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Sonntag, 21. Juni 2009

Solowezki-Kloster im Weißen Meer

Solowezki-Kloster

Das Solowezki-Kloster auf der Insel Solowki im Weißen Meer wurde im Jahre 1429 auf der Hauptinsel von den Mönchen Sawwati, German und Sossima gegründet.

Das Kloster im Norden von Karelien, welches bis 1920 existierte, stellte über Jahrhunderte hinweg eines der wichtigsten wirtschaftlichen, politischen, kulturellen sowie militärischen Zentren in der Region dar und hat eine bewegte Geschichte hinter sich.

Im 13. Jahrhundert siedelten sich Mönche auf den Inseln an und errichteten ein Kloster. Im 16. Jahrhundert wurde es zu einem der nördlichen Hauptvorposten von Russland, zu einer Festung, die den nördlichen Teil von Russland gegen Schweden schützte.

Im 17. Jahrhundert sollte sich das Kloster gegen das Heer des russischen Zaren verteidigen. Die Mönche des Kloster Solowetski lehnten die Kirchenreform des Patriarchen Nikon jedoch ab und traten in den Aufstand.

Das Kloster wurde im 18. Jahrhundert von den russischen Zaren zu einer Festung und einem Staatsgefängnis ausgebaut, in dem über gut zweieinhalb Jahrhunderte überwiegend politische Gefangene inhaftiert wurden.

Weblink:

Solovki-Kloster - www.solovki.org

Sonntag, 31. Mai 2009

Joseph Haydn 200. Todestag

Joseph Haydn


Joseph Haydn starb vor 200 Jahren am 31. Mai 1809 in Wien. Joseph Haydn war ein österreichischer Musiker, Komponist und Musiktheoretiker. Neben Wolfgang Amadeus Mozart gilt Haydn als wichtigster Vertreter der »Wiener Klassik«. Er begann seine Karriere als Chorknabe im Dom von St. Stephan in Wien. Anschließend arbeitete er als freischaffender Musiker. Er spielte Violine und Klavier und komponierte über einhundert erfolgreiche Opern.

Seinen Kompositionen und theoretischen Schriften war die Ausbildung der charakteristischen Gattungen der »Wiener Klassik«, der Sinfonie und des Streichquartetts, zu verdanken. Wie sein Zeitgenosse Georg Friedrich Händel komponierte Haydn auch Oratorien. Am bekanntesten wurden seine Werke »Die Schöpfung« (1798) und »Die Jahreszeiten« (1801).

Im Jahr 1740, also mit acht Jahren, wurde Haydn Chorknabe der Kantorei St. Stephan in Wien. Dort erhielt er Gesangs-, Violin- und Klavierunterricht. Später kam noch Kompositionsunterricht bei Nicolo Porpora hinzu.

Im Jahr 1748, nachdem Haydn in den Stimmbruch gekommen war, schlug der Chorleiter Reutter vor, ihn zu einem Kastratensänger zu machen, was von Haydns Vater vehement zurückgewiesen wurde. Nachdem er also nicht mehr im Chor singen konnte, entschied sich Haydn freischaffender Künstler zu werden und in Wien zu bleiben.

Am 26. November 1760 heiratete Joseph Haydn die drei Jahre ältere Anna Maria Keller im Stephansdom zu Wien. Anna Maria war die älteste Tochter eines Perückenmachers.
1761 wurde er Vizekapellmeister des Fürsten Esterházy in Eisenstadt. Von nun an lebte er mit seiner Frau in Eisenstadt im Burgenland. Ein vielseitiges Arbeitspensum war mit dieser Aufgabe verbunden. Er komponierte, leitete das Orchester, organisierte Opernaufführungen und spielte Kammermusik.

In den Wintermonaten hielt sich Haydn aber in Wien auf, wo er 1767 Leopold Mozart, dem Vater von Wolfgang Amadeus begegnete.

In der folgenden Zeit komponierte Haydn neben Kammermusikwerken, Sinfonien und Anderem auch sechs Klaviersonaten.

Im Jahr 1781 entwickelte sich zwischen Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart eine enge Freundschaft. Haydn und Mozart gehörten beide der Freimaurerloge an, was zusätzlich von einer großen Verbundenheit zeugte.

Im Januar 1785 besuchte Joseph Haydn Wolfgang Amadeus Mozart in Wien und hörte dessen Streichquartette, die Mozart Haydn gewidmet hatte. Im Dezember 1790 trafen beide sich ein letztes Mal. Im selben Jahr ging Haydn nach Wien zurück, weil das Orchester in Eisenstadt aufgelöst wurde.

Im Januar 1791 reiste Joseph Haydn das erste Mal nach London und blieb bis zum Jahr 1792. Er folgte einer Einladung des Konzertagenten Johann Peter Solomon in London, um seine Sinfonie aufzuführen. In London lernte er unter anderem die Sängerin und Komponistin Rebecca Schroeter kennen, der er ein Trio widmete.

Durch die großen Erfolge, die Haydn in London hatte, sah sich sein früherer Arbeitgeber, der Fürst Esterházy veranlasst, seine Rente auf 2300 Gulden zu erhöhen. Auf der Rückreise von London nach Hause traf Haydn Ludwig van Beethoven in Bonn, der als sein Schüler nach Wien kommen sollte.

1794 fuhr Haydn zum zweiten Mal nach London. 1795, zurück in Wien, gab er wieder ein Konzert im Redoutensaal. Es standen diesmal drei seiner Londoner Sinfonien auf dem Programm und Ludwig van Beethoven selbst spielte ein eigenes Klavierkonzert. Beethoven widmete Haydn seine ersten drei Klaviersonaten op.2 Nr. 1-3.


1797 komponierte Haydn die berühmte »Kaiserhymne«, welche heute deutsche Nationalhymne ist.

Joseph Haydn wurde am 31. März 1732 in Rohrau, einem kleinen Ort an der österreichisch-ungarischen Grenze, geboren.

Samstag, 23. Mai 2009

»Tommy« 1969 erschienen



»Tommy« gilt als die berühmteste Aufnahme von »The Who« und als einer der Höhepunkte im künstlerischen Schaffen und insbesondere Pete Townshends, der fast alle Titel des Albums komponierte.

Das Album ist die erste Rockoper der Gruppe und beschreibt die Geschichte des »Deaf, Dumb and Blind Kid« - des tauben, stummen und blinden Kindes - Tommy Walker.
The Who Tommy
Tommy
von The Who

Mit der Rockoper um einen taubstummen und blinden Burschen, der zum Derwisch an der Flippermaschine wird, katapultierte sich das britische Quartett 1969 in die Liga der Superstars.
»Tommy« gilt als eine der erfolgreichsten Rockopern der Musikgeschichte. Das Doppel-Album hat sich bisher über 20 Millionen Mal verkauft und taucht regelmäßig in den Listen der einflussreichsten Alben aller Zeiten der Musik-Presse auf.

Dem Musikalbum folgten die Umsetzung als Film (1975), dessen Soundtrack gesondert veröffentlicht wurde, sowie als Musical und Ballett.

Weblinks:

The Who Tommy
Tommy
von The Who

The Who - Tommy (Full Album) - www.youtube.com

Donnerstag, 9. April 2009

Frank Lloyd Wright 1959 gestorben

Frank Lloyd Wright

Frank Lloyd Wright starb am 9. April 1959 in Phoenix, Arizona. Frank Lloyd Wright war ein berühmter amerikanischer Architekt, Innenarchitekt, Schriftsteller und Kunsthändler. Der amerikanische Architekt mit einzigartigem Pioniergeist hatte einen einzigartigen Einfluss auf die Architektur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und auf die Moderne, vor allem hatte er Einfluß mit der Natur zu bauen.

Unter dem Namen »Taliesin« gründete Wright mehrere „Ateliers“ mitten in der amerikanischen Prärie, die als Entwicklungsplattformen für die neue, unabhängige amerikanische Architektur dienen sollten. Wrights Büro war ein Anziehungspunkt für Jungarchitekten aus aller Welt, die bei ihm zeitweise arbeiteten und seinen Stil später in ihren Heimatländern weiterentwickelten.

Der enge Kontakt mit der Landschaft seines Heimatstaates Wisconsin war in seiner späteren Arbeit für ihn prängend: Die möglichst nahtlose Integration des Bauwerkes in die Landschaft ist eines der Motive seines immensen Schaffens. Diese Gestaltungsphilosophie kommt wohl am besten in Wrights bekanntestem Werk, der für Edgar J. Kaufmann an einem kleinen Wasserfall erbauten »Villa Fallingwater«, zur Geltung. Weitere bekannte Entwürfe sind das in Verbindung mit Hilla von Rebay verwirklichte »Solomon R. Guggenheim Museum« in New York und das Verwaltungsgebäude für die »Johnson Wax Company«.

Das »Guggenheim-Museum« in New York ist zu einem visuellen Zeichen für Frank Lloyd Wrights (1867–1959) Werk und Baukunst geworden. Der futuristische Museumsbau allerdings ist nur einer von vielen Bauten für die Öffentlichkeit. Neben Museen errichtete Wright sakrale Gebäude, Verwaltungsbauten, Kaufhäuser, Theater, Kliniken und Bildungseinrichtungen, zu denen auch »Taliesin North«, seine eigene Bauschule, gehört.

Frank Lloyd Wright ging es nach Jahrhunderten der kulturellen Abhängigkeit Amerikas vom alten Kontinent darum, eine unabhängige und eigenständige Architektur des neuen Kontinents zu etablieren. Seine so genannten »Prairie Houses« sollten Ausdruck des amerikanischen Geistes von Demokratie, Pioniergeist und Zusammenhalt sein. Das wichtigste Element war die Feuerstelle als Treffpunkt der Gemeinschaft, um den herum sich das Gebäude entwickelt. Harmonisch bettet sich das Ganze in die umliegende Landschaft ein.

Wright war einer der ersten Architekten, der den Begriff einer „organischen Bauweise“ benutzte. Es ging ihm dabei um einen organischen Zusammenhang der Architektur mit den verschiedenen Elementen der Kunst, der Natur und der menschlichen Lebensbereiche, also weniger im biologischen Sinne.

Frank Lloyd Wright wurde am 8. Juni 1867 in Richland Center, Wisconsin geboren.

Literatur:

Frank Lloyd Wright - Bauten für die Öffentlichkeit
Frank Lloyd Wright - Bauten für die Öffentlichkeit
von Alan Hess und Alan Weintraub

Frank Lloyd Wright
Frank Lloyd Wright
von Bruce B. Pfeiffer

Mittwoch, 1. April 2009

Nikolai Gogol zum 200. Geburtstag

Nikolai Gogol

Der russische Schriftsteller Nikolai Gogol wurde vor 200 Jahren am 1. April 1809 als eines von fünf Kindern in Welikije Sorotschinzy in der Region Poltawa, Ukraine geboren. Der Sohn eines ukrainischen Gutsbesitzers siedelte 1828 nach St. Petersburg über und versuchte sich als Beamter und Lehrer.

Im Jahr 1831 lernte Gogol den Dichter Alexander Puschkin kennen, der ihm den Weg in die russische Literatur wies. Puschkin wurde ihm Freund und Förderer, der ihn in seiner Dichtkunst inspirierte und zum Schreiben anregte.

Mit seinen ersten volkstümlichen Erzählungen "Abende auf dem Gutshof bei Dikanka" erwarb sich Gogol 1831/32 große Anerkennung. Außerdem schrieb Nikolai Gogol zahlreiche Kurzgeschichten wie "Die Nase" oder "Der Mantel". Nachdem 1836 sein Werk "Der Revisor" erschienen war, reiste Gogol die nächsten Jahre durch Deutschland, Frankreich und Italien.

1842 erschien sein einziger Roman "Die toten Seelen", ein Werk, dessen verschiedene Fassungen und Fortsetzungen der pessimistische Autor im Laufe seines Lebens wieder vernichtete, neu schrieb und zuletzt doch wieder vernichtete.

In den 1840er Jahren stürzte Gogols Religiosität ihn in eine schwere schöpferische Krise. 1848 begab sich Gogol auf eine Wallfahrt nach Palästina und unternahm eine Pilgerreise nach Jerusalem. Er geriet nach seiner Rückkehr unter den Einfluss eines Priesters, der seine Werke als verderbt ansah. Er verbrannte – möglicherweise in einem wahnhaften Anfall – das Manuskript des zweiten Teils der Toten Seelen, bezeichnete dies aber kurz darauf als großen Fehler.

Vier Jahre später starb der russische Schriftstelleram 4. März 1852 im Alter von 42 Jahren Moskau an den Folgen strengen religiösen Fastens.

Sonntag, 22. März 2009

Kaiser Maximilian I. und seine Lieblingsstadt Innsbruck

Goldenes Dachl

Kaiser Maximilian I. (1459-1519), genannt der "letzte Ritter", war eine der schillerndsten Figuren der Habsburger-Dynastie und eine der bedeutendsten Persönlichkeiten Europas. Der machtbewußte Habsburger vergrößerte seine Hausmacht durch kluge Heiratspolitik und schuf mit der Halsgerichtsordnung, die auch als „Tiroler Malefizordnung“ bekannt ist, das erste kodifizierte Strafrecht im deutschsprachigen Raum.

Kaiser Maximilian war einer der Wegbereiter des modernen Kriegswesens, insbesondere der Artillerie. Daneben reformierte er auch die Verwaltung. Das »Goldene Dachl« in seiner Lieblingsresidenz beherbergte die ersten fixen Verwaltungs- und Regierungsbehörden des Reiches.

Mit seinen 2.657 feuervergoldeten Kupferschindeln und seinem fresken- und reliefverzierten Erker war das »Goldene Dachl« schon zu Lebzeiten Kaiser Maximilians weit über die Grenzen Tirols bekannt und wurde im Laufe der Zeit zum Wahrzeichen der Stadt Innsbruck.

Unter der Herrschaft Kaiser Maximilians I. wurde Innsbruck zu einem reichen, lebendigen sowie urbanen Zentrum für ganz Tirol und für das gesamte Reich. Er hinterließ in seiner Lieblingsstadt Innsbruck zahlreiche Spuren, das »Goldene Dachl« wurde zum Wahrzeichen der Stadt Innsbruck.

Das »Museum Goldenes Dachl« erzählt die Geschichte dieses einzigartigen Bauwerks, seines Erbauers und dessen liebster Residenz. Ein Rundgang durch das multimediale Museum entführt den Besucher in die spätmittelalterliche Welt der Zünfte und Stände, der Bettler und Bürger, der höfischen Feste und blutigen Kämpfe, des lebhaften Handels und lukrativen Silberbergbaus.

Die Museumsbesucher werden mittels Audioguide durch eine facettenreiche Ausstellung geführt, die das imposante Leben von Kaiser Maximilian I. nachzeichnet. Das multimediale Museum unterstreicht die politische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des „letzten Ritters“ für Europa an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit.

Vom Erker des »Goldenen Dachls« können Museumsbesucher sogar den Ausblick auf die Innsbrucker Altstadt genießen – genauso wie einst Kaiser Maximilian I.

Weblink:

Goldenes Dachl - www.innsbruck.info

Dienstag, 10. Februar 2009

»Tod eines Handlungsreisenden« in New York uraufgeführt

Tod eines Handlungsreisenden
Tod eines Handlungsreisenden

»Tod eines Handlungsreisenden« - englischer Originaltitel »Death of a Salesman« - ist das bekannteste Stück des amerikanischen Dramatikers Arthur Miller und eines der herausragendsten Dramen des 20. Jahrhunderts.

Das Drama wurde am 10. Februar 1949 in New York uraufgeführt und machte Miller international bekannt. Das Stück ist eine moderne Parabel auf die amerikanische Gesellschaft und thematisiert die negative Seite des amerikanischen Traumes.

In »Tod eines Handlungsreisenden« wird die Geschichte von Willy Loman erzählt, der sich mit seinem fanatischen Glauben an den amerikanischen Kapitalismus letztlich selbst zerstört. Die eigene Existenzauslöschung am Ende des Stückes soll wenigstens der Familie einen naturgemäß bescheidenen Anteil am „American way of life" ermöglichen.

Die Geschichte handelt von dem 63-jährigen Willy Loman, einem Handlungsreisenden, der durch private (Streit mit seinem erfolglosen Sohn Biff) und berufliche Misserfolge immer tiefer in sein Verderben schlittert. Willys Problem liegt darin, dass er die bittere Realität verdrängt und stattdessen seinen übertriebenen eigenen Projektionen glaubt.

Weblink:

Tod eines Handlungsreisenden
Tod eines Handlungsreisenden
von Arthur Miller