Hinweis

Montag, 1. März 2021

»Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk« vor hundert Jahren erschienen

Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk


Hundert Jahre ist das tschechische Nationalepos »Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk« alt, das Anfang März 1921 erschienen war. Das Epos ist das meistübersetzte tschechische Buch überhaupt: »Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk« kann man in sage und schreibe 58 Sprachen lesen. Dabei ist es für die Tschechen viel mehr als nur ein Stück Literatur, sondern längst ein Nationalepos.

"Melde gehorsamst, Herr Oberleuntnant, ich bin der Schwejk!" Mit diesen Worten sorgt der Hundehändler Josef Schwejk ab Dienstag den 1. März 1921 in den Kneipen Prags für herzhaftes Gelächter. Sein Schöpfer hat nämlich gemeinsam mit drei Freunden eine Gesellschaft gegründet, die den Roman in Form von Fortsetzungsheften verlegt und in Gasthäusern kolportiert.



Mit entwaffnender Naivität und unbesiegbarer Blödheit bekundet Schwejk jederzeit überschwenglich seine Loyalität mit dem System und nimmt jeden Befehl buchstäblich. Genau so führt er ihn dann auch aus. Dadurch enthüllt er die gesamte Lächerlichkeit des Militärapparates einschließlich der patriotischen Parolen und wirft die Fragwürdigkeit der unbestrittenen Autorität auf.

An der welthistorischen Bedeutung seines Helden hat Hasek nie gezweifelt. Schon kurz nach dessen Erscheinen pries er den Schwejk auf einem Werbeplakat als "eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur". Erlebt aber hat er es nicht mehr. Ohne seinen berühmten Roman zu Ende diktiert zu haben, starb Jaroslav Hasek am 3. Januar 1923. Schon kurz danach begann der Siegeszug des Josef Schwejk um die Welt.



Bei vielen Tschechen und gewitzten Böhmen brach nach der Lektüte der heiteren Satire der Schwejk durch.

Literatur:

Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk von Jaroslav Hasek

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen