt Gransee mit 150 Einwohnern. Das idyllische Anwesen liegt direkt am östlichsten Zipfel des Huwenowsees.

Bekannt ist das Schloss Meseberg für das Seeparterre im Schlossgarten. Am See entlang erstreckt sich außerdem ein öffentlich zugänglicher Landschaftsgarten mit den Mausoleen der Familien Hövel und Lessing.

Der barocke Terrassengarten wurde aufwändig wiederhergestellt. Die Aufteilung durch Achsen ging aus dem vorhandenen Bestand hervor. Die Höhenlage der Gartenteile wurde anhand der Bausubstanz und von Grabungsbefunden ermittelt.

Weblink:

Schloss Meseberg - Gästehaus der Bundesregierung - www.schloss-meseberg.de

Donnerstag, 14. Mai 2020

Dramatiker Rolf Hochhuth ist tot





Rolf Hochhuth


Rolf Hochhuth starb im Alter von 89 Jahren am 13. Mai 2020 in Berlin. Rolf Hochhuth war ein deutscher Schriftsteller, Bühnenautor und Dramatiker des 20. Jahrhunderts.

Rolf Hochhuth war kein Mann der leisen Töne, sondern er pflegt einen Habitus, der einem Dramatiker durchaus gerecht zu werden vermag. Hochhuth ist ein Mann mit einem Hang für brisante Themen. Sein großes Thema ist die Moral. Er war der erste nach dem Krieg, der das Drama mit dem Thema Moral verband und auf die Bühne brachte.

Der Stellvertreter

Während eines Rom-Aufenthalts konzipierte er 1959 sein erstes Drama »Der Stellverteter«, das 1963 in Berlin von Erwin Piscator uraufgeführt wurde. Schon mit seinem Erstlingswerk »Der Stellverteter« gelang es ihm 1963, für grosses Aufsehen zu sorgen. Hochhuth provozierte einen epochalen Theaterskandal, den grössten in der Geschichte der Bundesrepublik.

In seinem moralisierenden Stück »Der Stellvertreter« gab er der hellen Empörung Raum und griff hierfür zu klassischen Traditionen. Rolf Hochhuth prangerte 1963 laut die Mitschuld der katholischen Kirche am Holocaust an. Für Hochhuth war der Papst nicht nur ein Exponent der katholischen Kirche, sondern was er von sich behauptete: der Stellvertreter Gottes auf Erden.

Dieses Stück machte ihn über Nacht berühmt. Rolf Hochhuth ist bis heute ein streitbarer Geist und Unbequemer geblieben. Er mischt sich heute noch in viele Themen ein: Wirtschaft, Religion, Politik.


Rolf Hochhuth wurde vor 80 Jahren am 1. April 1931 als Sohn eines Schuhfabrikanten in Eschwege geboren.
Zum Schluss noch eine kleine Anekdote zu Hochhuths Geburtsag am 1. April. Mit besonderer Befriedigung erfüllte es ihn, dass er seinen Geburtstag mit Bismarck und Karl dem Großen teile und ihn diese ebenso seriöse wie prominente Nachbarschaft des Vedachts enthebe, selber bloß ein Aprilscherz zu sein.








In den Jahren 1818 bis 1821 von Karl Friedrich Schinkel erbaut, gehört es zu den Hauptwerken des deutschen Klassizismus. Im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt, wurde es von 1976 bis 1984 außen originalgetreu und innen in historisierender Form als Konzerthaus wiederhergestellt.

    Rolf Hochhuth-Werke


Rolf Hochhuth Lesebuch
Rolf Hochhuth Lesebuch
Der Stellvertreter

Der Stellvertreter
Soldaten. Nekrolog auf Genf
Soldaten
Nekrolog auf Genf
Alan Turing
Alain Turing
Wessis in Weimar
Wessis in Weimar



Weblinks:

Rolf Hochhuth-Biografie - Biografien-Poratal - www.die-Biografien.de

Rolf Hochhuth-Zitate

Rolf Hochhuth, 1991
Zum Tod von Dramatiker Rolf Hochhuth
- www.sueddeutsche.de/kultur

Rolf Hochhuth
Dramatiker Rolf Hochhuth ist tot
- www.sueddeutsche.de/kultur

Auf den Knien eines Herzens - www.sueddeutsche.de/kultur