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Samstag, 15. August 2026

Durch Veronas schöne Altstadt (E)


Die norditalienische Stadt Verona zählt mit ihren Barockbauten, der historischen römischen Arena und ihren Hausfassaden aus mehreren verschiedenen Jahrhunderten zu den kulturell interessantesten und sehenswertesten Städten der Welt.

Rundgang durch die wunderschöne Altstadt der norditalienischen Stadt Verona inklusive vieler wichtiger Sehenswürdigkeiten.

Granada mit einer langen Tradition der arabischen Kultur



Granada ist eine Stadt mit einer langen Tradition der arabischen Kultur. Granada ist tief verwurzelt in der Tradition der arabischen Kultur. Fast 800 Jahre herrschten die Mauren über Granada.

Ihre Spuren locken noch heute jedes Jahr Tausende Touristen in die Stadt in Andalusien. Ob auf dem arabischen Seidenmarkt oder in dem alten Stadtviertel Albayzín, auf dem Sabikah-Hügel mit seiner Alhambra oder im arabischen Bad El Bañuelo - überall ist das Erbe der Araber noch zu erleben. Allen Bauten voran die weltberühmte Alhambra. Die märchenhafte Palastanlage der arabischen Herrscher ist das bedeutendste Beispiel maurischer Baukunst in ganz Spanien.

Weblinks:

Alhambra in Granada - www.alhambradegranada.org

Andalusien-Portal - www.andalusien.com

Granada - Tradition der arabischen Kultur in einer europäischen Stadt - www.youtube.com
Literatur:

Reiseführer Andalusien
Reiseführer Andalusien
von Andrea Hoffmann

Spanien: Reisehandbuch mit vielen praktischen Tipps
Spanien: Reisehandbuch mit vielen praktischen Tipps
von Thomas Schröder

Samstag, 1. August 2026

Vor 90 Jahren: Olympische Sommerspiele 1936

Olympiastadion 1936 Olympische Sommerspiele 1936


Vor 90 Jahren fanden die Olympische Sommerspiele 1936 in Berlin statt. Die Olympischen Sommerspiele 1936 (offiziell »Spiele der XI. Olympiade« genannt) wurden vom 1. bis 16. August 1936 in Berlin ausgetragen. Die meisten Wettkämpfe fanden auf dem Reichssportfeld statt, mit dem Olympiastadion als zentraler Arena. Mit 49 teilnehmenden Nationen und 3.961 Athleten stellten die Olympischen Spiele in Berlin einen neuen Teilnehmerrekord sowie einen neuen Besucherrekord auf. Erstmals fand ein olympischer Fackellauf statt und im neuen Medium Fernsehen waren ausgewählte Wettkämpfe zu sehen.

Die Vergabe der XI. Olympischen Spiele erfolgte noch an das Berlin der Weimarer Republik, aber mit der Machtergreifung Hitlers im Januar 1933 änderte sich die politische Situation grundlegend und so eröffnete der Diktator Adolf Hitler seine Spiele von Berlin.

Am 1. August 1936 eröffnete Adolf Hitler im neu erbauten Berliner Olympiastadion vor 100.000 Zuschauern die XI. Olympischen Spiele. Mit gewaltigem Propaganda-Aufwand gelang es den Nationalsozialisten, im Verlauf der Spiele das Bild eines friedliebenden, weltoffenen Deutschlands zu inszenieren. Es war das letzte »Fest der Nationen« vor dem Zweiten Weltkrieg.

Hitlers Spiele: Olympia 1936 in Berlin

Hitlers Spiele: Olympia 1936 in Berlin


Hitler nutzte die Spiele, um zum einen der Weltöffentlichkeit ein strahlendes Deutschland zu präsentieren, welches als Kulturnation den Weg aus der Isolation beschreiten wollte. Auf der anderen Seite waren die Olympischen Spiele das richtige Instrument, um das eigene Volk hinter den Führer zu stellen und für die Politik der Nationalsozialisten zu begeistern. Um das umzusetzen wurden umfangreiche Propagandamaßnahmen vor und während der Spiele durchgeführt. Der dabei betriebene Aufwand war so groß, dass die Spiele von Berlin nicht nur in sportlicher Hinsicht als „Spiele der Rekorde“ in die Geschichtsbücher eingingen.

Herausragender Sportler der Tage von Berlin war der amerikanische Leichtathlet Jesse Owens, der bei der Olympiade in Berlin gleich vier Goldmedaillen gewann. Erfolgreichster deutscher Athlet war Konrad Frey. Der Kunstturner errang drei Goldmedaillen, eine Silbermedaille und zwei Bronzemedaillen. Neben der sportlichen Bedeutung waren die beiden im Deutschen Reich stattfindenden Winter- und Sommerspiele 1936 besonders dadurch gekennzeichnet, dass sie von Hitler und der NSDAP dazu instrumentalisiert wurden, den NS-Staat im Ausland positiv darzustellen, während im Inland die NS-Propaganda vorwiegend die Leistungen der deutschen Olympiateilnehmer und -sieger hervorhob.

Die Wettkampfstätten in Berlin und Umgebung verteilten sich über die damaligen Bezirke Charlottenburg, Köpenick, Spandau, Wilmersdorf und den Landkreis Osthavelland in der Provinz Brandenburg. Das zentrale Gelände wurde „Reichssportfeld“ genannt und vereinte die größten Sportanlagen. Die Errichtung des Reichssportfeldes kostete etwa 77 Millionen Reichsmark.

Das Zentrum der Sportanlagen bildete das Berliner Olympiastadion, das 100.000 Zuschauern Platz bot und eine 400 Meter lange Aschenbahn hatte. Dort wurden die Wettbewerbe in der Leichtathletik, die Springwettbewerbe im Reiten, im Feldhandball und die Spiele im Fußball ab dem Halbfinale ausgetragen. Außerdem fanden dort die Eröffnungs- und die Abschlusszeremonie statt. Die Vor- und Zwischenrundenspiele des olympischen Fußballturniers wurden im Poststadion, im Mommsenstadion und im Stadion am Gesundbrunnen (der „Plumpe“) ausgetragen. Die Feldhandballwettbewerbe nutzten auch das Polizeistadion und den BSV-Platz.

Das direkt neben dem Olympiastadion gelegene Schwimmstadion war Austragungsort für die Schwimmwettbewerbe und die Wasserballspiele. Es hatte 18.500 Zuschauerplätze und ein Schwimmbecken in der Größe von 50 Meter × 20 Meter. Für das Wasserspringen stand ein 20 Meter × 20 Meter großes Sprungbecken zur Verfügung.

In der Deutschlandhalle, die 20.000 Zuschauern Platz bot, fanden die Wettbewerbe im Gewichtheben, Ringen und Boxen statt. Das Hockeyturnier wurde in einem eigens für die Spiele erbauten Hockeystadion ausgetragen, das ebenfalls 20.000 Zuschauerplätze hatte. Die Wettbewerbe im Fechten wurden an verschiedenen Orten im Sportforum ausgetragen: im Kuppelsaal des Hauses des deutschen Sports, im Hockeystadion sowie auf den Tennisplätzen. Auch die Basketballspiele fanden auf den Tennisplätzen des Reichssportfeldes statt.

Die Reitwettbewerbe wurden an den verschiedensten Lokalitäten durchgeführt. So fand das Dressurreiten auf dem Maifeld und auf dem Truppenübungsplatz in Döberitz statt, wo sich auch das Olympische Dorf befand, der Geländeritt auf der Jagdrennbahn Ferbitz. Die Schießwettbewerbe fanden in Berlin-Wannsee auf dem Schießplatz der „Deutschen Versuchsanstalt für Handfeuerwaffen“ statt. Außerdem war der Schießplatz Ruhleben der Austragungsort der Schießwettbewerbe des Modernen Fünfkampfs.

Literatur:

Hitlers Spiele: Olympia 1936 in Berlin

Hitlers Spiele: Olympia 1936 in Berlin von Armin Führer

Nationalsozialistische Propaganda bei den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin

Nationalsozialistische Propaganda bei den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin von Jan Erchinger

Samstag, 18. Juli 2026

Vydra-Tal im Böhmerwald



Zu den schönsten Tälern des Böhmerwaldes zählt das romantische Tal, durch das der Fluss Vydra fließt. Anfangs ist er nur ein kleiner Bach, der sich jedoch zu einem reißenden Fluss mit zahlreichen Granitfelsen, Stromschnellen und Wasserfällen entwickelt. Im klaren Wasser fühlen sich Otter und Forelle sehr wohl.

Unterwegs kann man das steinige, wilde Flussbett bestaunen. Tausende Teiche sind durch Kanäle verbunden, die seit dem 13. Jahrhundert den fetten Fisch liefern, der auf keiner Speisekarte Südböhmens fehlt: Forelle, mit Knödeln und Kraut mit Schmalz.

Ein romantischer Spaziergang am wilden Fluss Vydra. Das Tal, durch das der Fluss Vydra fließt, ist anfangs nur ein kleiner Bach, der sich jedoch jäh zu einem reißenden Fluss mit zahlreichen Granitfelsen, Stromschnellen und Wasserfällen entwickelt. Der Fluss ist nach dem tschechischen Wort für Fischotter (vydra) benannt, was sehr passend ist, zumal diese Tiere nur in klarem Wasser leben.

Weblinks:

Spaziergang in der Umgebung des Flusses Vydra - www.czechtourism.com/de

Tschechien - www.reise-illustrierte.de

Loket im Böhmerwald

Luftbild Loket in Tschechien

Eine der romantischsten Städte in Böhmen, eingebettet in eine bezaubernde Hügellandschaft. Loket liegt südwestlich vom weltberühmten Kurort Karlsbad, am Rande des Naturschutzgebiets "Kaiserwald", liebevoll vom Fluss Eger umschlungen.
Die Stadt liegt auf einer Höhe von 470 m ü. M. auf einem Granitrücken, der auf drei Seiten von der Eger umflossen wird, daher der Name: loket (deutsch Ellbogen).

Wegen seines Stadtbildes wurde Loket auch oft als Böhmisches Rothenburg gerühmt. Die Stadt ist ein traditionelles Ausflugsziel der Kurgäste von Karlsbad. Der historische Stadtkern mit architektonisch wertvollen alten Häusern steht unter Denkmalschutz.

Die erste schriftliche Erwähnung der Stadt stammt aus dem Jahr 1234. Sie war eine wichtige Grenzfestung und auch ein bedeutender Ort für viele große Persönlichkeiten. Hier nur zwei Beispiele: Karl VI. verweilte auf der Burg Loket, als er bei einer Jagd im heutigen Kaiserwald eine heiße Quelle entdeckte. Der Sage nach entstand so der Kurort Karlsbad. Auch J. W. Goethe besuchte gerne Loket und feierte hier sogar mit seiner heimlichen Liebe Ulrike von Levetzow seinen 74. Geburstag. Und so beschrieb er einen von seinen Besuchen: "Heute waren wir in Ellenbogen, das über alle Beschreibungen schön liegt und sich als ein landschaftliches Kunstwerk von allen Seiten betrachten läßt."

Die Burg: Die imposante gotische Burg Loket wurde im 3. Viertel des 12. Jahrhunderts vom Tschechischen König Vladislav II. gegründet. Im 15. und 16. Jahrhundert war sie im Besitz von Kaiser Sigismund und Graf Schlick, die auf der Burg umfangreiche Renovierungen vornahmen. Von 1822 bis 1947 wurde die Burg vor allem als Gefängnis genutzt. Heute kann man hier neben den ehemaligen Kerkern auch eine interessante Porzellansammlung und die wertvolle Rotunde besichtigen.

Die St. Wenzelskirche: Das barocke Gotteshaus wurde 1734 anstelle einer spätgotischen, 1725 ausgebrannten Kirche gebaut. Die Projekte stammen vom Architekten Wolfgang Braunbocks. Dieser eher einfache Bau verbirgt wertvolles Interieur, insbesondere den Hauptaltar.

Svatosské Felsen: Etwa 7 Kilometer von Loket entfernt findet man in einem romantischen Tal eine Gruppe massiver Felsentürme, auch Hans-Heiling-Felsen genannt. Diese Formation aus Granit steht bereits seit 1933 unter Naturschutz. Auf diesen Ort bezieht sich eine traurige Sage: die Steintürme sollen einen versteinerten Hochzeitszug und ein Schlossgebäude darstellen.

Weblink:

Loket in Tschechien - www.spar-mit.com

Samstag, 11. Juli 2026

Mythos »Tour de France«

Tour de France Tourmalet

Jan Ullrich

Die »Tour de France« - auch »Grand Boucle« genannt - ist das bekannteste und bedeutendste Radrennen der Welt. Die »Tour de France« ist ein gewobener Mythos, der viele Geschichten hervorgebracht hat und von dem zu erzählen lohnt. Die »Tour de France« hat Geschichte und auch ihre Geschichten geschrieben, ebenso wie die Rennfahrer, die an ihr teilgenommen haben. 25 Jahre nach dem einmaligen Tour-Sieg von Jan Ulrich im Jahr 1997 ist die Tour wieder ein weltumspannendes Ereignis.

Tour de France Karte 2022

Die Rennfahrer sind Helden, die Streckenführung ist eine Bildungs- und Entdeckungsreise und die Landschaft ist die Kulisse mit ständigen Verweisen auf die französische und europäische Geschichte.

Körperliche Höchstleistungen müssen keineswegs im Widerspruch zu intellektuellen Ambitionen stehen. Denn auch und gerade im (Radrenn-)Sport gilt der Leitsatz, den einst Henri Bergson formulierte, der französische Philosoph und Literaturnobelpreisträger: »Man muss wie ein denkender Mensch handeln und wie ein handelnder Mensch denken.«

Immer wieder haben sich Philosophen wie Roland Barthes, Olivier Haralambon und Peter Sloterdijk bis hin zu Guillaume Martin sich für die berühmte drei-wöchige Radrundfahrt durch ganz Frankreich interessiert und darüber ihre Artikel, Kolummnen und Kommentare geschrieben. Auch kann man sich so manchen Philosophen vorstellen, der einen sinnreichen Beitrag zur Tour verfasst haben könnte.

Peter Sloterdijk

Die stets kräftig in die Pedale tretenden Pedaleure leisten auf der Rundfahrt Übermenschliches und man begreift, dass das, was diese Männer leisten, alles übersteigt, was Normalsterbliche begreifen können“, sagte der Hobbyradler und Philosoph Peter Sloterdijk vor Jahren gegenüber dem »Spiegel«, „nämlich der »Tour de France« alles unterzuordnen, alles zu riskieren, rücksichtslos – sich selbst gegenüber, dem Leben.“



Die Rennfahrer sind die wahren Helden der »Tour de France«. Die »Tour de France« hat viele Rennfahrer, die an ihr teilgenommen haben, zu Helden gemacht, aber auch immer wieder Tragödien heraufbeschworen und hervorgebracht.

Guillaume Martin

In »Sokrates auf dem Rennrad« schickt Guillaume Martin die bedeutendsten Denker der Geschichte in das größte Radrennen der Welt: die »Tour de France«.

Mont Ventoux Francesco Petrarca

Es war der bereits von dem Dichter Petrarca bestiegene Mont Ventoux, der den Briten Tom Simpson im Jahr 1967 beim Anstieg in der brütenden Hitze einen jammervollen Tod sterben ließ, manche sagen soagr umgebrachte hat. "Der Ventoux ist ein Gott der Bosheit, dem Opfer dargebracht werden müssen. Er vergibt niemals Schwäche, er fordert ein schier ungerechtes Maß an Leiden", schrieb der normannische Philosoph Roland Barthes bereits im Jahr 1957, als hätte er das tragische Schicksal Simpsons schon damals vorausgeahnt.

Tour de France Karte 2022


Mittwoch, 8. Juli 2026

Jean de la Fontaine - der französische Homer



Jean de la Fontaine erblickte am 8. Juli 1621 in Chateau-Thierry in der Champagne das Licht der Welt.

Jean de la Fontaine war ein französischer Dichter und Erzähler. Der Schriftsteller gilt als der bedeutendste Verskünstler der französischen Klassik. Naturschilderungen und satirische Gesellschaftsdarstellung sind die Themen seiner in zwölf Büchern zusammengefassten Fabeln.

La Fontaine hat sich den Ruf eines Klassikers erworben. "Notre Homer", unser Homer, nannte ihn der französische Schriftsteller Joseph Joubert in Anlehnung an den berühmtesten Dichter der griechischen Antike.

Mit Fabeln wie »Stadtratte und Landratte« oder »Der Hahn und der Fuchs« wurde Jean de La Fontaine berühmt. Die Motive aus der Antike und dem Orient haben dem Dichter geholfen, mit netten Tiergeschichten die feine Gesellschaft von Frankreich zu kritisieren.

Jean de La Fontaine fasste seine Fabeln und auch weitere im 17. Jahrhundert in Versform. Im Barock, also vom Ende des 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, erfreute sich diese Literaturgattung sonst keiner großen Beliebtheit: Sie entsprach in ihrer Schlichtheit nicht dem Zeitgeschmack, anders als in der Epoche der Aufklärung.

La Fontaine schrieb die antiken Texte teils um. Bei ihm ist die Vernunft nicht mehr auf der Seite der Stärkeren, sondern das Lamm ist klüger als der Wolf.

Mit den gattungsspezifischen Mitteln der Fabel verdeutlichte der Schriftsteller Charaktereigenschaften und Handlungsweisen der Menschen. Verschiedenen Tieren wurden bestimmte Züge zugeordnet. Der Fuchs "Reineke" gilt in der Fabel stets als schlau und gerissen.

In La Fontaines Tierfabeln sind es vielfach die kleinen Kreaturen, aus deren Fehlern der Leser eine Lehre zieht. Die größeren Tiere werden kaum als gute oder bewundernswerte Figuren dargestellt, sondern sind lediglich Symbole der Mächtigen und Reichen.

In seinen späten Fabeln hat La Fontaine häufig das Verhältnis von Oben und Unten thematisiert. Er wollte das Urteilsvermögen und die Sitten für das wahrhaft Große empfänglich machen. schrieb er.

Weblinks:

  • Biografie und Online-Versionen der Fabeln (französisch)