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Sonntag, 12. Februar 2023

»Augsburger Puppenkiste« vor 75 Jahren gegründet


Die Augsburger Puppenkiste wird 70

Die »Augsburger Puppenkiste« wurde vor 75 Jahren am 12. Februar 1948 gegründet. Das große Jubiläum wird in diesem Jahr mit vielen besonderen Veranstaltungen begangen.

»Eine Insel mit zwei Bergen, ein jeder sollte einmal reisen in das schöne Lummerland« - heute kennt jedes Kind die »Augsburger Puppenkiste«.

Zum ersten Mal tanzten die Puppen am 12. Februar 1948 in »Oehmichens Marionetten Theater«.

Die Augsburger Puppenkiste wird 75

Die Erfolgsgeschichte begann mit dem Schauspielerpaar Rose und Walter Oehmichen, das sich in Düsseldorf kennengelernt hatte und wegen eines Bühnenengagements am Stadttheater nach Augsburg gekommen war. Bereits während des Zweiten Weltkrieges gab es einige Aufführungen mit einem Puppentheater. Doch ein großer Teil der Ausstattung wurde 1944 bei Bombenangriffen der Alliierten zerstört.


Allen Widrigkeiten der Nachkriegszeit zum Trotz gelang es der Familie Oehmichen schließlich, unter dem Namen Augsburger Puppenkiste ihr Marionettentheater am 26. Februar 1948 – auf den Tag genau vier Jahre nach Zerstörung des Puppenschreins – mit dem Stück Der gestiefelte Kater zu eröffnen. Genau vier Jahre nach den Bombenangriffen auf Augsburg wurde am 26. Februar 1948 als Premierenstück das Märchen "Der gestiefelte Kater" gezeigt. Die Puppenkiste wurde schnell überregional bekannt, 1949 gab es ein erstes Gastspiel in Frankfurt/Main, viele Städte folgen.

Als die "Augsburger Puppenkiste" am 26. Februar 1948 Premiere feierte, hatte sich Gründer Walter Oehmichen damit einen lang gehegten Traum erfüllt. Mit seinem abwechslungsreichen Programm entwickelte er das kleine Marionettentheater zu einem Erfolgsprojekt.

Samstag, 11. Februar 2023

Oberhof ist Austragungsort Biathlon-WM

Oberhof ist Austragungsort der Biathlon-WM

Oberhof ist 2023 Austragungsort der Biathlon-WM. Die 53. Biathlon-Weltmeisterschaft findet vom 8. bis 19. Februar 2023 im deutschen Wintersportzentrum statt. Die Wettkämpfe finden in dem mit dem beträchtlichen umgebauten Biathlon-Stadion am Grenzadler statt.

26 Nationen haben Athleten und Mannschaften für die Wettkämpfe gemeldet. Zu den Wettkämpfen werden bis zu 23.500 Fans pro Tag erwartet. Besonders an den Wochenenden wird mit einen Ansturm der Wintersportfans gerechnet.

Die Weltmeisterschaft vom 8. bis zum 19. Februar soll nicht nur den Stadion-Kessel am Grenzadler zum Kochen bringen. Die WM soll überdies ein Wettbeerb der Superlative werden. Oberhof will wieder ein glänzender Gastgeber sein.

Laut Hartmut Schubert, Oberhofbeauftragter der Thüringer Landesregierung, sind mehr als 80 Millionen Euro geflossen, und das könne man auch sehen: An der Rennschlittenbahn, den Dachkonstruktionen, den Zuschauertribünen und dem Stadion. "Die Rennschlittenbahn war fast eine Ruine, ohne die Investitionen wäre da Schluss gewesen."

Für ihn sind die Weltmeisterschaften das "Sahnehäubchen" auf den Oberhofer Sportstätten, die in erster Linie ganzjährige Trainingszentren für den Nachwuchs- und Leistungssport seien. Genau dafür hätten der Bund und das Land die Fördermillionen investiert.

Oberhof ist ein beliebter Wintersportort im Thüringer Wald. Oberhof ist eine Welt für sich - ist sowohl Stadt als auch eine Landstadt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen. Sie liegt am Kamm des Thüringer Waldes auf etwa 815 Meter hoch in der Nähe des Rennsteigs gelegen. Bei einem Rundgang durch die Stadt sieht man, daß es im Winter hier sehr kalt ist.

Oberhof im Winter

Oberhof ist als deutsches Wintersportzentrum bekannt. Internationale und nationale Wettkämpfe haben Oberhofs Ruf als Wintersportzentrum geprägt. Besonders populär sind hier die Sportarten Biathlon, Rennrodeln bzw. Bobsport, Skilanglauf und die Nordische Kombination. Der Thüringer Wald ist bei Touristen sehr beliebt. Die Stadt lebt vom Tourismus, der besonders im Winter. Touristen und Sportler anlockt.


Oberhof im Winter

Im Winter verwandelt sich Oberhof in ein Ski- und Rodelparadies. Zu den Besonderheiten Oberhofs gehört die Konzentration vieler Wintersportanlagen auf engstem Raum, so zum Beispiel die Sprungschanzen Schanzenanlage im Kanzlersgrund und Jugendschanze Oberhof, das Biathlon-Stadion Lotto Thüringen Arena am Rennsteig sowie die Rennrodelbahn Oberhof.

Brechtfestival Augsburg wird 2023

Logoo Brechtfestival

Das Brechtfestival Augsburg zu Ehren von Bertolt Brecht wird 2023 von 10. bis zum 19. Februar stattfinden. Das Brechtfestival Augsburg wird vom Brechtbüro im Kulturamt der Stadt Augsburg in Kooperation mit dem Staatstheater Augsburg alljährlich veranstaltet.

Am 10. Februar 2023 wäre der deutsche Autor Bertolt Brecht 125 Jahre alt geworden. Seine Geburtsstadt Augsburg ehrt ihn mit einem Festival unter dem Motto "Worldwide Brecht", denn der von den Nazis verfolgte Bühnenautor, der jahrelang im Exil leben musste, schrieb zeitlose Bühnenstücke und hat sich längst zum deutschen Exportschlager entwickelt.

Das Brechtfestival ist seit 2010 ein Treffpunkt für Künstler, Experten und Brechtforscher, die sich mit Brechts Leben, seiner Ästhetik und seinem Werk befassen. Während des Festivals finden Lesungen, Konzerte, Theateraufführungen, Workshops, Projekte mit Schulen, Diskussionsrunden und Wettbewerbe statt. Angesprochen werden soll ein Publikum quer durch alle Generationen.

Der in München lebende Kulturanthropologe, Musiker und Performance-Künstler Julian Warner hat für 2023 bis 2025 die künstlerische Leitung des Brechtfestivals übernommen. Im Rahmen der Pressekonferenz am 12. Dezember 2022 in der Alevitischen Gemeinde in Augsburg stellte er das Programm für 2023 vor.

Méribel Courchevel - 47. Alpine Skiweltmeisterschaften

Meribel

Die 47. Alpinen Skiweltmeisterschaften in Méribel und Courchevel sind am Sonntag offiziell eröffnet worden.

In den kommenden beiden Wochen werden über Athleten in 13 Rennen um die Medaillen kämpfen. Insgesamt werden über 600 Athletinnen und Athleten aus 75 Nationen vom 6. bis 19. Februar in 13 Rennen um die 39 Medaillen kämpfen. Rund 150.000 Zuschauer werden in den zwei Wochen in den französischen Alpen erwartet.

In Méribel stehen die Frauen-Speed- und die Technikwettbewerbe der Männer auf dem Programm. Die schnellen Männerrennen und die technischen Wettbewerbe der Frauen werden im rund 30 Kilometer entfernten Courchevel ausgetragen.

Für die Speed-Männer geht es auf der neuen "Eclipse"-Piste zur Sache. Die 3.200 Meter lange Strecke charakterisiert sich durch viele technische Sprünge und ein wechselndes Licht-Schatten-Verhältnis.

Die Ski-Rennen der Männer werden auf der »L'Eclipse« in Courchevel ausgetragen, die Damen-Wettbewerbe und die Parallel-Events finden am Roc de Fer in Méribel statt. Die bekannten Skiorte gehören zu »Trois Vallées«", dem größten Skigebiet der Welt.

In Méribel fand in der Saison 2014/15 das Alpin-Ski Saisonfinale statt. Im Jahr 2017 bewarb man sich gemeinsam mit Courchevel für die Alpine Skiweltmeisterschaft 2023.

Elefsina ist Kulturhauptstadt Europas 2023

Elefsina Kulturhauptstadt 2023

Das griechische Elefsina ist Kulturhauptstadt Europas 2023. Das griechische Eleusis, das ungarische Veszprem und das rumänische Timișoara bilden das diverse Hauptstadttrio im diesem Jahr.

Mit drei Kulturhauptstädten, die so mancher Kulturfreund nicht sofort auf der Europakarte zuordnen könnte, wird 2023 das Kulturhauptstadtjahr bestritten. Gebildet wird das Trio aus dem westrumänischen Timișoara (Temeswar), dem schmucken Veszprém nahe dem ungarischen Plattensee und die in der Antike für ihre Mysterien berühmte griechische Stadt Eleusis.

Elefsina - auch Eleusis genannt - ist eine Athener Vorstadt. Eleusis mit seinen heute rund 30.000 Einwohnern war immer mit der rund 20 Kilometer östlich liegenden griechischen Hauptstadt verbunden - und stand stets in deren Schatten. Nun ist man bestrebt, sich aus dieser Randlage zu befreien und eigenständig zu werden.

Elefsina ist nicht gerade glamourös und präsentiert sich als Industriestadt. Die Stadt will eher entdeckt werden als offen schön zu sein. Elefsina ist eine Stadt mit zwei Gesichtern: das antike Eleusis mit seinem großen Naturtheater und den Feiern der Mysterien. In der Neuzeit eine heruntergekommene Industriestadt mit dahindümpelnden rostigen Schiffswracks im Hafen.

»Geheimnisse des Übergangs« (»Mysteries of Transition«) lautet das Motto der Athener Vorstadt Elefsina. Kulturdirektor Michail Marmarinos verspricht eine "noch nie dagewesene Variante der Institution Kulturhauptstadt Europas", sie wird am 9. Februar eröffnet.

Schon im Altertum spielte Eleusis nur eine Nebenrolle, bot aber eine Besonderheit: Hier fanden damals die "Mysterien von Eleusis" statt, eine Art Geheimkult, mit dem jährlich die Neugeburt der Natur gefeiert wurde. Diese Riten zogen damals Tausende Athener an. Die letzte Blütezeit erlebte Eleusis im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Als Kornkammer der Region und wegen des Hafens war es eines der wichtigsten Industriezentren Griechenlands. Schiffbau, Zementfabriken, Manufakturen und Lebensmittelindustrie liefen auf Hochtouren.

Dann aber kam der Untergang: Piräus und Athen absorbierten so gut wie alle Wirtschaftszweige. Der Hafen von Eleusis verkam zum Friedhof für Schiffe. Von den Wracks sind noch heute Dutzende vorhanden. Genau das alles will die Stadt nun als Kulturhauptstadt Europas überwinden.

Ein Höhepunkt des Kulturhauptstadtjahres dabei soll die szenische Gestaltung von Brahms' "Deutschem Requiem" Ende September sein, für die Jochen Sandig verantwortlich zeichnet. Michael Hanekes Sohn, der Regisseur David Haneke, wird daraus einen Film konzipieren.

Die Kulturhauptstadt Europas 2023 Elefsina versucht, die unsichtbare Seite von Elefsina zu enthüllen und läutet eine neue Ära für die Stadt und ihre Menschen ein, zeigen sich die Organisatoren motiviert.

Weblink:

Eleusis - 2023.eleusis.eu

Freitag, 10. Februar 2023

Bertolt Brecht 125. Geburtstag


Bertolt Brecht



Am 10. Februar wäre Bertolt Brecht 125 Jahre alt geworden. Der deutsche Dramatiker, Schriftsteller und Regisseur Bertolt Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren. Bertolt Brecht war der einflussreichste deutscher Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Brecht war ein Autor mit Weltgeltung - seine Stücke werden bis in die heutige Zeit auf der ganzen Welt gespielt.

Brecht war ostdeutscher Staatsdichter und die westdeutsche Revolutionsikone, politischer Lehrmeister und der philosophischer Skeptiker.

Von 1917 bis 1918 studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München Naturwissenschaften, Medizin und Literatur. Sein Studium musste er allerdings bereits im Jahr 1918 unterbrechen, da er in einem Augsburger Lazarett als Sanitätssoldat eingesetzt wurde.

Schon als Schüler provozierte der junge Berthold mit seinen Texten, als junger Dramaturg feierte er bei den Münchner Kammerspielen seinen ersten Erfolg mit dem Drama "Trommeln in der Nacht", das ihm den Kleist-Preis einbrachte (1922). Doch den jungen Brecht zog es nach Berlin.

1921 bemerke er lakonisch: "Ich beobachte, daß ich anfange, ein Klassiker zu werden." Doch sein Werk bewahrte ihn vor der "durchschlagenden Wirkungslosigkeit eines Klassikers", wie es Max Frisch einmal ironisch formulierte.



Das epische Theater lag ihm am Herzen, sollte es doch nach Ansicht von Bertolt Brecht gesellschaftliche und politische Veränderungen in Gang setzen. Die Demonstration gesellschaftlicher Widersprüche auf der Bühne soll Zuschauer aktivieren, Kritik am Schicksalsglauben und eine materialistische Haltung vermitteln. Das Theater soll vom Repräsentations- und Unterhaltungsinstrument für die Oberschicht zu einer kritischen Veranstaltung insbesondere für das Proletariat werden.

"Das Theater darf nicht danach beurteilt werden,
ob es die Gewohnheiten seines Publikums befriedigt,
sondern danach, ob es sie zu ändern vermag."


Bertolt Brecht

Ausgewählte Werke in sechs Bänden:


Ausgewählte Werke in sechs Bänden

Bertolt Brechts Werke gehören heute zum Kanon der Weltliteratur. Seine »Dreigroschenoper« ist das weltweit wohl populärste deutsche Theaterstück des Zwanzigsten Jahrhunderts. Schon nach seiner Uraufführung im Berlin des Jahres 1928 pfiffen die krisengebeutelten Berliner auf der Straße die Melodien von Kurt Weill, die »Moritat von Mackie Messer« oder das »Lied der Seeräuber Jenny«.

1933 verließ Brecht mit seiner Familie und Freunden Berlin und flüchtete über Prag, Wien und Zürich nach Dänemark, später nach Schweden, Finnland und in die USA. Neben Dramen schrieb Brecht auch Beiträge für mehrere Emigrantenzeitschriften in Prag, Paris und Amsterdam. 1948 kehrte er aus dem Exil nach Berlin zurück, wo er bis zu seinem Tod als Autor und Regisseur tätig war.

Brecht verbrachte 15 Jahre im Exil, bevor er nach nach dem Zweiten Weltkrieg wieder nach Deutschland zurückkehrte, in die DDR. Immer wieder kritisierte er in seinen Stücken die Ungerechtigkeit des Kapitalismus.

Bertolt Brecht starb am 14. August 1956 an den Folgen eines Herzinfarktes und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin begraben.Er fand seine letzte Ruhesstätte auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin.



Blog-Artikel:

Brechts episches Theater - Literatenwelt-Blog - http://literatenwelt.blogspot.de

Brechthaus in Augsburg - Museumswelt-Blog - http://museums-welt.blogspot.de

Bertolt Brecht

Dienstag, 7. Februar 2023

1723 Bach bewarb sich als Thomaskantor

Bach ThomaskantorBach Thomaskantor

Johann Sebastian Bach, damals Köthener Hofkapellmeister, bewarb sich am vor 300 Jahren 7. Februar 1723 als Thomaskantor, bekam die Stelle und prägte das Amt bis zu seinem Tod 1750.

Laut den Ratsprotokollen zum Auswahlverfahren war Johann Sebastian Bach bestenfalls die dritte Wahl für die Stelle als Thomaskantor in Leipzig.

Der klare Favorit war Georg Philipp Telemann, der die Stelle aber nicht annehmen konnte und so bekam der Barock-Komponist Johann Sebastian Bach die Stelle, der im 18. Jahrhundert 27 Jahre lang bis zu seinem Tode als Thomaskantor in der Stadt Leipzi gwirkte.

Der Thomaskantor (Cantor zu St. Thomae et Director Musices Lipsiensis) ist der Leiter des Thomanerchores und Kantor der evangelischen Thomaskirche zu Leipzig, der seit der Reformation durch den Stadtrat in Absprache mit der Kirchgemeinde St. Thomas ernannt wird.