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Montag, 20. April 2020

Darf man über Hitler lachen?


Die Frage ist indes längst beantwortet und zwar seit über siebzig Jahren: Man darf nicht über Hitler lachen, man muss. Doch über Hitler lachen bedeutet eben immer auch, das Phänomen Hitler in seiner Zeit zu betrachten. Es geht nicht schlicht um den „Führer“, es geht eben auch um die gesellschaftlichen Kontexte, in denen er dies werden konnte.

Ein Meilenstein der satirischen Auseinandersetzung war zweifelsohne Charlie Chaplins „Der Große Diktator“. Bereits 1940 schaffte es Chaplin mit seinem Film, den Führerkult ein Stück weit zu entzaubern. Er vermochte dies, ohne einen Zweifel an Hitlers Absichten zu belassen. So wurde der Film auch ein wichtiger Beitrag zur Debatte um den amerikanischen Kriegseintritt. Kaum zwei Jahre später erschien der ebenfalls in den USA gedrehte Film „Sein oder Nichtsein“ des gebürtigen Berliners Ernst Lubitsch.

Der Film beginnt in Warschau des Jahres 1939, noch vor der deutschen Besetzung. Eine Theater-Gruppe probt ein kritisches Stück über die Nationalsozialisten. Der Hitler-Darsteller betritt die Bühne: „Heil Hitler!“ „Ich heil mich selbst.“ „Das steht nicht im Text.“ „Aber das gibt einen Lacher.“ Doch das Stück wird nicht gespielt. Dann besetzen die Deutschen Polen. Es wird gefährlich, Witze zu erzählen.

Weblink:

Man muss über Hitler lachen - www.cicero.de

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