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Donnerstag, 1. Februar 2024

Hugo von Hofmannsthal 150. Geburtstag


Hugo von Hofmannsthal wurde vor 150 Jahren am 1. Februar 1874 in Rodaun bei Wien geboren. Hugo von Hofmannsthal war ein österreichischer Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker, Librettist sowie Mitbegründer der Salzburger Festspiele.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören sein Hauptwerk der »Jedermann«, »Das Grosse Welttheater« und das Lustspiel »Der Schwierige« (1921).

Er bearbeitete antike Stoffe wie »Elektra« (1904) und verfaste Lustspiele wie »Der Schwierige« (1921). Für den Komponisten Richard Strauss schrieb er mehrere Operntexte, darunter auch »Der Rosenkavalier« (1911).

Hugo von Hofmannsthal verband die Romantik mit der Mystik und erschuf sich seine eigene phantastische Welt. Wie viele österreichische Schriftsteller hatte auch Hugo von Hofmannsthal ein spielerisches Verhältnis zur Sprache.
»Das Salzburger große Welttheater« ist ein Schauspiel von Hugo von Hofmannsthal. Es basiert auf dem Mysterienspiel »Das große Welttheater« von Pedro Calderón de la Barca. Dessen Grundkonzept behielt er bei, die konkrete Ausgestaltung der Figuren - besonders des Bettlers - wurde jedoch verändert, um auf die soziale und politische Krisensituation nach dem Ersten Weltkrieg Bezug nehmen zu können.

Die ersten Pläne für das Stück entstanden schon im Sommer 1919; Hofmannsthal und Max Reinhardt bereiteten zu dieser Zeit die ersten Salzburger Festspiele vor. Bis zur tatsächlichen Ausgestaltung des Werks dauerte es aber bis August 1921.

Dem Adel folgten die Künstler in die Sommerfrische in den Bergen nach. Auch unzählige Künstler der sogenannten »Wiener Moderne« fanden sich hier ein, Arthur Schnitzler, Stefan Zweig, Franz Werfel, Hermann Bahr, Hugo von Hofmannsthal, Heimito von Doderer, Gustav Mahler, Arnold Schönberg, Oskar Kokoschka, um nur einige wenige zu nennen, die in der Sommerfrische, nur eine Bahnstunde südlich von Wien, bahnbrechende und unvergängliche Werke erdacht und geschrieben haben und sich von den anstrengenden Nächten in Wiener Kaffeehäusern erholten, wovon unzählige Geschichten und Anekdoten berichten.

Um die Jahrhundertwende begann sich jener Altausseer Kreis zu formieren, den man als "Dependance von Jung Wien" bezeichnete und dessen hervorragendste Vertreter Hugo von Hofmannsthal (1874-1929) und Jakob Wassermann (1973-1934) gewesen sind.

Hugo von Hofmannsthal starb im Alter von 55 Jahren am 15. Juli 1929 in Wien.

Piet Mondrian 80. Todestag

Piet Mondrian

Piet Mondrian starb vor 80 Jahren am 1. Februar 1944 in New York. Mondrian war ein niederländischer Maler der klassischen Moderne. Der Künstler gilt als wichtigster Vertreter des niederländischen Konstruktivismus sowie der von Theo van Doesburg so bezeichneten »Konkreten Kunst«.

Zu Beginn seiner Malerkarriere lebte Mondrian überwiegend in Holland und Spanien. Er interessierte sich für die Impressionisten und ihre Maltechnik. Er malte überwiegend Landschaftsbilder und wählte Motive wie Bäume und Mühlen. Um 1905 begann er einen experimentalen Stil zu kreieren - eine Mischung aus Fauvismus und Pointillismus.

Der Maler gehörte mit seinem späteren Werk zu den Begründern der abstrakten Malerei. Piet Mondrian streng geometrische Gemälde in den Primärfarben sind Ikonen des 20. Jahrhunderts, die einen starken Einfluss auf populären Geschmack in Kunst und Design hatte.

Mondrian verzichtete in seinem Stil völlig auf jede gegenständliche Darstellung. Er reduzierte seine Gemälde auf rechteckige Formen und die Grundfarben Blau, Gelb und Rot sowie die "Nichtfarben" Schwarz und Weiß. Seine abstrakten und reduzierten Werke übten einen großen Einfluss auf die Kunst des 20. Jahrhunderts aus. Im rechten Winkel erkannte Mondrian ein universelles Symbol, nämlich die Vertikale des aufrecht auf der horizontalen Erde stehenden Menschen. Auch das weniger bekannte Werk, das Mondrian in den 1930 ahren vor seinem Durchbruch zur Abstraktion hat - vor allem seine Landschafts- und Blumenbilder - ist bemerkenswert schön.

Mitte der 1930er Jahre wandte sich Mondrain der abstrakten Malerei zu. Rauten und Rechtecke, Quadrate und schwarze Linien bestimmten in dieser Phase seine Malerei und seine Gemälde, die ihn weltweit berühmt machen sollten.

Piet Mondrian wurde am 7. März 1872 in Amersfoort geboren.

Dienstag, 23. Januar 2024

Edvard Munch 80. Todestag

Edvard Munch

Edvard Munch starb vor 80 Jahren am 23. Januar 1944 auf Ekely in Oslo. Edvard Munch war ein norwegischer Maler und Grafiker des Symbolismus. Edvard Munch war einer der bedeutendsten Vermittler zwischen der klassischen und modernen Malerei.

Munch gilt als Wegbereiter dea Expressionismus in der Malerei der Moderne. Seine frühen Werke zeigen Einflüsse des französischen Neo-Impressionismus sowie des Symbolismus. Seine Gemälde sind furiose Farbenspiele, mit der sich die Moderne mit aller Gewalt ankündigt. In Deutschland und Mitteleuropa genoss er früh den Ruf eines Epoche machenden Malers.

Früh zeigt sich bei Edvard Munch ein sehr labiler Gemütszustand. Der Maler wird von Ängsten beherrscht, leidet auch körperlich und hält sich wiederholte Male in Sanatorien auf. In seiner Malerei findet Munch in höchst expressiver, symbolhafter Darstellungsweise Ur-Bilder für diese Ängste.

»Für einen Künstler ist es vor allem gefährlich, gelobt zu werden.«

Edvard Munch (1863-1944)

Munchs Gemälde »Der Schrei« zählt zu den berühmtesten Kunstwerken der Welt, in seiner Bekanntheit nur vergleichbar mit da Vincis »Mona Lisa«, Michelangelos »Abendmahl« oder Picassos »Guernica«.

Der Schrei

»Der Schrei« von Edvard Munch ist das Bild über die Angst schlechthin. Der Künstler suchte Halt in der Religion, fand ihn aber nicht. Und so begleitete den 1863 geborenen Norweger die Lebensangst, seit er denken konnte. Sein Leben und sein Werk spiegeln das Grundgefühl der Moderne.

Edvard Munchs Geburtstag jährt sich zum 150. Mal. Aus diesem Anlass richten die beiden Osloer Institutionen »Munch Museum« und das »Nastionalmuseem« die bisher umfangreichste Retrospektive zu Munchs künstlerischem Schaffen aus.

Edvard Munch wurde am 12. Dezember 1863 in Løten in der norwegischen Hedmark geboren.

Samstag, 20. Januar 2024

»Teatro La Fenice« in Venedig

Teatro La Fenice

Das »Teatro La Fenice« - mit vollem Namen »Gran Teatro La Fenice di Venezia«, ist das größte und bekannteste Opernhaus in Venedig. Ursprünglich hieß das wichtigste Opernhaus Venedigs »Teatro San Benedetto«.

1774 war das wichtigste Opernhaus Venedigs, das »Teatro San Benedetto«, einem Feuer zum Opfer gefallen. Nach dem Wiederaufbau kam es 1786 zwischen den Betreibern, einem Konsortium von Logenbesitzern, und der Patrizierfamilie Venier, die das Grundstück besaßen, zu einem Rechtsstreit. Das Theater wurde in Teatro Venier umbenannt und die alten Betreiber beschlossen, ein eigenes Haus zu errichten. Die Bauarbeiten begannen im April 1790 unter der Leitung des Architekten Gian Antonio Selva.

Die Oper wurde am 16. Mai 1792 eröffnet und in Anspielung auf die Brandkatastrophe »La Fenice« (italienisch für Phönix) benannt.

Während Renovierungsarbeiten wurde am 29. Januar 1996 das Gebäude von einem Elektroingenieur und seinem Cousin in Brand gesteckt, weil dieser eine Konventionalstrafe von 7.500 Euro wegen Arbeitsverzuges umgehen wollte. Das Haus brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Täter wollten ursprünglich nur einen begrenzten Brand entfachen, um eine Bauverzögerung zu erreichen, die umliegenden Kanäle waren aber damals wegen Reinigungsarbeiten trockengelegt, sodass die Feuerwehr Probleme mit dem Löschwasser hatte.

Donnerstag, 11. Januar 2024

»Mutter Courage« vor 75 Jahren in Berlin uraufgeführt

»Mutter Courage«


Am 11. Januar 1949 fand die Uraufführung des Theaterstückes »Mutter Courage« am »Deutschen Theater« in Ost-Berlin statt. Vor 75 Jahren wurde Bertolt Brechts »Mutter Courage und ihre Kinder« mit Helene Weigel in der Titelrolle mit dem »Berliner Ensemble« am »Deutschen Theater« in Ost-Berlin uraufgeführt. Das Drama soll vor allem eines: Abscheu vor dem Krieg vermitteln. Und das tut es seit 75 Jahren. Auf den Bühnen ist das Stück seitdem ein Dauerbrenner. Das Stück trifft heute noch den Nerv der Zeit. Seit der Uraufführung gab es rund 300 Premieren allein im deutschsprachigen Raum.

Nach der Premiere in Zürich im Jahr 1941 verblieben zehn Jahre, bis das Stück auch in Deutschland auf die Bühne kam: Erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam »Mutter Courage und ihre Kinder« in Berlin zur Aufführung – mit der als Ur-Mutter geltenden Helene Weigel am »Berliner Ensemble«, das sie mit ihrem Ehemann Brecht zu Weltruhm führte.

»Mutter Courage« ist eine Marketenderin, die dem Krieg und dem Tross der Soldaten mit ihrem Holzkarren nachfolgt, um die Soldaten mit ihren Waren zu versorgen. Dabei verliert sie ihre Kinder.


Seit der Wende steht das Werk nach Angaben des Deutschen Bühnenvereins in jeder Spielzeit bei mindestens vier deutschen Theatern auf dem Spielplan. In der aktuellen Saison 2015/16 feierte das Antikriegs-Stück am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden, am Theater Pforzheim, an der Neuen Bühne Senftenberg und am Staatstheater Braunschweig Premiere.

Auch ausserhalb des deutschsprachigen Raums ist die "Courage" gefragt. In dieser Spielzeit steht das Stück zum Beispiel bei Theatern in Nowosibirsk und Mexiko-Stadt auf dem Programm. Im Herbst zeigen Theater in Thessaloniki und Warschau die "Mutter Courage", wie der Suhrkamp Theater Verlag mitteilte.

Als Antikriegs-Stück sei die "Courage" heute aktueller denn je, sagt Erdmut Wizisla vom Brecht-Archiv. "Eine Chronik aus dem Dreissigjährigen Krieg" - so lautet der Untertitel von Brechts Werk, zu dem Paul Dessau die Musik komponierte. Titelheldin ist Anna Fierling, genannt "Mutter Courage".

Als Marketenderin - fahrende Händlerin - zieht sie mit ihrem Planwagen und ihren drei Kindern von Kriegsschauplatz zu Kriegsschauplatz. Immer in der Hoffnung, mit den Soldaten gute Geschäfte zu machen und ihren eigenen Profit aus dem Krieg, dem Geschäft mit dem Tod, zu schlagen. Dabei verliert sie ihre drei Kinder.

Weblinks:

"Mutter Courage" wird 75 – und ist gefragt wie eh und je - www.bote.ch

"Mutter Courage": Brechts Dauerbrenner - www.heute.de

Sonntag, 7. Januar 2024

Hofdichter als Diener der Mächtigen

Geoffrey Chaucer

Dichten für die Mächtigen gehört in angelsächsischen Ländern zum guten Ton und hat eine lange Tradition. Geoffrey Chaucer war ein englischer Schriftsteller und Dichter u.a. »Canterbury Tales« (1387), der als Englands erster Hofdichter unter König Edward III. gilt und durch seine Dichtung in englischer Sprache diese mit zur Literatursprache erhob.

Die nötigen Anforderungen an eine staatsragende Dichtung sind hoch: Die vor einem Publikum vorgetragenen Gedichte müssen pathetisch sein und einen staatstragenden Topos annehmen und auf die Zeit inhaltich Bezug nehmen.

Das Zeremonielle und Symbolische jedoch, das in dem Amte eines lorbeerbekränzten Staatspoeten liegt, ist kein bloßes Überbleibsel der Geschichte (die Tradition reicht über 300 Jahre zurück), sondern dem metaphysischen Anspruch von Dichtung durchaus angemessen. Das hat wohl auch Tony Blair eingesehen. Ursprünglich wollte der Premier mit der Tradition brechen und aus dem Hofdichter einen "Dichter des Volkes" machen. Der sollte auch in Schulen vortragen und Interesse für das Gedicht wecken, an Promotionskampagnen für Lyrik mitwirken sowie Verse zu allgemeinen öffentlichen und politischen Anlässen schmieden.


Weblink:

https://www.welt.de/print-welt/article571872/Selbst-des-Dichters-Todeslyrik-ist-gemaessigt.html

Samstag, 9. Dezember 2023

Seiffener Weihnachtsmarkt

Seiffener Weihnachtsmarkt

Seiffen ist eine Stadt im sächsischen Erzgebirgskreis mit einem berühmten Weihnachtsmarkt. Der Seiffener Weihnachtsmarkt findet vom 29. November bis zum 21. Dezember 2023 statt.

Unzählige Fenster hüllen die alte Bergstadt in einen wahren Lichterglanz. Weithin sichtbar ist das Kreuz der St. Wolfgangskirche. Auf dem Markt findet sich Original Erzgebirgische Volkskunst neben erzgebirgischem Stollen, Bratwurst, Glühwein, Fellen und Stickereien.

Seiffener Weihnachtsmarkt

Ursprünglich dienten die Bergaufzüge und Bergparaden dazu, dem Landesherrn bzw. seinem Gefolge bei besonderen Anlässen oder dem Besuch hoher Gäste zu huldigen. Heute sind sie der Höhepunkt der erzgebirgischen Weihnachtsmärkte und Bergquartale.

Seiffener Weihnachtsmarkt

Bis einen Tag vor Heiligabend ist auf dem Seiffener Weihnachtsmarkt und im Stadtzentrum weihnachtliche und bergmännische Unterhaltung zu erleben. Der Weihnachtsmarkt ist täglich ab 11 Uhr, Samstags und Sonntags im Advent ab 10 Uhr geöffnet.

Höhepunkt dieses Weihnachtsmarktes bildet die traditionelle erzgebirgische Bergparade am 3. Advent. Eine große Bergparade mit 400 Trachtenträgern und der Kindertrachtengruppe "Lebendiges Spielzeug", anschließend Bergmusik vor dem Rathaus.

Weblinks:

Seiffener Sternenmarkt - Seiffen - https://seiffen.de
Seiffener Weihnachtsmarkt - www.erzgebirge-explorer.de

Weihnachtsmärkte & Bergparaden - www.erzgebirge-tourismus.de