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Freitag, 31. Juli 2020

Salzburger Festspiele feiern ihr 100-jähriges Bestehen


Salzburg ist eine Weltstadt des Theaters. Die Salzburger Festspiele feiern in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Die Festspiele haben einen festen Platz gefunden im Kulturprogramm der Stadt. Dabei ist die Barockstadt Salzburg Bühne und Kulisse für das barocke Theater und Schaulaufen zugleich.

Wo könnte das weltliche Spiel in der barocken Stadt einen besseren Platz finden, als auf der Treppe vor dem Salzburger Dom? Das wusste schon Hugo von Hofmannsthal, neben Max Reinhardt sowie dem Komponisten Richard Strauss, einer der Gründerväter der Festspiele.

Der »Jedermann« gehört zu den Salzburger Festspielen seit der Gründung im Jahr 1920. Hofmannsthal erneuerte er das geistliche Spiel des Mittelalters im »Jedermann«, dessen Aufführung in der Regie von Max Reinhardt, der am 22. August 1920 auf dem Domplatz die Geburtsstunde der Festspiele markiert hat und der seit dem traditionell vertreten ist.


Markenzeichen der Festspiele sind der »Jedermann« auf dem Domplatz, exemplarische Mozart- und Strauss-Aufführungen, sowie ein vielfältiges und hochkarätiges Schauspiel-, Opern- und Konzert-Programm.

Als am 22. August 1920 der Schauspieler Werner Krauß in der Maske des Toten zur Weihe des weltlichen Spiels vor dem Salzburger Dom erschien, soll sich der Himmel dramatisch verfinstert haben.

Knapp zwei Stunden später kniete Alexander Moissi als reicher, gottloser Jedermann reumütig auf den Steinplatten und betete das Vaterunser - just da, berichteten die Chronisten, rissen die Wolken auf, und die Sonne ergoss sich über den armen Sünder.

Gleich die erste Aufführung zog somit mit ihren Wetterkapriolen die Zuschauer in Salzburg unvergleichlich in ihren Bann. So ergreifend war der Start und das weltliche Spiel des »Jedermanns«, dass der Erzbischof im Publikum geweint haben soll und noch heute ergreift das "Spiel vom Sterben des reichen Mannes" die Zuschauer.


Das Jubiläumsprogramm 2020 ist zwar etwas modifiziert worden, kann sich aber sehen lassen! 110 Veranstaltungen aus den Sparten Oper, Schauspiel und Konzert werden in 30 Tagen an acht Spielstätten zur Aufführung gebracht.

Der Festspielsommer wird eröffnet mit „Elektra“ von Richard Strauss, einem der Gründervater der Festspiele. Als zweite Oper wird „Così fan tutte“ von W. A. Mozart in einer Neuinszenierung gezeigt; ohne große Bühnenmaschinerie und mit deutlich reduzierter Probenzeit. Es spielen die Wiener Philharmoniker und Joana Mallwitz gibt ihr Debüt als erste Frau, die bei den Festspielen eine Oper dirigiert.

Im Zentrum des Schauspielprogramms steht „Jedermann“, der im heurigen Sommer 14-mal gezeigt wird. In der Hauptrolle ist Tobias Moretti zu sehen, die Buhlschaft wird gespielt von Caroline Peters. Die Uraufführungen von „Everywoman“ von Milo Rau und Ursina Lardi sowie „Zdenek Adamec: Eine Szene“ von Literatur-Nobelpreisträger Peter Handke konnten aus dem ursprünglichen Jubiläumsprogramm übernommen werden.

53 Konzerte, Liederabende und Matineen vervollständigen das Programm 2020. Neben den Wiener Philharmonikern spielen Gastorchester wie die Berliner Philharmoniker oder das West-Eastern Divan Orchestra mit dessen Gründer Daniel Barenboim, der am 19. August 2020 sein 70-jähriges Bühnenjubiläum in Salzburg feiert. Die Werke des Jahresregenten Ludwig van Beethoven ziehen sich durch alle Konzertreihen und gipfeln in einem Beethoven-Zyklus mit Igor Levit.

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