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Sonntag, 2. Juli 2017

Hermann Hesse 140. Geburtstag

Hermann Hesse


Hermann Hesse wurde vor 140 Jahren am 2. Juli 1877 als Sohn eines baltischen Missionars und Indologen im württembergischen Calw geboren. Hesse ist einer der bekanntesten deutschen Autoren und zählt zu den bedeutendsten Romanautoren des 20. Jahrhunderts.

Hermann Hesse war Zeit seines Lebens ein Suchender und ein grosser Sinnsucher. Nicht nur sein großes dichterisches Werk, das ihm 1946 den Nobelpreis einbrachte, auch sein Lebenslauf legt Zeugnis davon ab. Sein großes dichterisches Werk brachte ihm 1946 den Literatur-Nobelpreis ein.

Nicht immer hat er gefunden, was er suchte, aber er verwandelte seine Suche in Literatur. Er schrieb grosse Literatur in Zeiten des Umbruches, auch seines eigenen. Seine Literaur zeugt von den vielen Brüchen in seinem Leben.

Hermann Hesse

Sein Werk wird bestimmt von dem Gegensatz Natur, Geist und Leben und unterliegt in seinen späteren Werken starken Einflüssen durch die indische Philosophie. Seine stark autobiografisch geprägeten Romanwerke beschreiben den Menschen im existenziellen Konflikt mit seiner Umwelt und einer Kultur im Umbruch. Hesse war ein Mensch der existenziellen Krise, der seine Lebenskrisen literarisch verarbeitete.

Alle Werke Hesses schildern die Stationen, Episoden und Brüche seines wechselvollen Lebens. Besonders offensichtlich ist sie im »Steppenwolf«, der geradezu exemplarisch für den "Roman der Lebenskrise" stehen kann.

Weltoffenheit, Toleranz und Humanität prägten das Werk und den Charakter Hermann Hesses. Nicht zuletzt für sein großartiges Spätwerk wurde ihm 1946 der Nobelpreis für Literatur verliehen. Als Pazifist versuchte er die europäische Bildungselite von der unnötigen Barbarei der Kriege zu überzeugen.

Seine Literatur und die Verarbeitung von Lebenskrisen darin verlieh den Menschen Halt und Orientierung in unsicheren Zeiten nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Immer wieder wandeten sich Leser mit Briefen an Hesse, die er schriftlich beantwortete bis es ihm zuviel wurde und er sich von der Welt zurückzog.

Über vierzig Jahre seines Lebens verbrachte Hesse in seiner Wahlheimat Schweiz. Bereits im Jahr 1919 lies er sich Montagnola nieder, einem Dorf in der Nähe von Lugano am Luganer See.

Hermann Hesse starb am 9. August 1962 in seiner Wahlheimat in Montagnola im Schweizer Kanton Tessin.

Samstag, 1. Juli 2017

Georg Christoph Lichtenberg 275. Geburtstag


Georg Christoph Lichtenberg wurde vor 275 Jahren am 1. Juli 1742 als siebzehntes und jüngstes Kind einer Pfarrersfamilie geboren. Geboren als 17. und letztes Kind eines protestantischen Pfarrers, wurde Georg Christoph Lichtenberg "wegen großer Schwächlichkeit" am selben Tag getauft.

Durch einen schweren Unfall in der Kindheit war er verkrüppelt. Zeit seines Lebens hatte er kleinwüchsige Lichtenberg unter seiner Konstitution minderen Wuchses zu leiden. Dennoch war er ausgesprochen lebensbejahend und kam zu höchsten akademischen Ehren.

Lichtenberg war ein berühmter Physiker und Philosoph, der von 1763 an in Göttingen lebte und arbeitete. 1775 wurde er zum Ordentlichen Professor an der Universität Göttingen ernannt. 1788 erfolgte die Ernennung zum Hofrat.

Der Mathematik-Professor beschäftigte sich mit Physik und Astronomie, schrieb geistreiche Aphorismen und bissige Tagebücher. Georg Christoph Lichtenberg war Mathematiker und der erste deutsche Professor für Experimentalphysik.

Der deutsche Schriftsteller und Naturwissenschaftler war einer der führendsten Aufklärer im Deutschland des 18. Jahrhunderts.

Sudelbücher

Bekannt wurde Lichtenberg als grosser Spötter durch seine »Sudelbücher«, denen der geistreiche Professor seine raffinierten Einsichten anvertraute und seine Aphorismen und Lebensweisheiten veröffentliche.

Mit heiter-ironischem Spott lästerte er über seine Zeitgenossen. Es war ihm dabei stets ein Leichtes, die Schwächen seiner Mitmenschen auf den Punkt zu bringen.

Seine Einsichten machten jedoch keineswegs vor ihm halt, denn er besaß die Gabe der scharfen Selbstbeobachtung und funkelnden Selbstironie.

Der grosse Spötter starb am 24. Februar 1799 in Göttingen.

Literatur:

Sudelbücher
Sudelbücher von Georg Christoph Lichtenberg

Aphorismen
Aphorismen von Georg Christoph Lichtenberg

Glyptothek in München

Glyptothek in München in 2013.jpg

Die Glyptothek ist ein unter Ludwig I. errichtetes Museum für die Antike Skulpturensammlung, welches 1816 bis 1830 nach Plänen des bayrischen Hof-Architekten Leo von Klenze am Königsplatz in München gebaut wurde. Mit Glyptothek (von altgr. γλυπτός glyptós‚ geschnitzt, graviert) bezeichnet man sowohl allgemein die Sammlung antiker griechischer und römischer Skulpturen, als auch den Bau von Klenze.

Nur ein Teil der Sammlung stammt aus dem alten Besitz der Wittelsbacher, ein Großteil geht auf die Sammelaktivität Ludwigs I. zurück. Hauptwerke der Sammlung sind vor allem der Barberinische Faun, die sogenannte Trunkene Alte und die 1813 erworbenen wertvollen Giebelfiguren vom Aphaia-Tempel in Ägina, die so genannten Ägineten.


Das repräsentative Museum am Königsplatz im Herzen Münchens strahlt mit seinem Säulenportal altehrwürdige Strenge aus. Das klassizistische Bauwerk wurde im Auftrag von Kronprinz Ludwig, dem späteren König Ludwig I., am Königsplatz errichtet. Der Architekt Leo von Klenze schuf ab 1815 diesen Platz nach vorausgegangenen Entwürfen Karls von Fischer in der Art eines antiken Forums, an dessen Nordseite die Glyptothek liegt. Erbaut wurde das Gebäude von 1816 bis 1830 nach Plänen Klenzes.


Diese einzigartige Sammlung wurde von König Ludwig I. begründet. Die Sammlung verfügt über bedeutende Schätze der antiken Bildhauerkunst vom 6. Jahrhundert. v. Chr. bis zum 6. Jahrhundert n. Chr. Herausragend sind dabei die Giebelskulpturen des Aphaiatempels von Ägina, der Apoll von Tenea, der Barberinische Faun oder die Trunkene Alte.

Zu den herausragenden Stücken der Sammlung zählen der Apoll von Tenea, der Münchner Kuros, die Giebelskulpturen des Aphaiatempels von Ägina, die Medusa Rondanini, die Statue der Eirene, der Barberinische Faun, die Trunkene Alte und der Knabe mit der Gans. Hervorzuheben ist außerdem die große Zahl lebensnaher römischer Porträts.

Weblink:

Antike am Königsplatz - www.antike-am-koenigsplatz.mwn.de

Literatur:

Glyptothek München: Meisterwerke griechischer und römischer Skulptur
Glyptothek München: Meisterwerke griechischer und römischer Skulptur
von Raimund Wünsche


Blog-Artikel:

Wiederaufbau der Semperoper in Dresden

Wilhelm von Humboldt 250. Geburtstag

Eisenach im Lutherjahr 2017

Sonntag, 25. Juni 2017

Wiederaufbau der Semperoper in Dresden

Semperoper in Dresden

Am 24. Juni 1977 erfolgte die Grundsteinlegung und der Wiederaufbau der zerstörten Semperoper in Dresden. Der zweite Bau der Semperoper erlitt am Ende des Zweiten Weltkriegs durch den Luftangriff auf Dresden in der Nacht des 13. Februar 1945 schwere Schäden. Infolge des Luftangriffs war der Bau der Semperoper zu großen Teilen ausgebrannt. Das Feuer hatte den Zuschauer- und Bühnenbereich zerstört und die Rückwand des Bühnenhauses war eingestürzt. Nur die Wandelgänge waren bei dem Luftangriff vom Feuer verschont geblieben.

Ab 1948 konnte der Spielbetrieb im Großen Haus des Staatstheaters für Oper, Ballett, Schauspiel und Staatskapelle fortgesetzt werden. Die feierliche Eröffnung fand am 22. September 1948 mit Beethovens Oper "Fidelio" statt. Im Jahr 1983 fand eine verwaltungstechnische Trennung zwischen Oper, Ballett, Staatskapelle und dem Schauspiel statt: Es entstanden das Staatsschauspiel und die Staatsoper Dresden. Am symbolischen Datum des 13. Februar 1985 erhielten die musikalischen Sparten nach 40 Jahren ihr wiedererstandenes Operngebäude, die Semperoper, zurück.

Die Grundsteinlegung und der Wiederaufbau erfolgte unter der Leitung von Wolfgang Hänsch als Chefarchitekt. Hierbei wurden einerseits der Zuschauerraum erweitert, andererseits die Wände im Bühnenbereich nach außen versetzt, um dem gestiegenen Platzbedarf des modernen Opernbetriebes gerecht zu werden. Die Anzahl der Sitzplätze wurde auf 1.300 verringert. Ansonsten wurde das Gebäude Sempers Plänen entsprechend wiederaufgebaut.

An die alte Oper angefügt wurde ein moderner Bau, der als Probebühne, Funktionsgebäude und Sitz der Verwaltung genutzt wird. Verbunden ist er mit dem Operngebäude über Brücken. Die Außenfassade ist an den Ecken mit vier Sandsteinmasken von Peter Makolies geschmückt, die in der Zeit von 1982 bis 1984 gefertigt wurden. Die Masken haben eine Größe von 2,7 mal 5,2 Metern.

Blog-Artikel:

Wilhelm von Humboldt 250. Geburtstag

Eisenach im Lutherjahr 2017

Freitag, 23. Juni 2017

Wilhelm von Humboldt 250. Geburtstag

Wilhelm von Humboldt

Wilhelm von Humboldt wurde vor 250 Jahren am 22. Juni 1767 in Potsdam geboren. Wilhelm von Humboldt war ein bedeutender Gelehrter und Staatsmann des 18. und 19. Jahrhunderts. Er war der Bruder des Naturforschers und Universalgelehrten Alexander von Humboldt.

Er war Diplomat, Philosoph und Sprachforscher. Er war Leiter des preussischen Unterrichtswesens und schuf dort die humanistischen Gymnasien sowie die Universität Berlin.

Wilhelm von Humboldt war ein führender Vertreter des humanistischen Bildungsideals. Seine Ideen wurden wegweisend für eine Universitätsreform in Preussen.


Humboldt war mit seinen Reformgedanken der Wegbereiter des modernen Universitätsystems. Das deutsche Hochschulsystem wurde durch diese Reform aus der kirchlichen oder konfessionellen Abhängigkeit gelöst. Die Universitäten wurden selbstverwaltete Einrichtungen, an denen Wissenschaftler frei forschten und unabhängig lehrten.

Wilhelm von Humboldt. Ein Preuße von Welt

Wilhelm von Humboldt. Ein Preuße von Welt.

Der preussische Universitätsreformer wollte, ganz im Sinne der Aufklärung und des erstarkten Bürgertums, die Unabhängigkeit der Universität vom Staat, freie Studienwahl und freie Studienorganisation. Maßgebend war sein Einfluss bei der Gründung der Berliner Universität 1810.

Der Gelehrte publizierte eine grosse Anzahl wissenschaftlicher Werke. Als Sprachforscher war ein Theoretiker des Sprachdenkens.

Humboldt war auch als preußischer Diplomat tätig. Er war Vertreter Preußens am Wiener Kongress und der einzige Diplomat, den Talleyrand fürchtete und daher 1814 als preussischen Gesandten in Paris ablehnte.

Wilhelm von Humboldt gehört mit Karl August von Hardenberg, Freiherr vom Stein, August Neidhardt von Gneisenau und Gerhard von Scharnhorst in die Reihe der preußischen Reformer, die das Land nach der Niederlage gegen Napoleon 1806/07 wiederaufrichteten, modernisierten und den Grundstein für Preußens Wiederaufstieg und die Reichseinigung von 1871 legten.

Der Philosoph und Staatsmann starb am 8. April 1835 in Tegel bei Berlin.

Weblinks:

Wilhelm von Humboldt-Biografie - Biografien-Portal - www.die-biografien.de

Wilhelm von Humboldt-Zitate - Zitate-Portal - www.die-zitate.de

Humboldtsches Bildungsideal - YouTube

Literatur:

Wilhelm von Humboldt. Ein Preuße von Welt
Wilhelm von Humboldt. Ein Preuße von Welt.
von Lothar Gall

Weblinks:

Wilhelm von Humboldt-Biografie - Biografien-Portal - www.die-biografien.de

Wilhelm von Humboldt-Zitate - Zitate-Portal - www.die-zitate.de




Samstag, 17. Juni 2017

Eisenach im Lutherjahr 2017

Eisenach Innenstadt

2017 ist das Jahr für Eisenach! Luthers „Liebe Stadt“ spürt die „volle Wucht der Reformation“. Das Reformationsjubiläum soll von Offenheit, Freiheit und Ökumene geprägt sein.

Eisenach ist eine Stadt im Westen Thüringens und eine der sogenannten Lutherstädte. Martin Luther war mehrfach in Eisenach und hinterließ hier viele Spuren, unter anderem auf der Wartburg, wo er das neue Testament ins Deutsche übersetzte. Grund für Eisenach also, das zu Lutherjahr 2017 feiern. Die Stadt Eisenach darf als erste Stadt in Thüringen ab sofort den Titel “Reformationsstadt Europas” tragen.


Das historische Lutherhaus in der Innenstadt wurde 2014 und 2015 behutsam denkmalgerecht saniert und am 26. September 2015 wieder eröffnet. Das Museum kannnun endlich mehr Service und Bequemlichkeit bieten – die Besucher erwartet unter anderem ein freundlicher Empfangs- und Aufenthaltsbereich mit kostenlosem WLAN, ein großzügiger Museumsshop und ein neuer Sonderausstellungsbereich, in dem jährlich wechselnde Ausstellungen zu sehen sind.

Mit den baulichen Veränderungen ging auch eine vollständige inhaltliche Neueinrichtung einher: Erlebbar wird das in der neuen Dauerausstellung „Luther und die Bibel“, die Luthers Bibelübersetzung spannend und multimedial präsentiert: Historische Objekte, Trickfilme und interaktive Stationen erklären warum, wie und mit wem Luther die Bibel übersetzte – und welche Wirkung seine Bibel auf Sprache, Literatur und Musik hatte.


1498 kam Martin Luther als Lateinschüler zum ersten Mal nach Eisenach. Am 2. Mai 1521 predigte er auf der Rückreise vom Wormser Reichstag in der Georgenkirche. Nachdem er mit der Reichsacht belegt worden war, wurde er am Folgetag auf der Wartburg als „Junker Jörg“ untergebracht und so vor möglichen Verfolgern versteckt. Er hielt sich dort bis zum 1. März 1522 versteckt und übersetzte das Neue Testament aus dem griechischen Urtext ins Deutsche. Es wurde im September 1522 veröffentlicht („Septembertestament“).



Vom 4. Mai 1521 bis 1. März 1522 weilte Martin Luther auf der Wartburg. Sein Aufenthalt sollte ein Geheimnis bleiben, daher wurde er in dieser Zeit zum „Junker Jörg“. Luthers spartanisch eingerichtetes Quartier war eine kleine Stube über dem ersten Burghof, welche zum Kavaliersgefängnis bestimmt war. Hier nutzte er die erzwungene Rast, um sich für künftige theologische Auseinandersetzungen zu wappnen und um das Projekt einer Bibelübersetzung des Neuen Testaments in die deutsche Sprache zu verwirklichen.

Weblinks:

Luther 2017 - 500 Jahre Reformation - www.eisenach.de

2017 in Eisenach : Wartburgstadt Eisenach - www.eisenach.de


Blog-Artikel Eisenach:

Wartburg bei Eisenach - - Kulturwelt-Blog - culturwelt.blogspot.com

Lutherstube auf der Wartburg wird restauriert - Kulturwelt-Blog - culturwelt.blogspot.com

Eisenach


Weitere Blog-Artikel:

Frank Lloyd Wright 150. Geburtstag

Morgan Freeman 80. Geburtstag

Konstantin Wecker 70. Geburtstag

Schriftsteller Denis Johnson gestorben


Literatur:

Der Mensch Martin Luther: Die Biographie
Der Mensch Martin Luther: Die Biographie

von Lyndal Roper

1.200 Jahre Stadt Vacha

Vacha


Vacha wurde vor 1.200 Jahren im Jahr 817 erstsmals urkundlich erwähnt. Die Gründung der Stadt geht auf eine keltische Besiedlung zurück, die durch zahlreiche Funde auf dem nahen Öchsenberg belegt ist.

Seit dem frühen Mittelalter befand sich das Gebiet um die heutige Stadt im Grenzbereich zwischen Sachsen, Thüringen und Franken. Im 9. Jahrhundert stießen hier die Territorien der Abteien Fulda und Hersfeld aufeinander. Daher existieren aus dieser Zeit viele Urkunden mit Grenzbeschreibung im Bereich um das heutige Vacha.

Mit der Verleihung des Stadtreichs 1186 durch Kaiser Maximilian stieg Vachas wirtschaftliche und politische Bedeutung. Gelegen an der Handelstraße von Frankfurt nach Leipzig, war Vacha bedeutender Handelsplatz, administratives und kulturelles Zentrrum der Region.

Noch im 12. Jahrhundert wurde mit dem Bau der Stadtmauer und der Burg Wendelstein begonnen, sie diente sowohl zum Schutz des Werraübergangs als auch zur Kontrolle der Stadt selbst. Die Burg Vacha bildete einen Brückenkopf zur Sicherung des Werraübergangs. Unter Abt Heinrich IV. von Erthal wurde um 1250 die Stadt erweitert bzw. die Befestigung ausgebaut. Zu den ältesten Bauwerken der Stadt gehört die auf einem südlich der Stadt gelegenen Berg erbaute Annenkapelle, sie wurde bis zur Reformation als Wallfahrtsort genutzt.

Den einstigen Reichtum belegen noch heute die repräsentative Fachwerkbauten. Das Ensemble des mittelalterliche Marktplatzes prägen Gebäude, deren Ursprung bis in das 15. Jahrhundert zurückreichen. Sie zeugen durch verschiedene Baustile und Bauformen von der hohen Bauwerkskunst vergangener Tage.

Das imposante Rathaus auf dem Marktplatz exisitert seit 1613. In dessen Foyer können Besucher auf wunderschöne Wandmalereien wichtige Stationen der Stadtgeschichte erforschen, vom grausamen Brückenopfer bs zum strafenden Siechenhund.

Als eine der längsten Sandsteinbrücken führt der Weg über die alte Werrabrücke und über die Werra in die Stadt heienein. Neben vielen Berühmtheiten haben auch Goethe, Seume und Napoleon ihren Fuß auf die Brücke gesetzt.

Auch ein Dichter machte auf der Flucht von Leipzig in Vacha Station. Im Juli 1781 wurde Seume durch hessische Werber gefangengenommen, um später als Soldat für England verkauft zu werden.

Die Stadt Vacha. das »Tor zur Rhön«, ist ein Geheimtipp für alle Freunde historischer Orte. Liebevoll wird der Stadtkern mit seinen im hsessischen Stil erbauten Fachwerkhäusern restaueriert.